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Goldfonds Hansagold erreicht erstmals ein Volumen von einer Milliarde US-Dollar

Vom Krisenprodukt zum Dauerläufer

Der Hansagold wurde im Umfeld der globalen Finanzkrise aufgelegt. Nach dem Börsenbeben von 2008 suchten Investoren verstärkt nach sicheren Anlageformen. 2009 kam der Fonds als reiner Edelmetallfonds auf den Markt und wurde nach eigenen Angaben als erster seiner Art in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Was zunächst als Antwort auf extreme Marktverwerfungen gedacht war, entwickelte sich über die Jahre zu einer konstant nachgefragten Anlagestrategie.

17 Jahre später steht nun ein neues Kapitel an: Das Sondervermögen hat erstmals ein Volumen von einer Milliarde US-Dollar erreicht.

Rückenwind durch starke Edelmetallpreise

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Gold zählte 2025 zu den stärksten Anlageklassen, lediglich Silber entwickelte sich noch dynamischer. Diese Marktbewegung wirkte sich doppelt positiv auf den Fonds aus. Zum einen stiegen die Bewertungen der enthaltenen Edelmetalle, zum anderen sorgten hohe Mittelzuflüsse für zusätzliches Wachstum. Nach Angaben des Vertriebspartners Punica Invest war es genau diese Kombination, die den Sprung über die Milliardenmarke ermöglichte.

Physisches Gold als Kern der Strategie

Der Fonds unterscheidet sich in seiner Konstruktion deutlich von klassischen Goldanlagen. Bis zu 60 Prozent des Vermögens können in Gold investiert werden. Rund die Hälfte davon entfällt auf physische Goldbarren, die sicher verwahrt werden. Weitere Anteile sind über physisch besicherte ETCs abgebildet.

Ergänzt wird das Portfolio durch Silber, das mit etwa 20 Prozent gewichtet ist. Der verbleibende Anteil dient der Steuerung von Liquidität und Risiko sowie der taktischen Anpassung an unterschiedliche Marktphasen. Diese Struktur soll Stabilität und Flexibilität miteinander verbinden.

Eine Besonderheit ist die Option auf physische Auslieferung. Unter bestimmten Voraussetzungen können Anleger beim Verkauf ihrer Anteile eine Auszahlung in Form von Goldbarren beantragen. Damit verbindet der Fonds die Vorteile eines Investmentfonds mit der direkten Verfügbarkeit des Edelmetalls.

Langfristige Rolle im Portfolio

Verwaltet wird der Fonds von der Signal Iduna Asset Management. Portfoliomanager Nico Baumbach sieht in dem erreichten Volumen eine Bestätigung der langfristigen Strategie. Aus seiner Sicht eignet sich eine Goldbeimischung von fünf bis 20 Prozent, abhängig vom individuellen Risikoprofil des Anlegers.

Auch Vertriebspartner Stephan Lipfert betont den strategischen Charakter des Produkts. Gold sei aus seiner Sicht weniger ein kurzfristiger Trend als vielmehr ein dauerhafter Baustein zur Stabilisierung von Portfolios, insbesondere in Phasen erhöhter Unsicherheit.

Gold bleibt gefragt

Die Entwicklung des Hansagold spiegelt einen übergeordneten Trend wider. In Zeiten von Inflation, geopolitischen Spannungen und volatilen Aktienmärkten bleibt Gold für viele Investoren ein Rückzugsort. Ob der Fonds sein Volumen weiter steigern kann, wird maßgeblich von der Entwicklung der Edelmetallpreise und dem globalen Marktumfeld abhängen.

Fest steht jedoch: Was als Reaktion auf eine der größten Finanzkrisen der Geschichte begann, hat sich zu einer dauerhaften Anlageidee entwickelt. Der Hansagold steht heute sinnbildlich für die anhaltende Bedeutung von Gold als stabilisierendes Element im Portfolio.

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