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Forschung zeigt: Geld macht doch glücklich

Wissenschaftler der Universität Trier fanden heraus, dass Geld doch glücklich macht und zeigen, wie sich Deutsche und Amerikaner in ihrem Konsumverhalten unterscheiden.

Geld kann auf verschiedene Weisen glücklich machen: Die einen haben Freude daran es auszugeben, die anderen erfreut es, sparen zu können. Wissenschaftler der Universität Trier haben untersucht, wie finanzielles Handeln das eigene Wohlbefinden beeinflusst.

Glücklich werden durch Geld sparen oder Geld ausgeben

Im Fokus der Untersuchung standen zwei Aspekte: Beim ersten geht es darum, dass Menschen ihr Wohlbefinden dadurch steigern können, dass sie Geld entsprechend ihren persönlichen Präferenzen verwenden. So fühlen sich sparfreudige Menschen besser, Geld sparen zu können, während Konsumgetriebene Glücksmomente beim Geldausgeben vernehmen.

Beim zweiten Fokus haben Forscher festgestellt, dass Gehaltserhöhungen nicht zu einer subjektiven Wohlfühlsteigerung führen. Die Neigung des Menschen, sich mit anderen oder einem allgemeinen Standard zu vergleichen, ist hier der Glückshemmer. Ein höherer Lohnzuwachs oder verbesserter Lebensstandard beim Kollegen kann die Freude über die eigene Gehaltserhöhung dämpfen. Dieses Phänomen haben die Wissenschaftler um BWL-Professor Marc Oliver Rieger in einem Experiment mit Deutschen und US-Amerikanern näher beleuchtet.

Gesellschaftliche Erwartungen: Konsum oder Vorsorge

Die Erwartungen der Trierer Wissenschaftler wurden durch das Experiment bestätigt: Der soziale Vergleich hat für die Bürger der beiden Staaten einen unterschiedlichen Stellenwert. Amerikaner sind konsumorientierter als Deutsche. Ist die Möglichkeit gegeben, den eigenen finanziellen Status kontinuierlich mit dem anderer zu vergleichen, dann kann Sparen glücklich machen. Im „echten Leben“ ist es allerdings einfacher Konsum miteinander zu vergleichen: Sei es das neue Auto vom Kollegen oder die neue Küche vom Nachbarn, Konsumgüter sind sofort ersichtlich und der Wert lässt sich meist gut schätzen. Auf der anderen Seite lässt sich erspartes Geld auf der Bank weniger gut vergleichen.

Amerikanern ist es wichtiger, sich gut vergleichen zu können. Deshalb kaufen sie Konsum- und Luxusgüter. Weil Geldausgeben ihre eigene Position im Verhältnis zu anderen subjektiv verbessert. Das macht die Amerikaner im Schnitt glücklicher, weil sie damit auch gesellschaftlichen Erwartungen und Normen entsprechen. Die gesellschaftlichen Erwartungen der Deutschen sieht dahingegen anders aus: Vorsorge und Sparen haben einen höheren Stellenwert als das amerikanische Konsumverhalten. Folglich sparen Deutsche ihr Geld lieber, um somit sozialen Normen nachzukommen.

Die Studie der Universität Trier stand unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Oliver Rieger, Dr. Amin Ashtiani und Thomas Dudek. Die Veröffentlichung der Studie „Happy Savers and Happy Spenders: An experimental study comparing US Americans and Germans“ ist im „Journal of Behavioral and Experimental Economics“ online verfügbar.

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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