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Deutsche Exporteure optimistisch trotz geopolitischer Unsicherheiten

Optimismus unter deutschen Exporteuren

Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zeigt eine aktuelle Umfrage des Kreditversicherers Allianz Trade, dass eine erhebliche Mehrheit der deutschen Exporteure für das Jahr 2023 optimistisch bleibt. 83 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland erwarten steigende Exportumsätze, während global nur 75 Prozent dieser Ansicht sind.

Reaktionen auf den Waffenstillstand

Die Märkte haben euphorisch auf den in der Nacht vereinbarten Waffenstillstand mit dem Iran reagiert. Allianz-Experte Björn Griesbach kommentiert: „Wenn der Waffenstillstand hält, würden Verkehr und Handel durch die Straße von Hormus deutlich anziehen.“ Dennoch betont er, dass das Risiko geopolitischer Spannungen weiterhin präsent ist. Aktuell sei erst etwa ein Drittel des damit verbundenen Risikos in den Markt eingepreist, während zwei Drittel noch ausstehen.

Sorgen um das US-Geschäft

Trotz des allgemeinen Optimismus gibt es erhebliche Bedenken, insbesondere im Hinblick auf die US-Zollpolitik. 49 Prozent der deutschen Exporteure befürchten, dass diese auch im laufenden Jahr negative Auswirkungen haben wird. Im internationalen Vergleich sind nur die Unternehmen aus China pessimistischer, mit 50 Prozent, die negative Erwartungen äußern.

Risiken für die Exportwirtschaft

Griesbach weist darauf hin, dass der Widerstandsfähigkeit der deutschen Exporteure große Risiken gegenüberstehen. Geopolitische Unsicherheiten und Probleme in den Lieferketten sind derzeit die am häufigsten genannten Sorgen. Zudem geht fast die Hälfte der Exportunternehmen von einer verschlechterten Zahlungsmoral und steigenden Zahlungsausfällen aus.

Chancen durch Freihandelsabkommen

Trotz dieser Herausforderungen sieht Griesbach auch Chancen, die sich aus den bevorstehenden Freihandelsabkommen der EU ergeben könnten. Besonders im Handel mit den Mercosur-Staaten und Indien wird ein zusätzliches Absatzpotenzial erwartet. Australien wird als strategisch wichtig erachtet, insbesondere zur Sicherung von Rohstoffen wie Lithium. Das Münchener Ifo-Institut prognostiziert, dass die europäischen Wirtschaftsleistungen durch diese Abkommen dauerhaft um 0,43 Prozent steigen könnten.

Fazit

Die Umfrage von Allianz Trade, bei der rund 6.000 Unternehmen weltweit in zwei Wellen im Februar und März befragt wurden, verdeutlicht das gemischte Bild der deutschen Exportwirtschaft: Optimismus überwiegt, doch geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

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Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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