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Der europäische Wohnimmobilienmarkt in Bewegung: Wo lohnt sich der Kauf von Immobilien?

In seinem Property Index untersucht Deloitte regelmäßig, wie sich der europäische Wohnimmobilienmarkt entwickelt. Wo aber lohnt sich das Immobilieninvestment noch, besonders zu Zeiten der Corona-Krise?

Zum ersten Mal stützte sich der neunte Property Index 2020 auf die Daten von 23 Ländern und 67 Städten. Das ist ein neuer Teilnehmerhöchststand. Neu eingestiegen ist im Jahr 2020 das Land Luxemburg. Auf städtischer Ebene bleibt Paris der Spitzenreiter (12.863 Euro/qm), gefolgt von Tel Aviv (9.769 Euro/qm) und Luxemburg-Stadt (9.565 Euro/qm). Dabei wirkt sich der Einstieg Luxemburgs auch auf das Ranking der Länder aus. Während bisher Frankreich mit durchschnittlichen 4.423 Euro je Quadratmeter vorne lag, nimmt Luxemburg (Land) den ersten Platz mit 7.145 Euro pro Quadratmeter ein. 

Der deutsche Wohnungsmarkt 

Der deutsche Wohnmarkt ist schon seit längerer Zeit angespannt. Das liegt an steigenden Mieten, Wohnungsnot und einem großen Mangel an Sozialwohnungen. Darüber hinaus stockt oft der Bau: In den sieben größten deutschen Städten wurden zwischen 2016 und 2018 weniger als drei Viertel der benötigten Wohnungen fertiggestellt.

Da der Wunsch, in Großstädten zu wohnen, immer noch boomt, werden die Preise auch zukünftig weitersteigen. Zwischen 2015 und der ersten Hälfte von 2020 sind die Häuserpreise in Deutschland um ganze 36 Prozent gestiegen. Das hat zur Konsequenz, dass die Häuserpreise in Deutschland 17 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegen.

Wohnen in Europa – uneinheitliche Entwicklungen

In jedem Land entwickeln sich die Wohnungsmärkte sehr unterschiedlich. So zeigen vier von 23 Ländern einen Preisrückgang. In den restlichen 19 Ländern steigen die Immobilienpreise von Neubauten jedoch kontinuierlich. Luxemburg schafft es hierbei an die Spitze der teuersten Länder: Ein Quadratmeter in einer neuen Wohnung kostete 2019 durchschnittlich 7.145 Euro, das sind 2.500 Euro mehr als beim bisherigen Spitzenreiter Frankreich (4.523 Euro/qm). In Österreich und Norwegen liegen die Durchschnittspreise bei über 4.000 Euro, wobei die Daten für Norwegen nur für Einfamilienhäuser verfügbar waren. Dahinter folgen Israel, Großbritannien und Deutschland mit einem Preisspektrum zwischen 3.700 und 3.900 Euro pro Quadratmeter. 

Erschwinglich ist das Wohnen besonders in zwei Ländern, die zuvor noch nicht im Property Index gelistet waren. Es handelt sich um Bulgarien und Bosnien-Herzegowina, wo ein Quadratmeter weit unter 1.000 Euro je Quadratmeter kostet. Zwischen den Spitzenreitern und den günstigsten Ländern liegen unter anderem die Slowakei, Irland, Kroatien, Lettland, Polen, Ungarn, Serbien und Portugal (von 1.000 Euro/qm bis 2.000 Euro/qm). Luxemburg, Frankreich, Spanien, Ungarn und die Slowakei verzeichnen dabei Preiszuwächse von über zehn Prozent. 

Der Kauf im Ausland

Auch in anderen Ländern könnte sich der Kauf einer Immobilie lohnen, so beispielsweise in Italien. Hier sind die ersten Auswirkungen der Corona-Krise schon spürbar und drücken die Preise. Ein freistehendes Haus mit 184 Quadratmetern Wohn- und 500 Quadratmetern Grundstücksfläche am Gardasee sei für 375.000 Euro zu kaufen, so Business Insider basierend auf den Listenpreisen von Immowelt.

Wer über den Kauf einer Immobilie im Ausland nachdenkt, sollte sich vorab jedoch ausreichend über die Bedingungen informieren. Eines scheint aber klar: In Deutschland wird es immer teurer, eine Immobilie zu kaufen. Deshalb lohnt es sich, auch die Entwicklungen im Ausland im Blick zu behalten.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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