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Die ersten 100 Tage als Führungskraft
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Ratgeber

Die ersten 100 Tage als Führungskraft – Tipps für einen erfolgreichen Start

Die Anfänge als Führungskraft oder Chef des eigenen Unternehmens sind für alle Beteiligten eine wichtige Zeit. Die Mitarbeiter und Vorgesetzten haben jeweils unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen, und es gilt, die erste Zeit sinnvoll zu planen und strukturieren. 

Insgesamt ist es entscheidend, den Angestellten Orientierung zu bieten und in jeder Hinsicht transparent bezüglich eigener Vorstellungen und Ziele zu sein. Die folgenden acht Punkte sind hilfreich für einen guten Start als Vorgesetzter in einer neuen Position und für die ersten 100 Tage als Führungskraft.

8 Tipps für die ersten 100 Tage als Führungskraft

1) Transparenz im Team

Die ersten 100 Tage als Führungskraft sind entscheidend, um Weichen zu stellen und sich ein eigenes Standing zu erarbeiten. Zu keiner Zeit sind die Möglichkeiten so vielfältig, gemeinsam mit den Mitarbeitern zu einer stabilen und tragfähigen Einheit zu werden. Transparenz ist hierbei das Herzstück, insbesondere in den ersten drei Monaten. Ein Vorgesetzter, der eigenes Handeln offen kommuniziert und seine Absichten und Pläne nachvollziehbar benennt, sorgt für Sicherheit bei den Mitarbeitern und schafft eine Struktur der Offenheit.

2) Angebot der Orientierung in den ersten 100 Tagen als Führungskraft

Zu den zentralen Aufgaben von Führungspersönlichkeiten gehört es, den Angestellten sowohl Orientierung als auch Halt zu geben. Moderne Unternehmensführung basiert auf souveränen und zuverlässigen Umgangsformen und einem Führungsstil, der den Mitarbeitern den Rücken freihält und ihnen die bestmögliche Basis für ihre tägliche Arbeit bietet. Flache Hierarchien und ein faires Leitungsverhalten ermöglichen dabei eine insgesamt erfolgversprechende Grundhaltung. Gerade in den ersten 100 Tagen als Führungskraft schaffen sie den Raum, in dem ein Team gemeinsam mit dem Chef zusammenfindet und im weiteren Verlauf produktiv und effektiv miteinander arbeiten kann.

3) Festlegung von Zielen

Die ersten drei Monate sind wesentlich für eine Etablierung konkreter Ziele. Dazu zählen sowohl die eigenen Ziele als Führungskraft als auch die Ziele, die sich auf die Arbeit der Angestellten beziehen. Bei der Zielplanung ist es wichtig, langjährige Kollegen ins Boot zu holen, um von deren Expertise zu profitieren. Bei der Übermittlung von Zielen kommt es entscheidend darauf an, sich deutlich zu positionieren, für eventuelle Anpassungen und Änderungen offen zu bleiben und jegliches autoritär anmutende Verhalten zu vermeiden. Es gilt die Mitarbeiter von den Plänen zu begeistern und nicht, sie zu verunsichern.

4) Die ersten 100 Tage als Führungskraft: Übermitteln von Erwartungen

Jede Führungskraft hat einen eigenen Stil, der sich häufig von dem seiner Vorgänger unterscheidet. Jedes Führungsverhalten ist mit konkreten Erwartungen verbunden, die an die Mitarbeiter bestehen. Viele Vorgesetzte gehen davon aus, dass ihre persönlichen Vorstellungen von den Angestellten „automatisch“ verstanden werden. Entscheidend sind hier jedoch die ersten 100 Tage als Führungskraft, um eine klare und eindeutige Kommunikation zu schaffen, damit die Mitarbeiter wissen, was von ihnen erwartet wird und nicht verunsichert werden durch andere Vorstellungen.

5) Feedback geben und einholen

Feedback ist einer der wichtigsten Faktoren für ein funktionierendes Miteinander von Vorgesetztem und Angestellten. Viele Führungskräfte sind nicht vertraut damit, aktiv und von sich aus ein Feedback einzuholen. Es ist Teil moderner Unternehmensführung und bringt nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch der eigenen Fachlichkeit Wertschätzung entgegen. Das Einholen der Meinung von Kollegen und Mitarbeitern ist gerade gegen Ende der ersten 100 Tage als Führungskraft von unschätzbarem Wert für das weitere Vorgehen. Es signalisiert darüber hinaus Gemeinsamkeit und die Bereitschaft, zusammen an den Unternehmenszielen zu arbeiten.

6) Kritikfähigkeit bei allen Beteiligten

Vorgesetzte sind es meist gewohnt, Kritikfähigkeit bei ihren Angestellten vorauszusetzen. Sie ist ein wichtiger Indikator für einen guten Mitarbeiter. Gleiches betrifft allerdings auch die Führungskraft selbst. Die Kompetenz, wertfrei Kritik nicht nur zu äußern, sondern auch anzunehmen, ist nicht immer vorhanden und sollte besonders in der Anfangszeit einer neuen Leitungsaufgabe im Fokus stehen. Kritik ist sinnvoll, um sich weiterzuentwickeln und bei Bedarf Dinge zu verändern. Eine gute Leitung bittet die Angestellten um konkrete Kritik, die hilfreich ist und sie weiterbringt.

7) Die ersten 100 Tage als Führungskraft: Offenheit für die Anliegen der Mitarbeiter

Neue Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, ihre Themen zu kommunizieren und ihre Anliegen mitzuteilen. Häufig sind Angestellte unsicher, ob sie sich frei äußern können oder in dem Fall Repressalien zu erwarten haben. Mitarbeiter sollten jederzeit das Gefühl haben, ihre Themen mitteilen zu können, unabhängig davon, ob es sich um ein individuelles Problem handelt oder eine konkrete Idee zu einem Arbeitsprojekt.

8) Etablieren einer Fehlerkultur

Innovative Unternehmen legen Wert auf eine konstruktive Fehlerkultur. Das erfordert eine Sichtweise, bei der Fehler als menschlich und auch wichtig für die persönliche Weiterentwicklung gesehen werden. Fehler müssen entsprechend weder ignoriert, noch in beschämender Form vor anderen geäußert werden. Vielmehr ist es entscheidend, Mitarbeiter mit Respekt und vor allem wertschätzend zu behandeln und für ihre Leistungen zu loben. Fehler werden benannt und im Sinne einer Lernchance verstanden. Sie dienen der Ermutigung und niemals der Entmutigung. Die ersten 100 Tage als Führungskraft können hier den Grundstein legen für eine hilfreiche Fehlerkultur im Team.

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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