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Gründungsgeist bei jungen Deutschen nimmt stark zu

Eine neue Analyse von KfW Research zeigt, dass Studenten die Gründerszene positiv beeinflussen – fast die Hälfte aller Studenten würde sich für den Weg in die Selbstständigkeit entscheiden, wenn Sachzwänge keine Rolle spielen würden.

Der Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit hat sich 2019 in Deutschland stabilisiert.  Grund dafür ist vor allem der steigende Gründungsgeist junger Menschen. Aktuell würden sich 26 Prozent der Erwerbsbevölkerung für den Schritt in die Selbstständigkeit entscheiden, wenn sie frei von Sachzwängen wären. Bei den Studierenden ist es fast jeder Zweite (46 Prozent).

Junge Menschen wollen Wirtschaft mitgestalten

In den letzten 20 Jahren schwankte die Zahl der gründungsaffinen Menschen in der deutschen Erwerbsbevölkerung immer wieder. Im Jahr 2000 waren noch 45 Prozent von dem Weg in die Selbstständigkeit angetan – 2018 war der Wert auf 25 Prozent gesunken. Grund für diese Schwankungen ist unter anderem die demografische Alterung der Gesellschaft – mit steigendem Alter sinkt die Präferenz für eine berufliche Selbstständigkeit . Aber auch Krisen, wie etwa die EU-Schuldenkrise, haben die wirtschaftspolitische Unsicherheit immer wieder erhöht.

„Der steigende Gründungsgeist unter den jungen Leuten ist eine positive Entwicklung. Nicht zuletzt durch die intensiven öffentlichen Diskussionen großer Themen wie Klimaschutz oder soziale Teilhabe, scheinen viele junge Menschen erkannt zu haben, welche Möglichkeiten ihnen Gründungen und Start-ups bieten, um selbst aktiv zu werden und Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Im aktuellen Jahr dürfte die Zahl der gründungsaffinen Studenten voraussichtlich wieder zurückgehen. „Durch die Corona-Krise mit ihren hohen Belastungen für Selbstständige und Unternehmen ist die wirtschaftliche Unsicherheit deutlich gestiegen. Es ist daher zu befürchten, dass der Gründungsgeist 2020 erneut einen Dämpfer erhält“, so Dr. Fritzi Köhler-Geib. „Durch die wirksame Unterstützung der Krisenbetroffenen kann hoffentlich erreicht werden, dass es bei einem Dämpfer bleibt und der Gründungsgeist keinen weiteren nachhaltigen Schaden nimmt.“

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter: www.kfw.de/fokus

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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