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Aumovio trotzt widrigen Marktbedingungen und steigert operativen Gewinn

Aumovio zeigt sich resilient im Markt

Der Autozulieferer Aumovio hat im ersten Quartal 2023 trotz eines schwierigen Marktumfelds seinen operativen Gewinn steigern können. Dies ist vor allem auf einen höheren Anteil profitabler Produkte sowie auf erfolgreich umgesetzte Sparprogramme zurückzuführen. Diese positiven Entwicklungen konnten die negativen Effekte durch Währungsbewegungen sowie die Schließung und den Verkauf von Produktionsstätten mehr als wettmachen.

Die im MDax notierte Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten und verzeichnete im frühen Handel einen Anstieg von über einem Prozent auf 39,40 Euro. Allerdings hat der Kurs seit Ende 2025 einen Rückgang von etwa acht Prozent hinnehmen müssen, bleibt jedoch über den Werten des ersten Handelstags nach der Abspaltung von Continental.

Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan bezeichnete den Start von Aumovio ins Jahr als erfreulich und stellte fest, dass die Ergebnisse besser ausfielen als von Analysten im Vorfeld erwartet. Dennoch bleibt die Entwicklung der Margen im Bereich der Fahrassistenzsysteme, die nur teilweise durch Einsparungen stabilisiert werden konnte, fraglich.

Laut dem Experten Harry Martin von Bernstein funktioniert der Sparkurs in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie anderen Sektoren gut. Der Konzern hat damit die Möglichkeit, auch in einem herausfordernden Marktumfeld Verbesserungen selbst zu steuern. Allerdings wirft Martin die Frage auf, wie stark die Ausgaben für Forschung und Investitionen weiter gesenkt werden können, ohne das Wachstum des Unternehmens zu gefährden. Der Auftragseingang fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Niveau des Jahres 2025.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im ersten Quartal um mehr als 14 Prozent auf 106 Millionen Euro. Dies übertraf die Erwartungen der Analysten. Dennoch sank der Umsatz um knapp 8 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, was auch auf die Straffung des Produktionsnetzwerks durch Verkäufe und Schließungen zurückzuführen ist.

Die damit verbundenen Sonderkosten in Höhe von 156 Millionen Euro für den Konzernumbau und Abfindungen führten zu einem Nettoverlust von 157 Millionen Euro, obwohl der Verlust im Vorjahr noch bei 217 Millionen Euro lag. Konzernchef Philipp von Hirschheydt äußerte, dass die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, gepaart mit substanziellen Währungseffekten und Volumenrückgängen, negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung hatten. Er betonte jedoch, dass die Effizienzmaßnahmen wirksam seien und auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen würden.

Die Effekte des Konflikts im Nahen Osten sind bislang nicht in die Prognosen des Unternehmens eingeflossen. Wie viele Akteure der Branche leidet Aumovio unter der schwachen Nachfrage seitens der Autobauer, da die globale Fahrzeugproduktion nicht wie gewünscht anläuft.

Von Hirschheydt hat aufgrund der schwachen Vorjahresergebnisse den Fokus auf die Profitabilität gelegt. Unter dem ehemaligen Eigentümer Continental wurden bereits 5.400 Verwaltungsstellen und 1.750 Stellen in der Forschung und Entwicklung gestrichen. Der Abbau von weiteren 4.000 Stellen in diesem Bereich wurde zum Großteil bis Ende 2025 bereits eingeleitet. Im Januar kündigte das Unternehmen zudem an, dass weitere Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden, während der Schwerpunkt auf dem Ausland liegt.

Auch in der Produktion plant das Management eine Straffung. Von ursprünglich 55 Produktionsstandorten sollen bis Ende 2028 zehn geschlossen werden. Im März wurde die Schließung eines Werks in China angekündigt, was den Abbau von 1.500 Produktionsstellen zur Folge hat. Zudem sollen in diesem Jahr zwei weitere Fabriken, darunter eine im hessischen Babenhausen, ihre Produktion einstellen. Weitere Standorte in Rheinböllen in Rheinland-Pfalz und Mechelen in Belgien werden verkauft.

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Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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