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Das bringt die Mehrwertsteuersenkung dem Onlinehandel

Als Maßnahme des Konjunkturpakets gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie soll die Mehrwertsteuersenkung auf 16 beziehungsweise fünf Prozent die Konsumlaune der Deutschen beflügeln. Doch kommen niedrigere Preise überhaupt bei den Konsumenten an?

Während Preise im stationären Handel eine gewisse Stabilität haben, ist die Preisgestaltung im Onlinehandel vergleichsweise dynamisch. Ein eindeutiger Effekt durch eine geringe Mehrwertsteuersenkung lässt sich daher nicht genau feststellen. Die Shopping- und Vergleichsplattform idealo hat deshalb über 2,5 Millionen Produkte analysiert und stellt fest: Ja, die Preise im Onlinehandel sind Anfang Juli gesunken. Vieles spricht für einen Effekt durch die Mehrwertsteuersenkung.

Preise fallen durchschnittlich um 1,9 Prozent

Die Plattform idealo hat vom 1. Juni 2020 bis zum 8. Juli 2020 die Preise für über 2,5 Millionen Produkte aus 1.749 Produktkategorien analysiert. Das Ergebnis: Durchschnittlich fielen die Preise um 1,9 Prozent. Der Fokus lag bei der Analyse auf den jeweils günstigsten Angeboten der Produkte.

„Wenn die ohnehin schon günstigsten Preise Anfang Juli im Vergleich zum Vormonat kurzfristig fallen, ist dies in diesem speziellen Fall ein Indiz für die Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung“, sagt Michael Stempin, Preisexperte bei idealo. Über alle Hauptkategorien auf idealo.de hinweg konnten ausschließlich sinkende Preise festgestellt werden.

Die Auswirkungen für die unterschiedlichen Branchen

Der Durchschnitt über alle untersuchten Kategorien beträgt -1,89 Prozent. In den einzelnen Bereichen fällt die Senkung wie folgt aus: Auto und Motorrad -1,96 Prozent, Baby und Kind -3,02 Prozent, Drogerie und Gesundheit -1,78 Prozent, Elektroartikel -2,23 Prozent, Essen und Trinken -1,74 Prozent, Gaming und Spielen -0,68 Prozent, Haus und Garten -1,77 Prozent, Mode und Accessoires -1,38 Prozent, Sport und Outdoor -2,53 Prozent, Tierbedarf -0,31 Prozent.

Viele Onlineshops passen ihre Preise nach unten an

Schaut man sich die Preisentwicklung der 100 umsatzstärksten Onlineshops Deutschlands von Juni gegenüber Juli an, fällt die durchschnittliche Preissenkung zunächst geringer aus. 78 der 100 untersuchten Shops verzeichnen ein niedrigeres Preisniveau – im Schnitt sind die Preise bei diesen Händlern um 0,77 Prozent gefallen. Bei fünf Händlern sanken die Preise um 2,52 Prozent oder mehr.

„Bei der Betrachtungsweise einzelner Onlineshops muss unbedingt berücksichtigt werden, dass sich viele weitere Faktoren wie Nachfrage, Verfügbarkeit, Einkaufspreis oder auch Betriebskosten auf die Preisgestaltung auswirken“, macht Michael Stempin deutlich. „Das sinkende Preisniveau bei über drei Viertel der 100 Onlineshops sowie die fallenden Preise in allen Kategorien sind aus unserer Sicht Indizien dafür, dass ein Großteil der Händler Rabatte an ihre Kunden durchreichen.“

Die Ergebnisse der Analysen lassen im Großen und Ganzen darauf schließen, dass die Preise im Onlinehandel im Zuge der Mehrwertsteuersenkung nach unten angepasst wurden. Eine Senkung von 2,52 Prozent ist vor allem bei höherpreisigen Produkten spürbar. Betrachtet man die Senkung aber auf den gesamten Zeitraum von sechs Monaten, so haben Verbraucher je nach Konsumlaune am Ende mehr im Portemonnaie.

*Quelle: https://www.presseportal.de/pm/22312/4651660

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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