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Cashflow Conference abgesagt
DIe Sonne geht unter: Die Cashflow Conference ist abgesagt / Screenshot von https://cashflow-conference.de/

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Cashflow Conference 2026 abgesagt – das sind die Gründe

Sie sollte Deutschlands größtes Finanz-Event werden – jetzt fällt die Cashflow Conference 2026 aus. Über 8.000 Teilnehmer waren angekündigt, mehr als 120 Speaker gebucht. Knapp vier Wochen vor dem geplanten Termin steht fest: Die Veranstaltung findet nicht statt. Was ist passiert?

Die Cashflow Conference 2026 war für den 3. und 4. Juli im Congress Center der Messe Frankfurt geplant. Zwei Tage lang sollten sich Anleger, Investoren und Unternehmer auf vier Bühnen über Themen wie Immobilien, Kapitalmarkt, Krypto und Unternehmensaufbau austauschen. Mehr als 120 Speaker waren angekündigt, darunter prominente Namen wie Florian Homm, Gerald Hörhan, Andreas und Markus Baulig, Ulrich Müller und Anja Blodow. Über 90 Deep-Dive-Workshops, 120 Aussteller und eine Aftershow-Party am Freitagabend sollten das Programm abrunden.

Doch daraus wird nichts. Dem Vernehmen nach wurde die Cashflow Conference abgesagt, weil der Ticketverkauf deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Eine offizielle Stellungnahme der Veranstalter liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nicht vor. Auf der Webseite cashflow-conference.de sind die Ticketverkaufsseiten bereits nicht mehr funktional; einzelne Partnerseiten zeigen den Hinweis, dass Tickets nicht mehr zum Verkauf stehen.

Was ist die Cashflow Conference?

Die Cashflow Conference versteht sich als Deutschlands führende Finanz-Konferenz. Gegründet wurde sie von Fabian Rieker und Tobias Claessens. Rieker ist Geschäftsführer der Cashflow Conference GmbH mit Sitz in Stuttgart, Claessens leitet als CEO die currily AG, ein Immobilienunternehmen, und ist unter dem Namen „Immogame“ als Content Creator mit über 150.000 Followern in den sozialen Medien aktiv.

Die Premiere fand 2024 statt und zog nach Angaben der Veranstalter rund 3.000 Teilnehmer an. Für die zweite Ausgabe im Juli 2025 – ebenfalls in der Messe Frankfurt – wurden bereits 7.500 Besucher kommuniziert. 2026 sollte mit über 8.000 angekündigten Teilnehmern die bislang größte Ausgabe werden.

Vorgeschichte: Die kontroverse CFC 2025

Die Absage der 2026er-Ausgabe steht nicht isoliert da. Bereits die Cashflow Conference 2025 hatte für erhebliche Diskussionen in der Branche gesorgt. In einem Bericht von InvestmentWeek war von einer deutlichen Diskrepanz zwischen Ankündigungen und Realität die Rede: Während 8.000 Gäste angekündigt gewesen seien, hätten nur deutlich weniger den Weg in die Halle gefunden. Mehrere bekannte Speaker hätten im Vorfeld oder kurzfristig abgesagt. Business Insider berichtete über organisatorische Probleme hinter den Kulissen und fehlende Transparenz gegenüber Rednern und Teilnehmern.

Dem gegenüber standen auch positive Stimmen: BTC-Echo etwa sprach nach der CFC 2025 von einem gelungenen Finanzfestival mit über 7.000 Teilnehmern und wertvollem Praxisbezug. Einzelne Aussteller und Teilnehmer lobten die Networking-Möglichkeiten und die inhaltliche Bandbreite.

Die Ticketstruktur 2026

Für die 2026er-Ausgabe waren drei Ticketkategorien vorgesehen: Das Learner Ticket zum LateBird-Preis von 249 Euro, das Executer Ticket für 349 Euro mit Zugang zu Deep-Dive-Workshops und Event-Aufzeichnungen sowie das VIP Ticket für 1.199 Euro, das unter anderem eine VIP-Lounge mit Speaker-Zugang und bevorzugte Platzierung enthielt. Zusätzlich gab es Gruppen- und Bildungsrabatte.

Was passiert mit bereits gekauften Tickets?

Unklar ist derzeit, wie die Veranstalter mit bereits verkauften Tickets umgehen. Laut den AGB der Cashflow Conference GmbH sind Ticketstornierungen grundsätzlich nicht möglich; stattdessen wurde auf Übertragbarkeit und die optionale ERGO-Ticketversicherung verwiesen. Ob und in welcher Form eine Rückerstattung erfolgt, war zum Redaktionsschluss nicht bekannt. Betroffene Ticketkäufer können sich unter ticket@cashflow-conference.de an den Veranstalter wenden.

Einordnung

Die Absage wirft Fragen auf, die über das einzelne Event hinausgehen. Die Cashflow Conference hatte sich in kurzer Zeit als eines der größten Formate im Bereich Finanzbildung im deutschsprachigen Raum positioniert. Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung offenbar an unzureichendem Ticketverkauf scheitert, könnte auf eine zunehmende Marktsättigung im Segment der Finanz- und Investment-Events hindeuten – oder auf ein Vertrauensproblem, das nach den Kontroversen rund um die 2025er-Ausgabe nicht ausgeräumt werden konnte.

Ob es eine Cashflow Conference 2027 geben wird, ist offen.

Eine Presseanfrage an die Cashflow Conference GmbH wurde gestellt. Dieser Artikel wird bei Eingang einer Stellungnahme aktualisiert.

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Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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