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Entscheidungen treffen

Ratgeber

Entscheidungen treffen – einfacher gesagt als getan!

Es ist nicht immer leicht, Entscheidungen zu treffen. Besonders aktuell, da die Corona-Pandemie verstärkt für Unsicherheit und Unplanbarkeit sorgt. Wie das dennoch gelingen kann, erfahrt ihr hier.

Jeder Mensch muss täglich eine Vielzahl von Entscheidungen treffen. Trinke ich morgens Kaffee oder Tee, nehme ich den Bus oder den Zug? Manche fallen uns leichter als andere. Im Berufsalltag stehen wir jedoch oft vor wichtigen Fragen und müssen uns in kurzer Zeit entscheiden. Das führt zu Stress. Besonders, wenn wir danach immer weiter überlegen, ob es nun richtig war, oder ob wir die Entscheidung langfristig bereuen werden. Die nachfolgenden Techniken sind eine Anregung, Entscheidungen schneller zu treffen.

Modelle, um erfolgreich Entscheidungen zu treffen

Deadline setzen

Fangen wir “einfach” an. Wenn ihr nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl habt und euch nicht auf Anhieb entscheiden könnt, solltet ihr euch eine Deadline setzen. Bei Ablauf des Zeitlimits gewinnt dann immer Option eins. Das hilft euch dabei, schneller zu reagieren und nicht tagelang zu hadern. Die Methode setzt natürlich voraus, dass ihr beide Möglichkeiten mit ihren Pro- und Kontraargumenten bereits gründlich abgewägt habt.

Der Pro-Kontra-Vergleich

Die Pro-Kontra-Liste sollte bekannt sein. Es geht hier darum, sich für oder gegen eine Option zu entscheiden. Nehmt euch dazu ein Blatt und notiert auf der einen Seite alle Argumente, die für die Entscheidung sprechen. In der anderen Spalte notiert ihr die Punkte dagegen. Das hilft in jedem Fall, sich konkret für oder gegen eine Option auszusprechen.

Die Liste funktioniert auch, wenn ihr zwischen mehreren Möglichkeiten schwankt. Zieht einfach horizontal einen weiteren Strich und schreibt auch für die zweite Option die Argumente auf. Je mehr Optionen zur Auswahl stehen, desto unübersichtlicher wird die Liste jedoch und ihr solltet lieber auf andere Techniken zurückgreifen, wie eine Mindmap oder Matrix.

Die Entscheidungsmatrix

Die Entscheidungsmatrix arbeitet nicht nur mit einer Gegenüberstellung von Argumenten, sondern es findet eine Bewertung statt. In einem ersten Schritt werden Kriterien definiert, die jede der Möglichkeiten zu erfüllen hat. Hierbei gibt es K.O-Kriterien, die auf jeden Fall zutreffen müssen und Wunschkriterien. Letztere könnt ihr nun nach ihrer Bedeutung gewichten. Notiert dann alle Möglichkeiten in die Liste nebeneinander und bewertet die jeweiligen Wunschkriterien je Option mit Noten oder Punkten. Wenn ihr alles ausgerechnet habt, steht am Ende eine eindeutige Zahl und ihr könnt eure Entscheidung treffen.

Entscheidungen treffen

Entscheidungen treffen mit einer Mindmap

Wenn für eine Entscheidung mehr als zwei Optionen im Rennen sind, könnte auch die Entscheidungsmindmap helfen. Mittlerweile könnt ihr solche Modelle auch mit gängigen Tools erstellen. Oder aber ganz klassisch per Hand. In die Mitte schreibt ihr eure Entscheidungsfrage. Vom Zentrum führen dann Hauptäste zu den unterschiedlichen Optionen. Von jeder Option führen wiederum zwei Äste weg. Ein Nebenast ist für die möglichen negativen und der andere für die positiven Folgen. Hier verzweigen sich nun so viele Äste, wie es negative beziehungsweise positive Punkte gibt. Die Mindmap ist eine sehr gute Variante, den Entscheidungsprozess zu visualisieren und auf einen Blick alle Argumente darzustellen. Wer gerne mit Farben arbeitet, dem sind hier keine Grenzen gesetzt.

Entscheidungen treffen

Standpunktwechsel und Zeitreise

Manchmal sind wir viel zu tief in unseren Gedanken verloren und schaffen es nicht mehr, objektiv an eine Entscheidung heranzugehen. Hier hilft es, die Perspektive komplett zu wechseln. Überlegt euch, Freunde, Kollegen oder anderen Unternehmer, die ihr kennt, müssten die gleiche Entscheidung treffen. Was würdet ihr ihnen raten?

Das Konzept ist auch verknüpfbar mit der sogenannten Zeitreisemethode. Hier geht es vor allem darum, langfristig zu denken. Genau das fehlt uns oft, wenn wir Entscheidungen treffen müssen. Basierend auf dem 10-10-10-Modell müsst ihr euch die folgenden drei Fragen stellen: Wie werde ich über meine Entscheidung in

  • zehn Minuten
  • zehn Monaten
  • und in zehn Jahren denken?

Entscheidungen treffen mithilfe der Szenarioanalyse

Ein letzter Vorschlag für alle, die eine Entscheidung treffen müssen, ist die Szenarioanalyse. Der Hintergedanke: In die Zukunft blicken und mögliche Auswirkungen auf das Unternehmen simulieren. Dazu überlegt ihr euch für jede Option ein Worst-Case- sowie Best-Case-Szenario. Das zwingt euch dazu, ganz bewusst über mögliche Konsequenzen nachzudenken. Wenn ihr bei der Analyse bereits merkt, dass der schlimmste einzutretende Fall einer Option einer wirklichen Katastrophe gleich käme, könnt ihr sie gleich ausschließen.

Fazit

Es gibt zahlreiche Methoden, die euch helfen können, eine gute Entscheidung zu treffen. Wichtig ist in jedem Fall, nicht immer alles wochenlang zu hinterfragen oder die Entscheidung zu bereuen. Die einzig richtige Lösung wird es nie geben. Steht hinter dem, was ihr beschlossen habt.

Anne Kläs

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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