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Ratgeber

Alexander Srokovskyi über die Folgen häufiger Smartphone-Nutzung

Alexander Srokovskyi ist Inhaber mehrerer Praxen für Physiotherapie und Osteopathie, Autor und Spezialist für HealthTech. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Patienten vor Schmerzen und Haltungsschäden zu bewahren. Im Folgenden hat der Experte verraten, warum die Nutzung des Smartphones mitunter zur Veränderung unseres Kopfknochens beitragen kann und wie man dem am besten vorbeugt.

Dass die intensive Nutzung von Smartphones nicht gesund für uns ist, wissen wir inzwischen alle. Wer jedoch dachte, dass leichte Verspannungen, Schmerzen und weniger Fokus die einzigen Folgen hiervon sind, irrt sich. Stattdessen kann die übermäßige Nutzung des Smartphones zur Veränderung unseres Kopfknochens beitragen. Eine Situation, die vermieden werden kann und sollte. Alexander Srokovskyi ist Experte in den Bereichen Physiotherapie und Osteopathie. Er weiß, mit welchen Schmerzen Menschen häufig geplagt sind und weiß auch, wie man diese behandelt und ihnen nachhaltig entgegenwirkt. Im Folgenden hat Alexander Srokovskyi verraten, warum gerade die Nutzung unseres Smartphones negative Folgen für unseren Gesundheitszustand haben kann und wie diesen vorgebeugt werden kann.

Alexander Srokovskyi: Wie entstehen Haltungsschäden durch die Smartphonenutzung?

Beim sogenannten Textneck handelt es sich um einen Haltungsschaden, ausgelöst durch langanhaltende Fehlhaltung. „Wir müssen uns bewusst machen, dass der menschliche Kopf bis zu fünf Kilogramm wiegt“, sagt Alexander Srokovskyi.

„Wenn wir uns bei der Nutzung über das Handy beugen, müssen unsere Nackenmuskeln Schwerstarbeit leisten. Die physische Hebelwirkung und die Schwerkraft können dadurch die Last des Kopfes auf bis zu 25 Kilogramm erhöhen.“

Eine alltägliche Situation, in der sich auch erfolgreiche Unternehmer immer wieder finden, die allein geschäftlich viel Zeit am Smartphone verbringen. Die Folge: Der Körper reagiert letztendlich mit Haltungsschäden – unter anderem kann es zu einer Knochenwucherung am Hinterkopf kommen. Studien australischer Wissenschaftler zeigten anhand von Röntgenbildern, dass bereits jeder vierte 18 – 30-Jährige einen sogenannten Knochenstachel am Hinterkopf hat. 

Was können erfolgreiche Unternehmer tun, um solche Haltungsschäden zu vermeiden?

„Verzichten Sie in diesem Zusammenhang auf Schmerztabletten, denn diese hindern Ihren Körper nur daran, Ihnen rechtzeitig Warnsignale in Form von Verspannungen und Schmerzen zu senden, bevor sich Haltungsschäden einstellen“, rät der Experte. Auch Massagen, so angenehm und entspannend sie auch sind, können das Problem nicht lösen. Stattdessen rät er, das zentrale Nervensystem durch gezielte Übungen zu reprogrammieren. Mit einem Investment von nur drei Minuten täglich kann so Haltungsschäden wie Handynacken und Knochenstachel effektiv vorgebeugt werden.

Alexander Srokovskyi

Alexander Srokovskyi gibt Tipps, wie Menschen Haltungsschäden durch vermehrte Smartphonenutzung verhindern können.

Alexander Srokovskyi’s effektives 3-Minuten Anti Textneck Workout:

Übung 1: Nervenmobilisation für eine lockere Nackenhaltung:

Lehnen Sie sich mit der Wirbelsäule an einen Türrahmen, strecken Sie Ihre Arme nach links und rechts aus und strecken und spreizen Sie Ihre Finger. Ziehen Sie anschließend Ihr Kinn zu sich, während der Nacken lang wird. Um die Spannung zu verstärken, spannen Sie mit beiden Armen nach außen, sodass ein Zug in den Armen und im Nacken entsteht. Halten Sie diese Spannung für jeweils drei Sekunden intensiv und wiederholen Sie die Übung 10 Mal.

Übung 2: Smart-Body-Haltungsbooster:

Diese Übung dient einer aufrechten Körperhaltung. Sie sollte barfuß ausgeführt werden: Stellen Sie hierfür Ihre Beine schulterbreit auf. Bewegen Sie nun Ihre Arme leicht weg vom Oberkörper auf Hüfthöhe. Strecken und spreizen Sie ihre Finger. Im Anschluss daran gehen Sie leicht in die Hocke. Es ist wichtig, dass die Knie nicht über die Zehenspitzen hinausragen. Spannen Sie Ihr Gesäß und Ihren Bauch an. Unter den Fußballen soll Druck aufgebaut werden. Dies gilt gleichermaßen für die Fußballen der Großzehen sowie den Außenbereich des Fußes. 

Diese Spannung sollte zehnmal, jeweils für drei Sekunden gehalten werden. Gehen Sie anschließend für drei Sekunden in die Grundposition zurück. Wichtig ist, sich voll und ganz auf die Übung zu konzentrieren und sich durch nichts ablenken zu lassen, um eine positive Auswirkung auf das Muskelgedächtnis zu erreichen. Die Spannung sollte am ganzen Körper spürbar sein. 

Für das Körpergefühl kann es sinnvoll sein, die Augen dabei zu schließen. Auch kann es hilfreich für die Spannung sein, sich vorzustellen, dass Sie gleich aufspringen möchten und den Boden gedanklich wegzudrücken. Wiederholen Sie diese Übung 10 Mal und halten Sie die Spannung für jeweils drei Sekunden.

Übung 3: Halswirbelsäule mithilfe der Augen stabilisieren

Diese Übung entlastet den Nacken schnell und effektiv, indem sie die tiefe Haltemuskulatur mithilfe der Augenbewegung kräftigt. Machen Sie stehend an der Wand eine Planke, stützen Sie sich dazu mit den Unterarmen an der Wand ab. Ziehen Sie ihr Kinn nach hinten, sodass der Nacken lang wird und eine leichte Spannung zu spüren ist.

Schauen Sie jetzt mit den Augen maximal zu einer Seite ohne Ihren Kopf zu bewegen, halten Sie diese Position dann für drei Sekunden. Hierbei sollten Sie eine Spannung hinten im Nacken verspüren. Wiederholen Sie diese Übung fünfmal pro Seite und halten Sie die Spannung jeweils für drei Sekunden.

Der Experte empfiehlt: „Bauen Sie dieses Workout als tägliche Routine in Ihre Arbeitspausen ein, um Textneck und Co. keine Chance zu geben!“

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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