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Bonussysteme
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Ratgeber

Arbeitgeber Attraktivität – Welche Bonussysteme am besten ankommen

Bonussysteme sind Arbeitsentgeltprogramm, die von Unternehmen eingesetzt werden, um die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern. Boni werden entweder monetär oder in Form von Sachleistungen ausgezahlt, je nachdem, welcher Strategieplan verfolgt wird. Ein solcher Strategieplan erlaubt es dem Unternehmen, die Leistungen der Mitarbeiter zu skalieren und mit entsprechenden Prämien zu honorieren.

Die Praxis, Bonussysteme einzusetzen, entstand bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde unter anderem von Frederick W. Taylor initiiert. Schon damals hat man herausgefunden, dass sich Fachkräfte mehr anstrengen, wenn sie zusätzliche Prämien erhalten.

Ziele der Bonussysteme

Die meisten Unternehmen führen Bonussysteme ein, deren Prämien an den Unternehmenszielen ausgerichtet sind. Zudem steigern Boni die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber. Zusätzlich steigt durch Bonussysteme die Mitarbeitermotivation im Unternehmen, das Betriebsklima verbessert sich und die Unternehmensleistung ist leichter skalierbar.

Arten von Bonussystemen

Gernerell unterscheidet man Bonussysteme derart, ob es sich um Incentives und Benefits für Mitarbeiter handelt. Bei Incentives handelt es sich um Prämien, die für herausragende Leistungen einzelner Mitarbeiter vergeben werden. Benefits hingegen gehen an die gesamte Belegschaft.

Zudem unterscheidet man bei Bonussystemen zwischen monetären Prämien und nicht-monetären Prämien. Zu den monetären Prämien zählen Gehaltserhöhungen, Rentenpläne und Krankenversicherungen. Aber auch Verkaufsprovisionen, leistungsorientierte Bezahlungen und Boni gehören in diese Kategorie. Nicht-monetäre Prämien sind Essensgutscheine, eine kostenlose oder subventionierte ÖPNV-Benutzung sowie Aus- und Weiterbildungen. Sachbezüge wie Amazon-Gutschein und Präsentkörbe gehören ebenfalls zu den nicht-monetären Prämien.

Incentives haben den Vorteil, dass diese Mitarbeiter motivieren, ihre Ziele zu erreichen. Dadurch verbessert sich das Betriebsklima und die Bindung des Personals an das Unternehmen nimmt zu, da Mitarbeiter eine Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Leider können Prämien für bestimmte Mitarbeiter aber auch zu Unmut und Misstrauen führen.

Bonussysteme für Mitarbeiter entwickeln

Um Bonussysteme für Mitarbeiter ins Leben zu rufen, sind folgende Schritte hilfreich: Zunächst einmal ist es wichtig, ein genaues Budget zu definieren, das für die Boni aufgewendet werden soll. Eine maximale Summe für monetäre und nicht-monetäre Leistungen ist vorab unbedingt zu klären.

Zudem ist es entscheidend, klare Ziele für die Einführung des Bonussystems zu definieren und das System entsprechend aufzubauen. Vorab sollte man bedenken, was genau der Bonusplan erreichen soll und, wo die Prioritäten des Systems liegen. Die Ziele des Bonussystems sollten mit den Unternehmenszielen in Einklang sein, um den unternehmerischen Erfolg und die Wirksamkeit des Bonussystems sicherzustellen. So erhalten Personaler Anhaltspunkte, worauf sie sich bei der Systemeinführung konzentrieren sollten. Ein Unternehmensziel und damit Ziel des Bonussystems kann sein, eine Umsatzsteigerung zu erreichen oder neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Bevor neue Bonussysteme eingeführt werden, sollte analysiert werden, welche Bedürfnisse und Bedenken die Mitarbeiter in Hinblick auf das Unternehmen und das Bonussystem haben. Hilfreich ist hier ein Fragebogen, der anonym auszufüllen ist.

In einem nächsten Schritt geht es nun an die Auswahl der Prämien und Boni für das Bonussystem, die stets im Einklang mit dem Budget sein sollten. Hierbei ist es wichtig, zu klären, ob die Prämien monetär oder nicht-monetär sein sollen.

Auf Grundlage der vorangegangenen Schritte kann nun das eigentliche Bonussystem erstellt werden. Es sollte unbedingt schriftlich fixiert werden, da dies die interne Unternehmenskommunikation entscheidend vereinfacht. Ziele und der potenzielle Nutzen des Bonussystems finden hier ebenso Platz wie die Analyse der Anreizstrukturen und die Evaluierungsmethode.

Abschließend ist es wichtig, klar zu kommunizieren, dass demnächst ein Bonussystem eingeführt wird. Hierfür bieten sich anschauliche Kommunikationsmittel wie E-Mails, Erklärvideos und Arbeitsgruppen an, bei denen Mitarbeiter aktiv Fragen stellen können. Das sorgt für Klarheit, sodass sich die Mitarbeiter bereits im Vorfeld gut informiert fühlen.

Beispiele für Prämiensysteme

Bonussysteme sind gängige Praxis, weshalb es zahlreiche Belege dafür gibt, welche Boni am Beliebtesten sind. Generell sind das vor allem solche, die zum Komfort am Arbeitsplatz beitragen. Essensgutscheine sind deshalb in Umfragen immer ganz vorne mit dabei, die man in der Kantine oder außerhalb des Unternehmens nutzen kann. Private Krankenversicherungen bzw. Rabatte für bestimmte Versicherer sind ebenfalls gefragte Boni, die bei Mitarbeiterbefragungen häufig Nennung finden. Nicht minder beliebt sind Kinderbetreuungsgutscheine, denn hier zeigt das Unternehmen, dass es die Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit unterstützt. Mitgliedschaften im Fitnessstudio, subventionierte öffentliche Verkehrsmittel und Aufstockungen bei der Altersvorsorge gehören ebenfalls zu den Top-Boni.

Wichtig bei der Gestaltung der Boni ist es, darauf zu achten, welche Bedürfnisse die Arbeitnehmer tatsächlich haben; und diejenigen zu wählen, die optimal dazu passen.

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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