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Active Sourcing
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Ratgeber

Mit Active-Sourcing seine Wunsch-Bewerber an der richtigen Stelle abholen

Personalbeschaffung, auch als Recruiting bezeichnet, ist für Unternehmen wichtig. Geeignete Bewerber für eine offene Stelle zu finden, ist heutzutage nicht einfach. Hilfreich kann dabei das sogenannte Active Sourcing sein. Worum es bei der aktiven Personalbeschaffung genau geht, verrät der folgende Artikel.

Active Sourcing bedeutet nichts anderes als eine aktive Personalbeschaffung. Gemeint sind damit also alle Maßnahmen, die ein Unternehmen anstrebt, um passende Bewerber für ihre offenen Stellen zu finden. Der wesentliche Unterschied zum klassischen Recruiting: Unternehmen schalten keine Jobinserate mehr und warten oftmals vergeblich auf eingehende Bewerbungen. Stattdessen werden potentielle Bewerber persönlich ausgewählt und angesprochen. Dieses Active Sourcing kann sowohl intern als auch extern erfolgen, wobei zwei Methoden unterschieden werden:

  • Die gezielte Suche nach Kandidaten mit Active Sourcing : für eine bestimmte Position im Unternehmen werden gezielt Kandidaten gesucht
  • Die individuelle Bewerberansprache mit Active Sourcing: Geeignete Kandidaten werden angesprochen und es wird versucht, sie für das eigene Unternehmen zu gewinnen

Diese individuelle Bewerberansprache ist oftmals gar nicht so einfach. Der Grund: Häufig sind die geeigneten Kandidaten momentan gar nicht auf Jobsuche. Es gilt also, sie mit Verhandlungsgeschick für die offene Stelle zu begeistern.

Active Sourcing mit Talent Sourcing verbinden

Talent Sourcing ist eine weitere wichtige Maßnahme in der Personalbeschaffung. Wichtigstes Instrument ist der sogenannte Talent Pool. So heißt die Datenbank, in der alle wichtigen Daten zu möglichen potentiellen Kandidaten hinterlegt sind. Vor allem für Personal Manager ist dieser Talent Pool wichtig, denn er hilft dabei, schnell geeignete Mitarbeiter zu finden. Das Aufbauen einer solchen Datenbank ist zwar zeitaufwändig, sollte aber dennoch in jedem Unternehmen unbedingt erfolgen. Viele der Informationen der Datenbank, sind recht schnell bereits im eigenen Unternehmen zu finden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • persönliche Netzwerke der Mitarbeiter
  • die Profile ehemaliger Mitarbeiter, zum Beispiel die der Praktikanten
  • Bewerberdaten

Vor allem der letzte Punkt ist interessant. Vielleicht hat sich schon einmal ein guter Kandidat beworben, es ist aber nicht zu einer Einstellung gekommen. Dann ist es hilfreich, dessen Daten jederzeit abrufen und ihn kontaktieren zu können. Bedenken Sie aber den Datenschutz und holen Sie unbedingt die Erlaubnis zur Aufbewahrung der Daten ein.

Interne Kanäle für die Personalbeschaffung nutzen

Auch die sozialen Medien können bei der Suche nach passenden Mitarbeitern helfen. Interne Social Media Sites garantieren, dass Sie möglichst viele Bewerbungen aus dem eigenen Unternehmen bekommen. Sie können aber auch die Social Media Profile Ihrer Mitarbeiter nutzen, um geeignete Kandidaten für Ihre offenen Stellen zu finden.

Active Sourcing Kanäle nutzen

Wenn Ihnen der Talent Pool bei der Suche nach einem Kandidaten nicht weiterhilft, verzweifeln Sie nicht gleich. Nutzen Sie in dem Fall die sogenannten Active Sourcing Kanäle für Ihre Suche. Eine Studie, die das bekannte Stellenportal monster.de zu diesem Thema durchgeführt hat, liefert folgende Ergebnisse:

  • Social Media im Recruiting nutzen vor allem die großen Unternehmen mit immerhin 70 Prozent; bei den mittelständischen Unternehmen sind es nur 37 Prozent
  • Social Media wird für das Employer Branding ebenso genutzt wie für das Active Sourcing und das Schalten von Stellenanzeigen
  • Immerhin zwei Drittel de befragten Unternehmen befürworten Social Media als Instrument für die Personalgewinnung
  • Xing und LinkedIn sind die bevorzugten Social Media Kanäle

Auch mögliche Kandidaten, die auf der Suche nach einem Job sind, nutzen vorrangig Xing und LinkedIn.

Active Sourcing ist nicht gleich Social Media Recruiting

Verwechseln Sie Active Sourcing nicht mit Social Media Recruiting.  Die aktive Suche nach Personal, funktioniert über Social Media Kanäle wie Xing nur bedingt. Vielmehr setzen die Recruiter bei ihrer Personalsuche verstärkt auf den persönlichen Kontakt zu möglichen Bewerbern. Die Strategie bei der Bewerbersuche und auch die bevorzugte Taktik variieren je nach Größe des Unternehmens wie folgt:

  • Active Sourcing betreiben vor allem mittelständische Unternehmen; bei den sehr großen Firmen ist die Anzahl mit 27 Prozent geringer
  • allein die aktive Kandidatenansprache nutzt meist nur wenig: Meist wird das Active Sourcing mit einer Stellenausschreibung verbunden
  • Große Firmen vertrauen dem Face-to-Face-Kontakt: Sie nutzen Personalmessen oder Events für Studenten
  • mittelständische Unternehmen hingegen nutzen meist eigene Kandidaten-Datenbanken

Gute Kandidaten finden

Studien belegen eindeutig, dass Active Sourcing vor allem die Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitern erleichtert. Mögliche Kandidaten schätzen die persönliche Ansprache, wobei die Kontaktaufnahme per E-Mail bevorzugt wird. Statistiken belegen, dass mehr als ein Viertel der Kandidaten sich nach einer direkten Ansprache tatsächlich beim Unternehmen beworben haben. Active Sourcing kann Ihre Personalsuche also definitiv bereichern.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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