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LivEye GmbH: Digitale Baustellenüberwachung mit KI – Nutzen, Grenzen und Praxis
Baustellen werden komplexer, Risiken vielfältiger und Sicherheitsanforderungen anspruchsvoller. Wie digitale Baustellenüberwachung mit KI in der Praxis funktioniert und welche Rolle dabei menschliche Entscheidungskompetenz spielt, erklärt Carsten Simons, Geschäftsführer der LivEye GmbH.
Offene Strukturen, wechselnde Bauphasen und hochwertige Maschinen machen Baustellen besonders außerhalb der Arbeitszeiten anfällig für Diebstahl und Vandalismus. Klassische Videoüberwachung und manuelle Kontrollen stoßen dabei zunehmend an Grenzen: Fehlalarme binden Ressourcen, Fachkräftemangel erschwert die permanente Überwachung und steigende Anforderungen an Datenschutz und Dokumentation erhöhen den Druck auf Projektleiter und Bauunternehmen. Bleiben Sicherheitslücken bestehen, drohen wirtschaftliche Schäden, Bauverzögerungen und haftungsrelevante Folgen. „Unternehmen stehen heute vor immer komplexeren Risikozonen und gleichzeitig vor einem wachsenden Fachkräftemangel. Ohne intelligente Unterstützung wird es zunehmend schwieriger, eine dauerhaft hohe Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Carsten Simons, Geschäftsführer der LivEye GmbH. Vor diesem Hintergrund setzt die LivEye GmbH auf die Verbindung aus moderner Kameratechnik, KI-gestützter Analyse und einer rund um die Uhr besetzten Leitstelle.
„Unsere Systeme filtern irrelevante Informationen heraus und weisen auf echte Bedrohungen hin – die finale Bewertung übernimmt jedoch immer ein geschulter Sicherheitsexperte“, führt Simons aus.
Seit 2018 entwickelt und betreibt LivEye europaweit Videoüberwachungssysteme für temporäre Risikozonen. Mit mehr als 2.000 installierten Systemen und eigener Leitstelle verfügt das Unternehmen über umfassende Erfahrung in der Absicherung komplexer Baustellen. Welche Chancen KI-gestützte Baustellenüberwachung bietet und wo ihre realistischen Grenzen liegen, zeigt der folgende Überblick.
Carsten Simons von der LivEye GmbH: Wie KI Baustellenüberwachung konkret verbessert
Im Zentrum moderner Baustellenüberwachung steht heute nicht mehr die reine Aufzeichnung, sondern die intelligente Analyse von Bilddaten in Echtzeit. Die Systeme der LivEye GmbH werten kontinuierlich große Datenmengen aus und unterscheiden anhand von Größe, Geschwindigkeit, Konturen und Bewegungsmustern, ob es sich um Personen, Fahrzeuge oder natürliche Einflüsse wie Tiere oder Wind handelt. Jedes erfasste Ereignis wird mit projektspezifisch definierten Parametern abgeglichen, etwa festgelegten Risikozonen, Bewegungsrichtungen, Objektgrößen oder Aufenthaltsdauern in sensiblen Bereichen. Erst wenn ein zuvor definierter Wahrscheinlichkeits- oder Schwellenwert überschritten wird, wird eine Meldung an die interne Leitstelle übermittelt.

Die LivEye GmbH setzt auf die Verbindung aus moderner Kameratechnik, KI-gestützter Analyse und einer rund um die Uhr besetzten Leitstelle.
Dieses mehrstufige Prüfverfahren reduziert Fehlalarme deutlich. Bewegungen durch Wetter, Lichtveränderungen oder Wildtiere führen nicht mehr automatisch zu einer Alarmierung. „Unsere KI filtert jede Nacht eine Vielzahl irrelevanter Meldungen heraus und weist nur auf tatsächliche Bedrohungen hin. So können sich unsere Mitarbeiter in der Leitstelle auf die wirklich entscheidenden Situationen konzentrieren“, erklärt Carsten Simons. Die Leitstelle wird dadurch spürbar entlastet, während sich die Sicherheitsexperten gezielt auf relevante Situationen konzentrieren können. Gerade auf großflächigen oder sich täglich verändernden Baustellen entsteht so eine höhere Übersichtlichkeit und eine verbesserte Reaktionsfähigkeit, ohne dass zusätzliche personelle Ressourcen aufgebaut werden müssen.
Entscheidung bleibt menschlich: Reaktion und Verantwortung
Geht in der Leitstelle eine Meldung ein, beginnt kein automatisierter Prozess, sondern eine bewusste Bewertung durch geschulte Sicherheitsexperten. Die LivEye GmbH betreibt eine rund um die Uhr besetzte interne Leitstelle, in der jedes sicherheitsrelevante Ereignis geprüft und situativ eingeordnet wird. Die KI filtert und priorisiert eingehende Meldungen, doch die finale Beurteilung sowie die Auswahl der Maßnahmen liegen ausschließlich beim Menschen. „Gerade in komplexen Situationen braucht es Erfahrung und situatives Verständnis. Technik kann Hinweise liefern, aber Verantwortung lässt sich nicht automatisieren“, betont der LivEye-Geschäftsführer. Dieses Prinzip stellt sicher, dass auch uneindeutige oder dynamische Lagen mit Augenmaß bewertet werden.
Je nach Lage stehen unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen die Aktivierung von Beleuchtung, die direkte Lautsprecheransprache von Personen auf dem Gelände, bei Bedarf auch in deren Landessprache, sowie die Alarmierung externer Sicherheitsdienste oder der Polizei. Sämtliche Schritte werden dokumentiert und nachvollziehbar protokolliert. Diese strukturierte Vorgehensweise schafft Transparenz gegenüber Bauherren, Auftraggebern und Versicherern und bildet die Grundlage für eine rechtssichere Nachweisführung. Aspekte des Datenschutzes spielen dabei eine zentrale Rolle und sind integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts.
Flexibel, autark, praxisnah: Systeme für dynamische Baustellen
Baustellen sind keine statischen Umgebungen. Zufahrten verändern sich, Risikozonen verlagern sich mit dem Baufortschritt und nicht jeder Bereich verfügt über eine feste Stromversorgung. Entsprechend flexibel ist die technische Infrastruktur ausgelegt. Die Systeme der LivEye GmbH lassen sich kurzfristig versetzen, autark betreiben und an wechselnde Gegebenheiten anpassen. Mit Detektionsreichweiten von bis zu 400 Metern können auch großflächige Areale mit vergleichsweise geringem Hardwareeinsatz abgesichert werden. „Eine Baustelle entwickelt sich täglich weiter. Sicherheitslösungen müssen diese Dynamik mitgehen können und dürfen nicht zum starren System werden“, sagt Carsten Simons. Das reduziert Installationsaufwand und ermöglicht den Einsatz selbst in entlegenen oder infrastrukturell noch unerschlossenen Bereichen.

Seit 2018 entwickelt und betreibt LivEye europaweit Videoüberwachungssysteme für temporäre Risikozonen.
Gleichzeitig beschränkt sich der Nutzen nicht auf die Überwachung außerhalb der Arbeitszeiten. Die eingesetzte Technik unterstützt tagsüber die operative Baustellensteuerung. Ein- und Ausfahrten werden erfasst, Lkw-Ladungen dokumentiert und der Baufortschritt regelmäßig festgehalten. 360°-Aufnahmen sowie Zeitraffersequenzen schaffen Transparenz für Bauleitung und Projektverantwortliche. „Wir verbinden Sicherheit mit zusätzlicher Transparenz für die Projektsteuerung. So entsteht ein Mehrwert, der über die reine Gefahrenabwehr hinausgeht“, ergänzt Carsten Simons. Auf diese Weise entsteht ein integriertes Sicherheits- und Dokumentationskonzept, das Schutz und Projektkontrolle miteinander verbindet, ohne zusätzliche Systeme parallel betreiben zu müssen.
Carsten Simons von der LivEye GmbH: Chancen und Grenzen von KI – und warum Kontrolle entscheidend bleibt
So leistungsfähig KI-gestützte Systeme heute sind, sie operieren nicht im rechtsfreien Raum. Die Überwachung beschränkt sich ausschließlich auf zuvor definierte Risikozonen. Öffentliche Bereiche sowie personenbezogene Merkmale werden dynamisch verpixelt, um den Anforderungen der DSGVO gerecht zu werden. Die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben ist dabei kein Zusatzmodul, sondern integraler Bestandteil der Systemarchitektur. Für Bauunternehmen und Auftraggeber entsteht dadurch die notwendige Rechtssicherheit, ohne auf eine effektive Überwachung verzichten zu müssen.
Gleichzeitig ersetzt auch die fortschrittlichste KI keine fachliche Einschätzung. In neuartigen oder nicht trainierten Szenarien können selbstlernende Systeme an Grenzen stoßen. „Künstliche Intelligenz ist für uns ein leistungsstarkes Analysewerkzeug, aber sie ersetzt weder Erfahrung noch Verantwortung. Sicherheit entsteht erst durch die kontrollierte Zusammenarbeit von Technologie und Mensch“, erläutert Carsten Simons. Deshalb erfordert ihr Einsatz eine kontinuierliche Parametrisierung, regelmäßige Überprüfung und die enge Abstimmung zwischen Technik, Leitstelle und Sicherheitsverantwortlichen. KI bleibt ein Werkzeug zur Analyse und Priorisierung – die Verantwortung für Bewertung und Maßnahmen liegt beim Menschen.
Hier geht es zur Website von der LivEye GmbH
Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.














