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10000 Euro anlegen
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Ratgeber

Sinnvoll 10.000 Euro anlegen – diese Möglichkeiten gibt es

Eine Rücklage für unvorhergesehene Situationen oder als Basis für eine Wertanlage ist auf jeden Fall sinnvoll. Erstaunlich ist, dass laut dem Statistischen Bundesamt immer noch 47 Prozent der Deutschen ihr Geld auf dem Girokonto oder dem Sparbuch anlegen.

Für beide Anlageformen zahlen Banken aktuell keine Zinsen, manche Geldhäuser verlangen sogar Negativzinsen. Wer so 10000 Euro anlegen möchte, verliert jeden Tag einen Teil seines Ersparten. Die Inflation von mehr als vier Prozent sorgt für eine Geldentwertung, was die Anleger nicht hinnehmen sollten.

Entscheidend ist deshalb, Alternativen zu finden, die eine lukrative Rendite versprechen. Der Ertrag ist jedoch nicht das alleinige Entscheidungskriterium. Es geht um den zeitlichen Anlagehorizont und damit um die Verfügbarkeit sowie um die Risikominimierung. Wer 10000 Euro anlegen möchte, benötigt eine gute Strategie.

10000 Euro anlegen und so den Alltag finanziell absichern

Bevor Anleger investieren und 10000 Euro anlegen, sollten sie ihre aktuelle Lage betrachten. Dazu zählt auch, dass mögliche Schulden vorher beglichen werden. Besonders Dispokredite kosten hohe Zinsen, die einen großen Teil von möglichen Anlagerenditen vernichten. Rechnet man noch die Inflation hinzu, entsteht trotz möglicherweise hoher Renditen schnell ein Verlust.

Vor der Anlage muss außerdem an eine Notsituation gedacht werden. Sinnvoll ist, etwa drei Monatseinkommen auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Hier kann bei Bedarf jederzeit schnell zugegriffen werden, um überraschend anfallende Kosten zu decken.

Einige Grundregeln für die Anlage

Wer 10000 Euro anlegen möchte, muss einige Gesetzmäßigkeiten berücksichtigen. Höhere Renditen sind immer mit einem höheren Risiko verbunden. Dies lässt sich durch einen langen Anlagehorizont und eine Diversifikation auf verschiedene Anlageklassen verringern. Eines der wichtigsten Risiken sind die Kursschwankungen von Wertpapieren wie Aktien.

Geht ein Unternehmen in den Konkurs, ist die Aktie nichts mehr wert. Häufig werden auch erfahrene Analysten von Pleiten überrascht, wie das Beispiel Wirecard zeigte. Dies ist allerdings nicht dramatisch, wenn die Investition auf viele verschiedene Unternehmen verteilt wurde. Der Verlust eines Titels wird dann durch zahlreiche andere Gewinne aufgefangen. Ein weiterer Aspekt sind die Kosten, die mit einer Anlage in Verbindung stehen. Der Kauf und Verkauf kostet ebenso Gebühren, wie das Halten von Wertpapieren in einem Depot. Hier hilft der Vergleich der Gebühren verschiedener Finanzdienstleister.

Die verschiedenen Anlageklassen

Je weniger Gebühren anfallen, desto mehr Rendite bleibt für den Sparer übrig. Es gibt verschiedene Anlageklassen, die unterschiedliche Risiken und Ertragschancen haben. Eine sehr sichere Anlageform ist das Festgeld, das über einen eindeutig definierten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt wird. Nachteilig ist, dass der Sparer die Anlage nicht vor dem Laufzeitende auflösen kann. Die Zinsen sind verhältnismäßig niedrig, dafür ist das angelegte Geld sehr sicher. Für bis zu 100.000 Euro je Sparer haftet die Einlagensicherung der Banken. Ein Verlustrisiko existiert dadurch nicht, wenn Bankkunden 10000 Euro anlegen.

Wer etwas mehr Flexibilität haben möchte, nutzt statt dem Fest- das Flexgeld. Ein solches Konto lässt sich jederzeit auflösen, ähnlich wie bei einem Tagesgeldkonto. Es bietet höhere Zinsen, allerdings niedrigere als beim Festgeld.

Aktien, ETFs und Investmentfonds bieten höhere Renditechancen, sind aber auch riskanter. Das größte Risiko liegt in den Kursschwankungen. Generell lassen sich diese Wertpapiere zu jedem beliebigen Termin wieder verkaufen. Liegt der Kurs unter dem Einkaufswert, entsteht dem Anleger jedoch ein Verlust. Anleger können hier 10000 Euro anlegen, wenn sie das Geld langfristig nicht benötigen. Je länger der Anlagehorizont ist, desto geringer ist das Kursrisiko. Die Rendite resultiert aus der Kurssteigerung. Viele Unternehmen zahlen außerdem vierteljährlich oder einmal im Jahr eine Dividende, welche die Anteilseigner am Gewinn der Firma beteiligt. Manche Anbieter von ETFs schreiben ebenfalls Dividenden auf dem Anlegerkonto gut.

Die richtige Anlagestrategie finden

Für eine gute Risikostreuung ist es sinnvoll, einen Mix aus risikoarmen und renditestarken Anlageformen zu wählen. Die richtige Gewichtung hängt davon ab, wie hoch das Sicherheitsbedürfnis des Anlegers ist. Soll die Sicherheit im Vordergrund stehen, werden Tagesgeld und Festgeld den Hauptanteil ausmachen, um 10000 Euro anzulegen. So könnten beispielsweise 75 Prozent in diese sicheren Produkte fließen. Die restlichen 2.500 Euro werden zur Maximierung der Rendite in Aktien und Fonds investiert.

Ferner gibt es eine ausgewogene Strategie, in der jeweils die Hälfte in festverzinsliche Papiere und die andere Hälfte in Aktien und Fonds angelegt werden. Sparer, die eine hohe Rendite erzielen wollen, investieren einen großen Teil in Aktien. Wer keine Zeit für die Kursverfolgung von Aktien hat, nutzt Fonds. Dabei entstehen jedoch Kosten, welche die Rendite schmälern. Ein Viertel der Anlage sollte auch bei einer Anlageform mit Augenmerk auf den Ertrag sicher angelegt werden. Eine Reserve auf dem Tagesgeldkonto verhindert beispielsweise, bei finanziellen Engpässen Aktien mit einem Kursverlust verkaufen zu müssen.

Fazit: 10000 Euro anlegen

Um 10000 Euro anzulegen, bietet sich ein Mix aus fest verzinsten, sicheren Anlageformen und aus renditestarken Wertpapieren an. Die Verteilung von sicheren und renditestarken Investitionen hängt von der Risikobereitschaft des Sparers und des Anlagehorizonts ab.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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