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Die Gaming-Branche wächst nachhaltig

Gamer setzen immer mehr auf Multiplayer-Videospiele und fordern mehr Streaming-Angebote. Die Branche boomt: Die jährliche Wachstumsrate wird voraussichtlich 12 bis 15 Prozent betragen.

Seit der Corona-Krise haben Gamer 30 Prozent mehr Zeit mit Videospielen verbracht als vor der Pandemie und monatlich 39 Prozent mehr Geld für Videospiele ausgegeben. Sie spielen mehr Multiplayer-Spiele und zeigen zunehmendes Interesse an Streaming. Das sind die Ergebnisse der Studie „Global Game Study: Auswirkungen von COVID-19“ , die von Simon-Kuchers & Partners und Dynata, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen, durchgeführt wurde und mehr als 13.000 Spieler weltweit befragte.

Branchenwachstum erwartet

Seit COVID-19 sind die monatlichen Ausgaben der Gamer für Videospiele gestiegen, in Deutschland um ganze 40 Prozent. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass auch in Zukunft mehr in Videospiele investiert wird. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum nach der Corona-Krise weltweit bei 21 Prozent stabilisieren wird. Daraus folgt, dass der globale Gaming-Markt voraussichtlich um 12 bis 15 Prozent pro Jahr wachsen wird. Das wäre ein Wachstum von 50 Prozent mehr, als ursprünglich von Analysten angenommen.

„Der Anstieg der monatlichen Ausgaben für Videospiele – und zwar durchweg in allen Altersgruppen von 13 bis 84 Jahren – ist für die Gaming-Branche natürlich ein Hauptgewinn, während andere Branchen in Corona-Zeiten sehr zu leiden hatten“, sagt Lisa Jäger, Medien-Expertin und Partnerin bei Simon-Kucher „Für das Gaming-Segment wirkte COVID-19 wie ein Energizer: Die ohnehin schnell wachsende Branche hat von den Vorschriften zum Kontaktverbot und den damit verbundenen Restriktionen stark profitiert. Wir erwarten, dass nicht wenige Unternehmen im Gaming-Bereich 2020 einen Umsatz weit über den Erwartungen einfahren werden.“

Gamer verbringen mehr Zeit mit Videospielen

Studien haben gezeigt, dass es während der Corona-Periode eine Verschiebung der „Gelegenheitsspieler“ (weniger als fünf Stunden Spielzeit pro Woche) zu „Gamern“ (fünf bis 20 Stunden Spielzeit pro Woche) und „ernsthaften Gamern“ (mehr als 20 Stunden Spielzeit pro Woche) gab. Während COVID-19 stieg der Anteil der Gamer und ernsthaften Gamer von 63 Prozent auf 82 Prozent. Es ist absehbar, dass sich dieser Anteil nach der Krise bei 74 Prozent stabilisieren wird.

„Je mehr Zeit Gamer in Videospiele investieren, desto interessanter werden alternative Monetarisierungs- und Pricingstrategien, die z.B. nach Usage – in diesem Fall Stunden oder Zeit – bepreisen“, so Jäger. „Außerdem werden Gamer auch gewillt sein, generell mehr für ihr Hobby auszugeben: ob für Microtransactions oder für die neuesten Versionen der Spielekonsolen, sobald diese auf dem Markt sind.“

Multiplayer-Videospiele in Zeiten von Social-Distancing

Die Mehrheit der weltweit befragten Spieler gab an, während COVID-19 verschiedeste Videospiele gespielt zu haben, bevorzugt jedoch im Allgemeinen komplexere und längerfristige soziale Spiele. Aus globaler Sicht hat das Interesse an Kampfspielen, Multiplayer-Online-Battle-Arena-Games und Battle-Royale-Games besonders zugenommen.

„Während der Kontaktsperre waren Videospiele eine einfache Art, mit Freunden und sogar mit Fremden zu interagieren – und gleichzeitig die Social-Distancing-Vorgaben einzuhalten“, sagt Jäger. „Wie wichtig die soziale Komponente von Multi-Player-Videospielen ist, ist nicht zu unterschätzen. Deswegen rechnen wir damit, dass Gamer auch nach der Krise und unabhängig von Lockdowns und Restriktionen weiter auf Multiplayer-Videogames setzen werden. Das wird die Gaming-Branche mittelfristig stark beeinflussen.“

Streaming wird beliebter

Die Zahl der Gamer die Videospiel-Streams anschauen hat sich während der Corona-Krise auf 80 Prozent erhöht. „Wie Videospielehersteller die neue Nachfrage nach Streaming in ihrer Pricing-Strategie nutzen, bleibt abzuwarten“, so Jäger. „Es gibt viele Ansatzpunkte. So könnten Gamer zum Beispiel durch Microtransactions direkt den Spielverlauf beeinflussen und und mitgestalten. Außerdem bekommen die Hersteller viel mehr Einblicke in die Präferenzen der Gamer nach Herkunft, Alter etc., sodass sie gezielt Werbung einbetten können. Sicher ist auf jeden Fall, dass die gestiegene Nachfrage nach Streaming dauerhaft bleiben und die Monetarisierungsansätze in der Gaming-Branche nachhaltig beeinflussen wird.“

Gurpinder Sekhon ist Bachelor of Arts in Global Trade Management und als Junior-Redakteurin zuständig für hochwertigen Content im Gewinnermagazin.

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