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Firmen Struktur
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Ratgeber

Diese sechs Komponenten bestimmen deine Firmen Struktur

Die Firmenstrukur ist das firmeninterne hierarchische Gerüst zur Aufgabenverteilung. Die Strukturierung erfolgt wahlweise nach Kriterien wie Produktionssteigerung, Zukunftssicherung oder Wachstum. Aufbauorganisation ist eine Arbeitsgrundlage für standardisierte und Routineabläufe im Arbeitsalltag. 

Ein Organigramm dient der visuellen Orientierung aller Betroffenen und Beteiligten mit der Darstellung von Verantwortlichkeit und Weisungsbefugnis, von vorhandenen Abteilungen und Planstellen sowie mit der Darstellung des Beziehungsgeflechtes zwischen und unter ihnen. Der folgende Ratgeber wird sich diesen Themen annehmen und aufzeigen, welche Elemente des Gestaltungsprozesses der Firmen Struktur als betriebliche Aufbauorganisation von Relevanz sind.

Der Gestaltungsprozess der Firmen Struktur als betriebliche Aufbauorganisation

Die eigentliche Herausforderung der Firmen Struktur liegt in der Gestaltung des Organigramms selbst. Es ist in die drei Bereiche Aufbauelemente, Aufbaubeziehungen und Leistungssysteme aufgeteilt.

Der Gestaltungsprozess beginnt mit der Aufgabenanalyse. Hier werden somit die Unternehmensziele identifiziert, in übergeordnete Aufgaben gegliedert und diese in Teilaufgaben spezifiziert. Für diese Gliederung sind mehrere Sichtweisen möglich. Die Verrichtung und Ausführung, die Objektbezogenheit für ein Produkt, Zweckbindung für Primär- und Sekundäraufgaben oder der Rang innerhalb der Firmenhierarchie zählen beispielsweise dazu.

Im nächsten Schritt des Gestaltungsprozesses der Firmen Struktur folgt die Aufgabensynthese: Die in der Aufgabenanalyse definierten Teilaufgaben werden zu sinn- respektive zweckgebenden Aufgabenkomplexen zusammengestellt und danach den betreffenden Stellen zugeordnet. Dabei steht eine optimale Ressourcennutzung im Vordergrund, um die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Aufbauelementen möglichst reibungslos zu gestalten.

Diese Sechs Komponenten der Aufbauorganisation bestimmen die Firmen Strukur

Die folgenden Elemente der Firmen Struktur bilden die heutzutage gängige Form der Aufbauorganisation in Unternehmen vom Start-up bis zum Konzern.

Abteilungsbildung

Diese Aufbauorganisation in der Firmen Struktur ist sowohl starr als auch lose möglich. Planstellen und Tätigkeiten werden für die Projektarbeit zu Gruppen zusammengefasst. In der starren Form ist jede Abteilung ohne nennenswerte Interaktion weitgehend autark, während in der losen Gruppenstruktur stärker kooperiert und kollaboriert wird.

Befehlskette

Stichpunkt: flache Hierarchien. Die Befehlskette ist wahlweise kurz oder lang, hoch oder flach. Sie ist per Definition die ununterbrochene Autoritätslinie von der Unternehmensleitung bis hinunter zum Azubi. Mit einem Reporting wird somit festgelegt, wer wem gegenüber berichtspflichtig ist.

Formalisierung

Unterschieden wird in formell und informell. Personenunabhängig werden Jobs, Arbeitsprozesse sowie Strukturen mehr oder weniger stark standardisiert und reglementiert. Die informelle Aufbauorganisation bietet viel Spielraum für individuelle Freiheit. Fähigkeit, Leistung und Präferenz entwickeln sich innovativer als innerhalb von Formzwängen. Formell bremst nahezu jede Individualität, informell hingegen fördert sie und motiviert gleichzeitig.

Kontrollspanne

Dieses Element der Firmen Struktur reicht von schmal bis weit und ist weitgehend eine Ermessenssache. Mit zunehmender Zahl an Beschäftigten in den verschiedenen Hierarchiestufen erweitert sich die Kontrollspanne innerhalb der Aufbauorganisation. Die Effektivität darf weder unter der Beschäftigtenzahl leiden noch an der vielstufigen Hierarchie scheitern.

Spezialisierung

Mit dieser Arbeitsteilung, alternativ auch Differenzierung genannt, werden die definierten Aufgaben zu Teilaufgaben und die zu individuellen Jobs heruntergebrochen. Eine hohe Spezialisierung kreiert Fachleute und Experten, was produktivitätsfördernd ist. Umgekehrt fördert bei diesem Element der Firmen Struktur, eine geringere Spezialisierung flexible Allrounder.

Zentralisierung

Diese Komponente beschreibt mit zentral beziehungsweise dezentral die unternehmensinterne Entscheidungsfindung zentral oben in der Geschäftsführung und dezentral unten auf Gruppen-, Team- oder Mitarbeiterebene. Dezentral ist gleichbedeutend mit demokratisch und mitbestimmend, ist aber auch zeitintensiv bis hemmend.

Aufbauorganisationen für eine Firmen Struktur

Im Unternehmensalltag werden überwiegend Hybridmodelle der Firmen Struktur den strukturellen Archetypen vorgezogen. Der Vorteil: mehrere verschiedene Formen von Aufbauorganisationen lassen sich miteinander verbinden.

Funktional

Das ist die älteste Aufbauorganisationsform der Firmen Struktur mit deutlich voneinander abgegrenzten Jobfunktionen. Vorteile sind klare Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche, maximale Arbeitseffizienz sowie eine schnelle Entscheidungsfindung. Nachteile sind Schnittstellen und Reibungspunkte zwischen den Funktionsbereichen, Mangel an Kommunikation und an Kooperation miteinander sowie mangelndes Verstehen und Verständnis für andere Jobfunktionen. Interesse und Potential an Innovation sind recht eingeengt bis beschränkt. Stichwort: Fehlender Blick über den Tellerrand.

Divisional

Andere Bezeichnungen sind Geschäftsbereichs- oder Spartenorganisation. Zeitgleich zum expansiven Firmenwachstum muss stärker differenziert und strukturiert werden. Das geschieht nach Arbeitsgebieten wie Regionen & Absatzgebiete, Produkte & Dienstleistungen oder wie Märkte & Zielgruppen. Anpassungsfähigkeit, Marktnähe sowie Konzentration auf die betreffende Divisionsstrategie gehören zu den Vorteilen. Nachteile sind ein erhöhter Organisations-, Koordinations- und Managementaufwand, Risiken eines sich entwickelnden Bereichsegoismus sowie auftretende oder versteckte Diskrepanzen zwischen den übergeordneten Unternehmens- und den Divisionszielen.

Matrix

Sie ist in ihrer dreidimensionalen Form der gekonnte und ideale Mix aus funktional und divisional. Planstellen und Abteilungen werden zunächst nach Funktionen und anschließend nach Divisionen unterteilt. Zu den Vorzügen dieser Aufbauorganisation für eine Firmen Struktur, gehören ein Höchstmaß an Flexibilität, eine weitgehend demokratische Entscheidungsfindung, dynamische Kommunikation sowie ein deutlich schnellerer Informationsfluss. Auf der Negativseite stehen ein sehr hoher Kommunikationsaufwand, die schwierige bis kaum machbare Zuordnung von Erfolgen vs. Misserfolgen sowie ein insgesamt hoher Planungs- und Umsetzungsaufwand.

Fazit zur Firmen Struktur

Es gibt keine „generell richtige oder ideale“ Firmen Struktur. Die beste unter vielen guten ist demnach immer diejenige, die zu den individuellen Unternehmenszielen passt. Das funktionale Modell bietet insgesamt viel Sicherheit mit klaren Kompetenzen und viel Stringenz. Für ein diversifiziertes Warenangebot auf internationalen Märkten bietet sich mit einem Hybridmodell die Matrix an. Modelle mit gleichberechtigten Teams und flachen Hierarchien werden zur Lösung der Zukunft. Sie bieten eine enge Kooperation nebst Kommunikation unter den Beschäftigten und sind motivationsfördernd.

Jede Aufbauorganisation für die Firmen Struktur ist ein bestmöglicher Kompromiss aus fester Struktur und einem dynamischen Firmenumfeld also aus Integration und Differenzierung.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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