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Eine überraschende Wende: Rekordbörsengang der Ant Group findet nicht statt

Darauf warten viele schon gespannt: den größten Börsengang der Geschichte. Doch nun wird nichts aus dem Börsengang der Ant Group, weil die Börse in Shanghai das Vorhaben stoppte.

Der Milliardär Jack Ma hat schon einiges in China erreicht. Das wollte er diese Woche mit dem Börsengang der Ant Group, der Alibaba-Tochter, krönen. 37 Milliarden US-Dollar wollte die Ant Group einnehmen. Damit hätte die chinesische Amazon-Konkurrentin sogar den Ölkonzern Saudi Aramco übertroffen, der seinerseits ein Emissionsvolumen von 25,6 Milliarden aufweist. Der Börsengang sollte gleichzeitig in Hongkong und Shanghai stattfinden. Die Börse in Shanghai verhinderte das Vorhaben jedoch am Dienstag unerwartet. 

Der geplatzte Deal und seine Folgen

Dass der Börsengang nicht stattfinden konnte, liegt angeblich daran, dass Jack Ma gewisse Qualifikationen, darunter die Offenlegungspflichten, nicht erfüllt hat. Nachdem Shanghai das mitgeteilt hatte, meldete sich kurz danach auch Hongkong und sprach sich gegen den Börsengang aus. Die Konsequenz: Ratlose Anleger und das starke Absacken der Alibaba-Aktie. Sie musste in New York einen Einbruch um mehr als acht Prozent ertragen und landet bei 283,67 Dollar. 

Mit dem 37 Milliarden Dollar schweren Emissionsvolumen hätte die Ant Group alles übertroffen. Sie ist die Betreiberin von Alipay, einem chinesischen Online-Bezahlsystem mit rund 730 Millionen Kunden. Ins Leben gerufen wurde das Bezahlsystem von der von Jack Ma gegründeten Handelsplattform Alibaba.  

Ein Zeichen für die USA

Nachdem Jack Ma für seine Ant Group erst am 21. Oktober die Erlaubnis bekommen hatte, an die Shanghaier Börse Star zu gehen, ist die Überraschung umso größer. Eigentlich sollte der Börsengang ein klares Zeichen für die USA sein. Vor dem Hintergrund der US-Wahlen und der Macht der USA wollte Jack Ma signalisieren: China ist ein ernstzunehmendes Tech-Land und sein Digitalsektor ist immer weniger von amerikanischem Geld abhängig.  

Die staatliche Währung als Rivale 

Vielleicht ist der Grund im blockierten Börsengang auch in China selbst zu suchen. Jack Ma ist nicht nur der Gründer der Ant Group, sondern hält auch viele Anteile. Den Wert der Papiere schätzen Experten auf 17 Milliarden Dollar, womit Jack mit mit insgesamt 80 Milliarden Dollar Vermögen der bei Weitem reichste Mann Chinas wäre. 

Ebenso könnte der Zentralbank Chinas, die gerade eine staatliche Digitalwährung aufbaut und testet, die wachsende Macht Mas ein Dorn im Auge sein.

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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