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Global Pricing Studie 2021: Was bleibt Unternehmen langfristig von ihrem Erfolg aus 2020?

Während der Großteil der Unternehmen weltweit vergangenes Jahr zwar ihre Gewinnmarge verbessern konnte, wird der Preis als Gewinntreiber generell unterschätzt, so die Ergebnisse der aktuellen Studie von Simon-Kucher & Partners.

Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen konnten fast 60 Prozent der Unternehmen weltweit ihren Gewinn im Jahr 2020 steigern, wobei vor allem die Branchen Software, Internet, Logistik, Chemie und Bau zu den Gewinnern zählen. Da dies jedoch größtenteils auf Covid-19-Effekte zurückzuführen ist, rechnen nur 19 Prozent der Unternehmen mit nachhaltigen, langfristigen Verbesserungen. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Global Pricing Study 2021 der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Verbesserte Gewinnmargen sorgen für vorteilhafte Absatz- und Kostenentwicklung

„Auf den ersten Blick mag dies ein überraschendes Ergebnis sein“, sagt Co-CEO Mark Billige. „2020 war ein herausforderndes Jahr, aber tatsächlich wirkte sich die Pandemie nicht in allen Branchen gleich aus. Während man in der Öffentlichkeit meist nur von den Verlierern hört, gibt es eben auch viele Gewinner. Die Frage ist also: Wie konnten Unternehmen ihre Gewinnmargen verbessern, was war der Treiber dafür, und wie nachhaltig werden diese Margenverbesserungen sein? Uns steht sehr wahrscheinlich ein weiteres volatiles Jahr bevor, mit einer unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft und einem prognostizierten Inflationsanstieg. Selbst die Unternehmen, die 2020 erfolgreich waren, müssen jetzt handeln, um sich gegen die Auswirkungen dieser absehbaren Entwicklungen abzusichern.“

Die Studie zeigt, dass die Verbesserungen der Gewinnmargen größtenteils durch vorteilhafte Absatz- und Kostenentwicklungen erzielt wurden. 45 Prozent der Unternehmen führten die Gewinnsteigerungen auf eine höhere Nachfrage nach ihren Produkten bzw. Dienstleistungen zurück, 34 Prozent auf Kosteneinsparungen. Nur 21 Prozent nannten verbesserte Preise als Treiber.

Inflationäre und wirtschaftliche Änderungen können so für viele Unternehmen zur Herausforderung werden. Ebenso zeigt sich das fehlende Bewusstsein der Unternehmen über die Möglichkeiten, die Preise als Hebel für nachhaltiges Gewinnwachstum bieten. Nur 27 Prozent der Befragten sehen den Preis als den größten Treiber für zukünftiges Wachstum.

Mehr als zwei Drittel planen Preiserhöhungen höchstens in Höhe der Inflation, 22 Prozent der Unternehmen planen überhaupt keine Preiserhöhung. Billige: „Dies ist ganz klar ein Risiko für Unternehmen: Wenn die prognostizierten Inflationssteigerungen nicht berücksichtigt werden, kann sich die gute wirtschaftliche Lage aus 2020 schnell verschlechtern.“

Preiskampf wieder auf dem Niveau von 2017

Die Mehrheit der Unternehmen (57 Prozent) gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten einen verstärkten Preisdruck erlebt zu haben. Im Vergleich zu 2019 (65 Prozent) ist hier also eine Verbesserung zu sehen. Auch die Anzahl der Unternehmen, die aktiv in einen Preiskampf verwickelt sind, ist im Vergleich zu den Global-Pricing-Study-Ergebnissen von 2019 (57 Prozent) auf 45 Prozent gesunken und entspricht damit eher den Zahlen von 2017 (47 Prozent).

Während im Jahr 2019 fast 60 Prozent der Unternehmen angegeben haben, den Preiskampf entweder bewusst oder versehentlich ausgelöst haben, ist dieser Anteil in der aktuellen Studie auf 26 Prozent gesunken und damit ebenfalls wieder näher an das Niveau von 2017 herangerückt.

„Unternehmen scheinen sich der Gefahr eines Preiskampfes bewusst zu sein und versuchen ihn entsprechend zu vermeiden“, sagt Dr. Andreas von der Gathen, Co-CEO bei Simon-Kucher. „Dennoch sehen wir auch dieses Jahr in den Ergebnissen der Global Pricing Study wieder, dass Unternehmen den Preis als Gewinntreiber generell unterbewerten. Sie nennen vor allem die Einführung neuer Produkte als wichtigste Maßnahme, um in einer ‚post-Covid-19‘-Zeit wieder auf Kurs zu kommen. Unternehmen müssen sich jedoch bewusst werden, wie wichtig Preisanpassungen und optimierte Umsatzmodelle sind, um langfristiges Wachstum zu generieren.“

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Nina Rath

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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