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Google ist erstmals Arbeitgeber Nummer eins und das kannst du vom Techkonzern lernen

Mit Google schafft es dieses Jahr zum ersten Mal ein IT-Unternehmen auf den ersten Platz der Rankings der attraktivsten Arbeitgeber für junge Berufstätige mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Was steht noch hoch im Kurs bei den Young Professionals?

In den letzten zehn Jahren gelangten ausschließlich Automobilunternehmen auf die vordersten Plätze. Dieses Jahr ist allerdings alles anders. Porsche platziert sich als einziger Automobilhersteller auf dem zweiten Platz, die Lufthansa Group auf dem dritten. Damit verliert die Automobilbranche an Beliebtheit bei jungen Berufstätigen. Das ergab der Young Professional Survey 2020 von Universum. Die Employer-Branding-Beratung, die zur StepStone-Gruppe gehört, hat dieses Jahr 14.220 junge Berufstätige befragt.

Die Automobilbranche im Umbruch

Laut Tina Smetana, Country Manager Germany bei Universum, hatte sich die negative Berichterstattung über die Automobilunternehmen bislang kaum in den Rankings der Young Professionals widergespiegelt. Jedoch änderte sich das im aktuellen Ranking. Einzig Porsche kann sich dem Trend entziehen.

„Vieles spricht dafür, dass die Automobilindustrie im Umbruch steckt, der durch die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie noch verstärkt und beschleunigt wird“, fährt Tina Smetana weiter fort.

Forschungsunternehmen gewinnen an Beliebtheit bei Naturwissenschaftlern

Was den Fachbereich IT/Informatik betrifft, schafft Google es ebenfalls auf den ersten Platz. Den zweiten Rang besetzt Microsoft und den dritten zum ersten Mal Apple. Damit stehen in diesem Fachbereich ausschließlich IT-Unternehmen an der Spitze. 

Für junge Ingenieure bleiben Automobilhersteller allerdings die attraktivsten Arbeitgeber. Porsche ist hier auf dem ersten Platz, gefolgt von der BMW Group. Audi und Daimler/Mercedes-Benz teilen sich den dritten Rang. Jedoch müssen alle vier Automobilunternehmen einen Verlust von vier Prozentpunkten verkraften.

Darüber hinaus werden Forschungsunternehmen beliebter: Die Fraunhofer-Gesellschaft steigt im Ranking dieses Jahr vier Plätze nach oben an die Spitze. Die Max-Planck-Gesellschaft wiederum ist Zweitplatzierter und ist ganze fünf Plätze hoch geklettert. Auf dem dritten Platz folgt Roche. 

Unternehmen müssen jungen Talenten zukünftig einiges bieten

Die Anzahl der Arbeitgeber, die Young Professionals sich als späteren Beruf vorstellen könnten, hat sich in den letzten fünf Jahren signifikant erhöht. Hierbei handelt es sich um eine Steigerung um durchschnittlich zehn Unternehmen. Darunter befinden sich vor allem die Fachbereiche Business und IT/Informatik. Gleichzeitig bedeutet das für Arbeitgeber größere Konkurrenz um junge Talente. 

„Vor diesem Hintergrund ist es unter anderem interessant, was junge Berufstätige mit dem ‚Arbeitsplatz der Zukunft‘ verbinden“, sagt Tina Smetana. Höchste Priorität haben laut des Young Professional Survey 2020 fachübergreifend Flexibilität, Homeoffice, Innovation, Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten.

Stark im Fokus: Flexible Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance

Die Attraktivität eines Unternehmens hängt nach wie vor vom Grundgehalt ab. So denken junge Berufstätige mit Abschlüssen in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik oder Naturwissenschaften. Besonders wichtig sind Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren im Vergleich zum letzten Jahr nun flexible Arbeitsbedingungen. Sie liegen auf Platz zwei im Ranking der attraktivsten Arbeitgebereigenschaften. 

Ebenso die Work-Life-Balance ist für Young Professionals aller Fachbereiche von Bedeutung: Für junge Wirtschafts- und Naturwissenschaftler gehört sie zu den Top drei der attraktivsten Arbeitgebereigenschaften, für junge Ingenieure und Informatiker zu den Top fünf. Darüber hinaus ist für Letztere auch die Innovation im Vergleich zum Vorjahr eine wichtige Eigenschaft. Der Aspekt Innovation ist dabei sowohl bei Young Professionals aus der IT/Informatik als auch bei Ingenieuren aufgestiegen. 

Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarkt-Experte bei der Jobplattform StepStone, äußert sich dazu: „Bevor sich Young Professionals für einen neuen Job entscheiden, schauen sie sehr genau hin. Deshalb sollten Arbeitgeber schon sehr früh im Bewerbungsprozess detailliert zeigen, was sie zu bieten haben.“

*Über den Universum Young Professional Survey 2020 in Deutschland

Die Universum-Arbeitgeberrankings der Young Professionals 2020 basieren auf einer zwischen Oktober 2019 und April 2020 durchgeführten Umfrage unter 14.220 Young Professionals in ganz Deutschland.  Dabei gelten als Young Professionals Akademikerinnen und Akademiker, die bis zu 40 Jahre alt sind und mindestens ein und höchstens acht Jahre Berufserfahrung nach Abschluss des Studiums haben.

Die Befragten gaben unter anderem an, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten und welche Gehaltsvorstellungen sie haben. Ebenso ging es darum, welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen. Weitere Informationen und die vollständigen Rankings für alle Fachbereiche findet ihr unter diesem Link

Anne Kläs

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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