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Arbeit wichtiger als Beziehung?
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Ratgeber

Arbeit wichtiger als Beziehung? Die Balance zwischen Job und Beziehung

Der Begriff Work-Life-Balance ist seit Jahren eine feste Größe für die sinnvolle Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Mittlerweile hat auch die Bezeichnung Work-Love-Balance Einzug gehalten im Bezug auf eine stimmige Ausgewogenheit zwischen dem Job und der Beziehung beziehungsweise Partnerschaft.

Damit sich eine berufliche Tätigkeit langfristig im persönlichen Vorankommen und nicht zuletzt auf der Karriereleiter bemerkbar macht, ist Engagement gefragt. Wer sich im Job nicht einbringt, wird in der Zukunft kaum nennenswerte Erfolge verzeichnen. Darüber hinaus macht es vielfach auch Spaß, sich umfassend zu beteiligen und mit der Zeit in der Arbeit richtig gut zu sein. Je wichtiger die persönliche Karriere auf lange Sicht ist, desto relevanter wird der Zeitfaktor werden, den es hierfür einzuplanen gilt. Gerade in jungen Jahren müssen vielfach die Weichen gestellt werden, um auch im weiteren Verlauf beruflich etabliert zu sein. Doch in wie fern ist Arbeit wichtiger als Beziehung und wie findet man die perfekte Balance?

Arbeit wichtiger als Beziehung: Die Auswirkungen beruflichen Engagements auf die Beziehung

Je mehr Zeit für die Arbeit aufgewendet wird, desto geringer ist die Präsenz in den eigenen vier Wänden. Dies gilt nicht zuletzt für die Menge an Überstunden, die häufig immer mehr anwächst und im familiären Rahmen für Unmut sorgt. Wer sich darüber hinaus generell viel und intensiv mit seinem Job befasst, kann auch in der knapp bemessenen privaten Zeit kaum angemessen abschalten. Schnell kommt das Gefühl auf, dass die Arbeit wichtiger als eine Beziehung ist.

Die Leidtragenden sind meist die Partner, die hier immer wieder in zweiter Reihe stehen. Oftmals müssen bereits bestehende Verabredungen zugunsten der Arbeit abgesagt oder verschoben werden. Auch die Anwesenheit des Partners bedeutet noch nicht, dass der Job außen vor ist. Viele beruflich engagierte Menschen bringen sich Unterlagen mit nach Hause, befassen sich auch am Abend noch mit E-Mails oder sind per Telefon jederzeit verfügbar. Diese und ähnliche Verhaltensweisen verfestigen sich häufig immer mehr und führen nicht selten zu einer Trennung, da die Arbeit wichtiger als die Beziehung scheint.

Die Wichtigkeit einer funktionierenden Work-Love-Balance

Nicht nur der Job erfordert ein sich Einlassen und persönliches Einbringen. Gleiches gilt auch für die Beziehung. Wertschätzung für den Partner sollte grundsätzlich nicht weniger relevant sein als die intensive Auseinandersetzung mit beruflichen Themen. Es gilt ein Gleichgewicht zu finden, bei dem weder die Liebe noch die Arbeit zu kurz kommen.

Ebenso wie es wesentlich ist, sich im Job konstant mit Inhalten zu befassen, bedeutet auch eine Partnerschaft Arbeit. Jede Beziehung benötigt für ihr Wachstum und das Wohlbefinden miteinander neben dem wichtigen Aspekt Zeit gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen. Hinzu kommen immer wieder intensive Prozesse des Aushandelns und viel Engagement für die gemeinsame Bindung. Gefragt sind Ideen und Kreativität, um miteinander einen für alle Beteiligten stimmigen Weg zu finden, der Job und Beziehung kompatibel macht und nicht der Eindruck entsteht, dass die Arbeit wichtiger als die Beziehung ist.

Vereinbarkeit von Job und Partnerschaft: Ist Arbeit wichtiger als Beziehung?

Allem voran: Arbeit sollte niemals wichtiger als die Beziehung sein. Gleichzeitig ist es normal und in Ordnung, wenn es Phasen gibt, in denen der Job etwas mehr Einsatz fordert. Um gemeinsam auf einen Nenner zu kommen, ist es entscheidend, dass sich beide Partner zusammensetzen und ihre jeweiligen Bedürfnisse, Erwartungen und Vorstellungen auf den Tisch legen. Nur wenn die Fakten bekannt sind, besteht eine stabile und tragfähige Grundlage, um gemeinsame Ziele zu entwickeln.

Kommunikation ist in einer stabilen Beziehung einer der wichtigsten Faktoren. Dazu gehört nicht zuletzt das Artikulieren der persönlichen Sichtweisen und Anliegen. Häufig ist den Partnern noch gar nicht vollständig bewusst, wie die tatsächlichen Vorstellungen an eine funktionierende Arbeits- und Beziehungssituation sind. In manchen Fällen sind auch bereits bestehende Frustrationen so festgefahren, dass ein gemeinsames Coaching helfen kann, die entsprechenden Sichtweisen stressfrei zu entdecken und mitzuteilen.

Umsetzung einer funktionierenden Work-Love-Balance

Es kann sehr gut gelingen, Liebe und Beziehung miteinander in Einklang zu bringen ohne den Job zu vernachlässigen oder die Partnerschaft aufgeben zu müssen. Damit beides miteinander funktioniert und die Arbeit nicht wichtiger als die Beziehung ist, ist das Berücksichtigen der folgenden vier Punkte hilfreich.

Frustrationen sofort ansprechen

Beide Partner schieben unangenehme Themen nicht auf die lange Bank, sondern sprechen sie zeitnah an. Je mehr sich negative Befindlichkeiten aufstauen, desto heftiger und nachhaltiger wird meist der Streit.

Strategisch planen

Wie auch im Job Planungen normaler Alltag sind, sollte dies ebenso bei der Vereinbarkeit von Beruf und Partnerschaft möglich sein. Das gezielte Planen von gemeinsamer Zeit schafft hier Verbindlichkeiten und führt automatisch dazu, dass die Arbeit nicht wichtiger als die Beziehung ist.

Dauernde Erreichbarkeit abschaffen

Der größte Beziehungskiller ist die fortwährende Erreichbarkeit des Partners für den Job. Abends und an den Wochenenden bleibt das Diensthandy nach Möglichkeit aus. Das gilt auch für das Lesen von E-Mails am Computer.

Gemeinsame Auszeiten nehmen

Auch bei bester Planung funktioniert nicht immer alles so, wie vorgestellt. Hier hilft eine radikale Bremse in Form einer Auszeit. Das kann ein gemeinsames Wochenende sein oder ein kürzerer beziehungsweise längerer Urlaub.

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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