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Das Ende von Online-Werbung? Google Chrome verbietet bald Third-Party-Cookies

Safari und Mozilla Firefox sperren Tracking-Pixel schon per Grundeinstellung. Google geht noch einen Schritt weiter: In spätestens zwei Jahren sollen die kleinen Dateien komplett abgestellt werden. Wir zeigen, was das für Online-Marketer bedeutet

Es ist ein Komfort, an den sich jeder, der Online-Marketing betreibt, längst gewöhnt hat: Facebook und co erfassen die Bewegungen des Nutzers auf der Seite präzise, so lassen sich Retargeting-Kampagnen aufsetzen. Vor allem aber können aus diesen Daten weitere Audiences gewonnen werden. So werden Anzeigen viel effizienter.

„Das Performance-Marketing der 2000er und 2010er Jahre ist tot“

Andererseits zeichnen Facebook und co dafür die Bewegungen des Nutzers genau und erstellen so präzise Nutzerprofile. Die EU bemühte sich mit DSGVO und Cookie-Richtlinie um Besserung, in der Praxis bringt das aber kaum was: „90 Prozent der Nutzer klicken einfach auf Ja, vollkommen egal, für was genau sie da gerade zustimmen“, erklärt Internet-Rechtsanwalt Christian Solmecke. „Man kann in den Cookie-Hinweis die wildesten Sachen reinschreiben – es interessiert schlicht keinen.“

Google will nun offenbar selbst Abhilfe schaffen – und vielleicht auch der Konkurrenz von Facebook eins auswischen: Rund 70 Prozent aller Nutzer surfen mit Chrome, und eben dieser Browser akzeptiert bald gar keine drittanbieter-Cookies mehr. Bis 2022 will Google endgültig Schluss machen.

Marketing-Experte Raoul Plickat: Das sind die Folgen

„Mit der Umsetzung dieser Richtlinie werden Cookies eigentlich unbenutzbar“, führt Facebook-Marketing und Branding-Experte Raoul Plickat aus. Google sperre übrigens auch gleich die Fingerprinting-Technologie mit, es gäbe also keinen geheimen Umweg, um weiter den Nutzer zu tracken. „Das bedeutet, das Performance-Marketing der 2000er und 2010er Jahre ist tot – keine View-Through-Attribution, keine Dritthersteller-Daten, keine Multitouch-Attribution mehr.“

Die Lösungsansätze sind noch nicht richtig deutlich, auch wenn Google selbst schon durchblicken lässt, an einem neuen System zu arbeiten. Google will Browsern, Publishern, Entwicklern und Werbetreibenden die Möglichkeit zu bieten, weiter zusammenzuarbeiten. Präziser wird es nicht, auch der Marketing-Experte hüllt sich noch in Schweigen. Nur so viel: „Wir kochen gerade an etwas Neuem für Marketer“, lässt Plickat durchblicken.

Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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