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Robin Söder Founder Summit
© Founder Summit

Interviews

Founder Summit Gründer Robin Söder: Aus der Uni zu Deutschlands größter Gründerkonferenz

Uns verrät der erfolgreiche Gründer, wie er mit seinem Bruder den Founder Summt aufgebaut hat, worauf der sich bei der Jubiläums-Veranstaltung besonders freut und wie sie Gründern systematisiert helfen.

Robin, was ist gerade los bei euch? Die nächste Aktion, die ansteht, ist ja der Founder Summit in Wiesbaden, richtig?

Robin Söder: Ja, genau. Das ist dieses Mal auch ein besonderer Founder Summit, da es das fünfte Mal ist. Es ist sozusagen ein kleines Jubiläum. Wir haben uns einiges vorgenommen und es wird mit 7000 Menschen auf jeden Fall eine große Nummer werden.

Was habt Ihr nebenbei noch gerade in Wiesbaden zu tun?

Relativ viel. Man darf nicht vergessen, dass wir beim Founder Summit quasi drei Aufgaben haben. Wir haben einmal über 70 Speaker vor Ort, wo wir eine gewisse Betreuungsarbeit zu leisten haben, wir haben über 210 Aussteller wie etwa Facebook, Microsoft, Google und Snapchat, welche ebenfalls betreut werden müssen. 7000 Leute zur Veranstaltung zu bewegen ist auch nicht die leichteste Aufgabe, das erfordert viel Marketingaufwand. Das sind so die drei „Schlachtfelder“, auf denen wir uns bewegen. Kurz gesagt: Unsere Speaker happy machen, unsere B2B-Partner happy machen und die Leute insprieren zu der Veranstaltung bekommen.

Gibt es etwas Besonderes, auf das du dich persönlich bei der Jubiläumsveranstaltung freust?

Das ist schwierig zu sagen. In der Eventpsychologie sagt man immer „Es muss ein Highlight geben“ aber das ist bei uns sehr schwierig zu definieren. Es ist bei uns die ganze Zeit High-Light angesagt, man muss das glaube ich einfach erleben. Das ist ein Vibe, den es so in der Szene sonst nicht gibt. Alle sind gut drauf, alle wollen lernen, einfach eine geile Stimmung. Das Einzigartige ist, dass Entertainment auf Content trifft. Das ist glaube ich das, was die Leute so intensiv zu uns zieht.

Robin Söders Leben vor dem Founder Summit

Gehen wir mal ein wenig in die Vergangenheit. Ihr macht die Veranstaltung jährlich, heißt ihr macht das erst seit fünf Jahren?

Seit dreieinhalb Jahren, um genau zu sein. Wir hatten anfangs eine höhere Frequenz an Veranstaltungen. Dadurch, dass diese immer größer und komplexer geworden sind, mussten wir, und das ist auch gut so, die Veranstaltung auf einmal im Jahr beschränken. Das heißt alle Speaker, Coaches, Start-Ups und sonstige Unternehmen kommen einmal im Jahr zusammen.

Ich habe gelesen, dass du und dein Bruder eigentlich Fußballer und auf dem Weg zum Profi wart. Wie kommt man dann auf die Idee, so eine Veranstaltung zu machen?

Genau, unser Background ist eigentlich ein ganz anderer. Wir kommen aus dem Fußball. Ich war zehn Jahre bei der Eintracht Frankfurt und habe dort sogar die deutsche Junioren-Meisterschaft gewonnen. Dann war ich in der dritten Liga bei den Kickers Offenbach, habe aber dann festgestellt, dass ich als Mensch in der Fußballbranche nicht glücklich werde. Da waren mir zu viele Abhängigkeiten, etwa vom Trainer und vom Spielverlauf. Ich hatte immer das Gefühl, der Erfolg liegt nicht zu hundert Prozent in meiner Hand.

„Ich bin parallel in die Uni gegangen und habe versucht ein Start-Up aufzubauen“

Deshalb habe ich entschieden, dass ich ein Unternehmen gründen will. Ich bin also parallel in die Uni gegangen und habe versucht ein Start-Up aufzubauen. Da hatte ich dann das Gefühl, dass mich die Uni-Lehre nicht wirklich auf das Gründerleben vorbereitet. Aus diesem eigenen Schmerz heraus habe ich dann gesagt: “Wir müssen einen Ort schaffen, für Menschen, die das gleiche Problem haben wie ich. Die von krassen Gründern und Unternehmern lernen können, wie es wirklich geht“. Gesagt, getan: geboren war die Entrepreneur University. Wir haben das zu dritt gegründet, also Mareike, Danny und ich.

Wie kann man sich euren Start genau vorstellen? Hab ihr einfach für eure erste Veranstaltung irgendeinen Hörsaal in der Uni gemietet?

Die erste Veranstaltung war tatsächlich im eigenen Hörsaal an der Uni, zu der wir selbst noch gegangen sind zu diesem Zeitpunkt. Ich habe den Hörsaal noch nie so voll gesehen, wie am Tag unserer ersten Veranstaltung. Das war für uns ein mega Akt, denn wir hatten keinen Plan, wie man Business macht, wie man Veranstaltungen macht, oder wie man Menschen dort hinbekommt. Aber wie sagt man so schön: Wo ein Wille, da ein Weg. Wir haben uns einfach Wege geschaffen, um es zu realisieren. So hat dann unsere erste Veranstaltung mit 350 Teilnehmern tatsächlich an der Uni stattgefunden.

War damals auch schon ein Speaker mit dabei, den man heute noch kennt?

Ja, auf jeden Fall. Damals hat Matthew Mockridge, damaliger Podcaster Nummer Eins in Deutschland und erfolgreicher Unternehmer, bei uns gesprochen. Er war damals sowas wie ein Leitbild für mich und es war mir ein wichtiges Anliegen, Ihn bei meiner ersten Veranstaltung dabei zu haben. Auch dabei waren beispielsweise Alexander Hartmann und der Youtuber Hendrik Klöters vom Unternehmerkanal.

So wuchs der Founder Summit

Seitdem sind die Besucherzahlen des Founder Summit von 350 auf 7000 gestiegen. Wie sieht eure Organisation aus? Wie kann man sich euer Unternehmen heute so vorstellen?

Ich bin da sehr transparent. Das Event erzeugt jährlich Fixkosten von etwa 1,2 Millionen Euro. Man kann sein Geld auch sinnvoller ausgeben, aber unser Herz schlägt eben dafür. Wir laufen nach dem Founder Summit aber nicht mit Goldsäcken nach Hause. Wir haben heute ein Team von 20 Leuten und unser Kerngeschäft ist die klassische Agentur. Wir machen also die Founder-Summits und klassisches Eventagenturgeschäft. Dort betreuen wir die größten deutsche Speaker und deren Veranstaltungen. Außerdem monetarisieren wir die Marke Entrepreneur University auch über das Founders-Summit hinaus und wir haben sogar eigene Ausbildungsprogramme, die IHK zertifiziert sind, was es in der Szene so auch noch nicht gibt.

Mal provokant gefragt: Wenn doch die Veranstaltung so teuer ist, warum erhöht Ihr nicht die Preise für eure Veranstaltung und macht die Events etwas exklusiver? Oder wollt ihr gerade den Menschen, die noch am Anfang stehen und nicht viel Geld haben, mit euren Veranstaltungen helfen?

Wie gesagt, ich mache da kein Geheimnis draus, es ist kein sehr lukratives Geschäft. Wir sind dennoch relativ günstig, da wir mit der Eventplattform nie vorhatten Geld zu verdienen. Mittlerweile hilft es uns natürlich, da wir dadurch ein riesiges Standing bekommen haben. Wir können uns vor Kundenanfragen für das Agentur- und Beratungsgeschäft gar nicht mehr retten. Somit haben sich die Events monetär doch ausgezahlt. Die Veranstaltungen sind jedoch immer noch da, um die Gründer Deutschlands wieder attraktiver zu machen. Die Gründerzahlen in Deutschland gehen nämlich zurück, während uns die Zahlen in China und den USA davonrennen. Mein Kollege Frank Thelen sagt auch, dass wir aufpassen müssen, dass wir kein „Entwicklungsland“ in puncto Gründer im Vergleich zu diesen Ländern werden.

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Es ist mir daher wichtig, durch diese Plattform und das vorhandene mediale Interesse, das Thema mehr in die Köpfe junger Menschen zu kriegen und zu zeigen, dass es eine Alternative zu einem klassischen „nine-to-five-Job“ gibt. Die Menschen sollen sich wenigstens mal mit dem Lebensmodell des Unternehmertums auseinandersetzen.

Was das Unternehmen außerdem so anbietet

Für Interessierte bietet ihr ja auch Ausbildungsprogramme an. Wie kann man sich das vorstellen?

Wir kategorisieren die Fortschritte der Gründer nach Phasen. Diese Phasen sind „Start“, „Built“ und „Scale“. Wenn Menschen ganz am Anfang stehen, bieten wir Ihnen das Start-Programm an. Dort lernen Sie die Basics, wie etwa Ideenausarbeitung und -bewertung, das Verstehen der Rechtsgrundlagen, Kundengewinnung, und so weiter, bis zur 10.000 Euro-Umsatzgrenze. Das Built-Programm ist für Gründer, die die ersten Schritte schon erfolgreich absolviert haben.

„Wir haben „forbes-30 under 30“-Köpfe aus verschiedenen Kategorien dabei“

Diesen helfen wir einen sechsstelligen Umsatz im Monat zu erzielen. Im Scale-Bereich geht es dann um die Erreichung einer Million Euro Jahresumsatz. Da das alles Ziele sind, die wir mit unserem Unternehmen schon erreicht haben, denke ich, können wir das ganz gut beibringen.

Wer unterrichtet bei euren Programmen? Wie viele Leute nehmen an den Programmen teil?

Wir haben coole Experten dabei, wobei ich auch mittlerweile immer mehr in den Vordergrund komme und als Lehrer fungiere. Wir bedienen uns vieler internationaler Experten, wir haben „forbes-30 under 30“-Köpfe aus verschiedenen Kategorien dabei, wir haben Vertriebs- und Brandingexperten. Wir haben also ein wirklich breit aufgestelltes Expertenteam, damit in jedem Bereich Experteninhalt angeboten werden kann. Mittlerweile gibt es eine dreistellige Nutzeranzahl, die unsere Programme durchläuft, wobei ein Ticket auf drei Monate ausgelegt ist. Bislang sind die Leute sehr sehr happy.

Lässt du dich selbst auch noch coachen? Oder reicht es, dass du ständig das Expertenwissen indirekt mitkriegst?

Ich lerne tatsächlich immer noch durch unsere Experten, ich kriege also selbst durch die eigenen Programme noch was beigebracht. Ich kann also selbst als erfahrener Gründer aus unseren Programmen noch etwas lernen. Es gibt aber auch externe Impulse: Ich habe durch unser gut ausgebautes Netzwerk die Ehre, mit sehr vielen inspirierenden Menschen zu agieren. Sich mit diesen mal einen Abend lang zu unterhalten kann sehr aufschlussreich sein. Außerdem haben wir gelegentlich Berater bei uns im Team, die uns helfen.

Gibt es irgendein konkretes Ziel, auf das Ihr hinarbeitet?

Natürlich wollen wir an sich immer größer werden. Da die Ressourcen für das Founders-Summit allerdings sehr kosten-, personen-, und zeitintensiv sind, haben wir im Eventgame nicht den gleichen Skalierungseffekt wie in anderen Branchen. Das heißt, wenn wir das Ding noch größer machen würden, würden wir trotzdem nicht mit mehr Geld nach Hause gehen, da die Einnahmen mit den Kosten steigen. Da wir sowieso schon offiziell Deutschlands größte Gründerkonferenz sind, sind wir nicht unbedingt daran interessiert, im nächsten Jahr nochmal um das Doppelte zu wachsen. Wir wollen eher unsere Ausbildungsprogramme und unser Agentur- und Consultingbusiness ausbauen. Zum einen, weil dies für uns lukrativer ist, zum anderen aber auch, da wir sehen, dass wir mit diesen Angeboten die Leben von Menschen nachhaltig verändern. Nachhaltige Betreuung war auch das, was wir uns damals in der Anfangsphase gewünscht haben.

Über Robin Söder:

Robin Söder ist ex-Fußballprofi, gründete mit seinem Bruder Danny und Mareike Kehrer die Entrepreneur-University und veranstaltet heute eines der größten B2B-Events in Deutschland: Den Founder Summit.

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Ruben Schäfer

Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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