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Der StepStone Gehalts- und Kostencheck: In diesen Regionen Deutschlands lässt es sich finanziell am besten leben

Was du am Ende des Monats nicht ausgegeben hast, hängt nicht nur von deinem Gehalt ab. Viel wichtiger ist dein Wohnort. Das zeigt eine Analyse von StepStone, für die Gehälter und Lebenshaltungskosten verglichen wurden.

Die Onlinejobplattform StepStone hat sich 128.000 Gehälter im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten in 395 Stadt- und Landkreisen angeschaut. Dabei berücksichtigten sie die Mietkosten (40 Prozent) und andere Lebenshaltungskosten für Transport (fünf Prozent), Nahrungsmittel (15 Prozent) oder Freizeitaktivitäten (zehn Prozent). Anhand der Analysen wird deutlich: Je nachdem, wo man wohnt, gibt es gravierende Unterschiede.

Lebenshaltungskosten und Gehalt

Die Lebenshaltungskosten sind je nach individuellem Gehalt und Wohnort sehr unterschiedlich. Um sie vergleichen zu können, hat StepStone daher das Bruttodurchschnittsgehalt berechnet und so auch die Lebenshaltungskosten. Das Bruttodurchschnittsgehalt einer Fach- oder Führungskraft beträgt 2020 58.785 Euro brutto und 35.271 Euro netto.

Davon gehen 40 Prozent für die Miete ab (14.108 Euro), 15 Prozent für Nahrung (5.291 Euro), zehn Prozent für Freizeitaktivitäten (3.527 Euro) und fünf Prozent für Mobilität (1.764 Euro). Das ergibt Lebenshaltungskosten von insgesamt 24.690 Euro.

Im Geldbeutel bleiben somit am Ende 10.581 Euro pro Jahr und damit knapp 881 Euro monatlich. Welche deutschen Städte liegen nun darüber und welche darunter?

Nordrhein-Westfalen als attraktives Bundesland 

Finanzielle Vorteile haben besonders Menschen im Ruhrgebiet. Essen, Duisburg und Dortmund befinden sich unter den Top 5 der deutschen Städte, in denen das Verhältnis zwischen Gehalt und Lebenshaltungskosten attraktiv ist. Für Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone, liegt der Grund dafür in der starken Wirtschaft des Ruhrgebiets. „Das gesamte Ruhrgebiet gilt als starke Wirtschaftsregion, in der Big Player wie RWE, E.ON, Evonik oder Aldi angesiedelt sind und für ein relativ hohes Gehaltsniveau der Arbeitnehmer sorgen, mit denen die Lebenshaltungskosten gut bestritten werden können“. 

Auf dem ersten Platz der 30 größten Städte liegt hierbei Essen. Dort haben Menschen am Ende des Monats am meisten Geld übrig. Im Jahresdurchschnitt bleiben ihnen 15.351 Euro, was monatlich rund 1.280 Euro ergibt. Das sind 41 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettogehalts. Die Gründe sind einerseits die verhältnismäßig niedrigen Mieten. Darüber hinaus zahlen die Essener für Verpflegung weniger als andere Städte. Auf die Plätze zwei bis 10 schaffen es: 

  • Wuppertal (NRW): 13.805 Euro jährlich, knapp 1.150 Euro monatlich
  • Duisburg (NRW): 13.395 Euro jährlich, knapp 1.116 Euro monatlich
  • Gelsenkirchen (NRW): 13.156 Euro jährlich, knapp 1.096 Euro monatlich
  • Bielefeld (NRW): 11.838 Euro jährlich, knapp 986 Euro monatlich
  • Bochum (NRW): 11.708 Euro jährlich, knapp 975 Euro monatlich
  • Dortmund (NRW): 11.394 Euro jährlich, knapp 949 Euro monatlich
  • Aachen (NRW): 11.386 Euro jährlich, knapp 948 Euro monatlich
  • Karlsruhe (BW): 11.263 Euro jährlich, knapp 938 Euro monatlich
  • Bonn (NRW): 10.790 Euro jährlich, knapp 900 Euro monatlich

Die Gewinner im Vergleich

Die klaren Gewinner des Rankings sind nicht die großen Metropolen, sondern die kleineren Städte und Kreise. Deutschlandweiter Sieger im Gesamtranking ist Holzminden in Niedersachsen. Wer hier wohnt und arbeitet, kann sich jährlich über 17.650 Euro freuen und monatlich über ganze 1.470 Euro. „In Holzminden ist beispielsweise der börsennotierte Duft- und Aromahersteller Symrise ansässig, der zuletzt kurz vor dem Aufstieg in den DAX stand. Die Bezahlung in der Chemiebranche gilt als attraktiv. Die Lebenshaltungskosten in der Region halten sich jedoch im Rahmen“, meint Zimmermann.

Auf die Plätze zwei bis zehn schaffen es:

  • Vulkaneifel (RP): 16.760 Euro jährlich, knapp 1.396 monatlich)
  • Leverkusen (NRW): 16.738 Euro jährlich, knapp 1.394 Euro monatlich)
  • Wunsiedel (BY): 16.566 Euro jährlich, knapp 1.380 Euro monatlich)
  • Amberg (BY): 16.334 Euro jährlich, knapp 1.361 Euro monatlich)
  • Salzgitter (NI): 16.053 Euro jährlich, knapp 1.337 Euro monatlich)
  • Helmstedt (NI): 15.891 Euro jährlich, knapp 1.324 Euro monatlich)
  • Schwalm-Eder (HE): 15.840 Euro jährlich, knapp 1.320 Euro monatlich)
  • Donnersberg (RP): 15.759 Euro jährlich, knapp 1.313 Euro monatlich)
  • Kronach (BY): 15.756 Euro jährlich, knapp 1.313 Euro monatlich).

In diesen Städten und Landkreisen bleibt nicht viel im Geldbeutel 

Unattraktiv wird das Wohnen und Arbeiten hingegen in München. Die bayrische Hauptstadt landet auf Platz eins der 30 größten Städte mit dem geringsten verbleibenden Einkommen. Nur 2.970 Euro bleiben jährlich übrig. Das ergibt monatlich schlappe 247 Euro. Aber auch auf den Plätzen zwei bis zehn sieht es nicht besser aus: 

  • Berlin (BE): 2.978 Euro jährlich, monatlich knapp 248 Euro
  • Hamburg (HH): 4.095 Euro jährlich, monatlich knapp 341 Euro
  • Münster (NRW): 5.314 Euro jährlich, monatlich knapp 442 Euro
  • Dresden (SN): 5.799 Euro jährlich, monatlich knapp 483 Euro
  • Köln (NRW): 7.164 Euro jährlich, monatlich knapp 597 Euro
  • Kiel (SH): 7.327 Euro jährlich, monatlich knapp 610 Euro
  • Wiesbaden (HE): 7.390 Euro jährlich, monatlich knapp 615 Euro
  • Stuttgart (BW): 7.470 Euro jährlich, monatlich knapp 622 Euro
  • Augsburg (BY): 8.277 Euro jährlich, monatlich knapp 690 Euro

Im Gesamtranking auf Platz eins der Kreise mit dem geringsten verbleibenden Einkommen schafft es Dahme-Spreewald in Brandenburg. Hier ist der Lebensstandard sogar zu teuer für das lokale Gehaltsniveau, weshalb es zu einem negativen Saldo kommt. -1.650 Euro jährlich sind das Resultat. Wer die ganze Studie einsehen möchte, gelangt über diesen Link zum Report. 

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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