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Ratgeber

Immer beliebter: Die Cartier Santos mit industriellem Look im Test

In diesem Teil unserer Ratgeberreihe zum Thema Uhren widmen wir uns der Cartier Santos. Sie gehört zu den Uhren, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen – zu Recht? Wir nehmen sie für euch auf den Prüfstand.

Im Folgenden werden einige der häufigsten Fragen beantwortet, die rundum die Uhr Cartier Santos des traditionsreichen Herstellers immer wieder gestellt werden.

Cartier Santos: Welche Größe ist die richtige?

Die Large-Version samt Tagesdatum der Cartier Santos verfügt über ein 39,5 Millimeter breites und 47,5 Millimeter langes Gehäuse. Damit ist sie in jedem Fall eine große Uhr, die sich beispielsweise mit der Submariner von Rolex vergleichen lässt. Wer bei Uhren eher zu kleineren Größen tendiert, sollte sich eher für die Medium-Variante entscheiden. Die Large-Variante dürfte jedoch ebenfalls passen. Die Cartier Santos ist mit ihrer Dicke von lediglich 9 Millimetern sehr flach, was ihr eine elegante Wirkung verleiht.

Was lässt sich über das Armband sagen?

Mit dem Armband setzt die Cartier-Uhr ein klares Ausrufezeichen. Bei vielen Uhren mit Stahlbändern tauchen zwei Probleme auf, welche die Santos auf großartige Weise löst. Das erste Problem ist der Wechsel des Armbands, bei dem üblicherweise zu Werkzeug gegriffen werden muss. Dieses Procedere ist nicht nur unglaublich lästig, sondern verursacht darüber hinaus auch fast immer Kratzer am Armband.

Das smarte Schnellwechselsystem der Cartier Santos erspart einem diesen Stress. Das Reindrücken des Fingernagels genügt bereits, um das Gehäuse vom Armband zu trennen. Als Alternative liegt der Cartier übrigens ein Lederarmband bei. Das zweite Problem der meisten Uhren mit Stahlbändern ist das Kürzen. Dazu braucht man im Falle der Cartier weder Geduld noch Werkzeug. Das liegt am sogenannten Smartlink-System. Man muss lediglich mit einem spitzen Gegenstand, beispielsweise mit einem Zahnstocher, in das Band drücken, sodass der Stift herausspringt. Dieser ist so gesichert, dass er nicht verlorengehen kann. Nun lassen sich die gewünschten Bandelemente ganz simpel hinzufügen oder entfernen.

Cartier Santos

Ob Büro oder Freizeit, die Cartier Santos lässt sich überall bequem tragen.

Wie gut ist die Verarbeitung der Cartier Santos?

Kann die Cartier Santos in Sachen Verarbeitung vielleicht sogar an das Niveau von Rolex- oder Omega-Uhren heranreichen? Die Antwort lautet: Ja und nein. Für sich genommen ist die Uhr erstklassig verarbeitet. Sowohl das Gehäuse als auch das Armband sind gebürstet, was der Uhr einen schönen und zugleich industriellen Look verleiht. Zudem sorgt die polierte Oberfläche für den charakteristischen Glanz. Ob die Stellen satiniert oder poliert sind: Grundsätzlich punktet die Cartier Santos mit einer erstklassigen Verarbeitung.

Kritikpunkte lassen sich bei einigen Details anbringen, deren Beurteilung jedoch sehr vom eigenen Geschmack abhängt. Manche bemängeln, dass die Schrauben auf der Lünette und auf dem Armband nicht ausgerichtet seien. Ob das ein Minuspunkt ist oder eher den industriellen Stil noch zusätzlich unterstreicht, muss jeder selbst entscheiden. Das Zifferblatt ist in typischem Weiß gehalten, hat römische Zahlen und gebläute Zeiger. Für manchen Geschmack ist das Zifferblatt möglicherweise etwas zu einfach gehalten. Da es bedruckt ist, verfügt es – im Gegensatz etwa zu Modellen von Rolex und Omega – über keinerlei Erhebungen oder aufgebrachte Elemente. Was einigen ebenfalls unangenehm aufstoßen könnte, ist das Spiel in den Spaltmaßen der Schließe – dieses Detail springt beim Tragen recht schnell ins Auge.

Was lässt sich über das Uhrwerk sagen? Nicht allzu viel. Als Uhrwerk verwendet Cartier das eigene Manufakturwerk mit dem Namen 1847C. Dass Cartier sich nicht mehr auf die günstigen Uhrwerke anderer Hersteller verlässt, ist ein Pluspunkt. Kritisch sehen lässt sich jedoch, dass praktisch alle Uhrwerke anderer Marken der gleichen Preisklasse besser und fortschrittlicher sind. So hat die Cartier Santos lediglich 42 Stunden Gangreserve, während so gut wie alle Uhren anderer Marken auf diesem Preislevel mindestens 60, teilweise sogar bis zu 80 Stunden am Stück laufen. Die Ganggenauigkeit ist mit rund 10 Sekunden pro Tag völlig in Ordnung.

Die Mehrzahl der Rolex- und Omega-Uhren bringen es jedoch auf 2 bis 4 Sekunden pro Tag. Über das Thema Magnetfeldresistenz hat man sich bei Cartier keine allzu großen Gedanken gemacht. Im Gegensatz dazu verfügt die aktuelle Omega über ein fast vollständig antimagnetisches Werk. All das ist völlig okay, jedoch weit davon entfernt, herausragend zu sein.

Wir klären, ob sich die Cartier Santos als Wertanlage lohnt.

Wie alltagstauglich ist die Uhr?

Um zu beurteilen, wie sich die Cartier Santos im Alltag schlägt, ist der Tragekomfort ein zentraler Punkt. Grundsätzlich trägt sich die Uhr sehr bequem. Das erklärt sich durch das leicht gewölbte Gehäuse, das gut auf dem Handgelenk aufliegt. Aber auch das Armband mit seinen kleinen Elementen fühlt sich angenehm an. Was vielen ebenfalls wichtig ist: Wird die Cartier Santos von Menschen erkannt, die sich nicht besonders mit Uhren auskennen? Generell ist die Marke sehr bekannt und beliebt, was jedoch nicht heißt, dass die Uhr unweigerlich viele staunende Blicke erzeugen wird. Die Cartier Santos lässt sich überall tragen, sei es im Büro, unterwegs oder dank ihrer Wasserfestigkeit auch im kühlen Nass. Ein Manko hat die Uhr jedoch: Sie zerkratzt äußerst leicht. Insbesondere die blankpolierte Lünette fängt sich unglaublich schnell Kratzer. Wer eine Uhr sucht, welche die Frische des ersten Tages lange bewahrt, sollte sich definitiv für ein anderes Modell entscheiden.

Ist die Cartier Santos eine gute Investition?

Wer sein Geld in Luxusuhren investieren möchte, fragt sich vielleicht, ob die Cartier Santos auch als Wertanlage taugt. Ein Aspekt dieser Frage ist die Verfügbarkeit: Ist es möglich, ohne größere Probleme an die Uhr zu gelangen? Die klare Antwort: Ja. Die Cartier Santos ist zum Listenpreis oder sogar noch darunter zu bekommen. Grundsätzlich ist eine neue Uhr rund 600 Euro teurer als eine gebrauchte. Ein ähnlicher Abschlag ist jedoch auch bei vielen anderen Modellen zu beobachten. Zwar hat die Cartier in den letzten Jahren deutlich an Wert gewonnen, doch ob sich diese Entwicklung fortsetzen wird, kann niemand mit Sicherheit sagen.

Ist die Uhr ein Kauf?

Für wen die Cartier Santos definitiv kein Kauf ist, lässt sich ohne große Schwierigkeiten sagen. Wem es in erster Linie auf den Werterhalt der Uhr ankommt, sollte sich besser nach anderen Modellen umsehen. Rolex-Uhren eignen sich für diesen Zweck weitaus besser, genauso wie Immobilien oder Aktien. Uhrenfreunde, für die Kratzer ein No-Go sind, sollten um die Cartier Santos lieber einen großen Bogen machen. Als hochpreisige Ersatzlösung für eine nicht mehr verfügbare Rolex ist die Uhr nur sehr bedingt geeignet. Für wen lohnt sich der Kauf der Cartier also am meisten? Ganz einfach: für Menschen, denen die Uhr gefällt. Aber auch jene kommen mit ihr auf ihre Kosten, die Lust auf die Uhr einer traditionsreichen Marke mit klangvollem Namen haben. Wer mit dem Gedanken spielt, sich erstmals eine teure Uhr zu gönnen, könnte mit der Cartier Santos alles richtig machen.

Du möchtest mehr über Uhren der Marke Rolex erfahren? Dann lies dir die passenden Testberichte von uns im GEWINNERmagazin durch, zum Beispiel über die Rolex Milgauss oder die Rolex Datejust.

Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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