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Guitar Master Plan im Interview
© Ben Hübschmann und Chris Klöckl

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Ben Hübschmann und Chris Klöckl von Guitar Master Plan im Interview: So machen sie dich zum Rockstar

Früh übt sich – dieses Sprichwort hört man oft im Zusammenhang mit dem Erlernen eines Instrumentes, wie beispielsweise Gitarre. Dabei kommt es aber überhaupt nicht darauf an, in welchem Alter man anfängt zu lernen, sondern wie gelernt wird, sagen Chris Klöckl und Ben Hübschmann. Die leidenschaftlichen Musiker und Gründer von Guitar Master Plan erklären, wie ihre Onlineplattform mit Struktur und den richtigen Lerninhalten nahezu jeden an seine musikalischen Ziele bringt.

Viele haben ihn, den Kindheitstraum vom Rockstar sein, vor Publikum auf der Bühne stehen oder einfach für die eigene Familie spielen. Für die meisten endet dieser Traum schon in der Kindheit, im späteren Berufsleben fehlt dann die Zeit, sich daran zu versuchen. Hinzu kommt der große Mythos, dass es in diesem Alter sowieso schon zu spät sei, Gitarrespielen zu lernen. Auch Chris Klöckl und Ben Hübschmann, Gründer von Guitar Master Plan, müssen sich immer wieder mit derartigen Aussagen befassen. Aber sie wissen: Mit einer klaren Struktur kann fast jeder in 12 Monaten auf der Bühne stehen und eine Performance abliefern, die sich sehen lässt.

Guitar Master Plan ist eine Onlineplattform, die Menschen dabei hilft, das Gitarrespielen zu erlernen. Die Programme spezialisieren sich auf Blues, Rock und Metal-Gitarristen, vor allem für E-Gitarren, aber es gibt auch Kurse für Akustikgitarren. Guitar Master Plan ist die größte derartige Onlineplattform in der DACH-Region und bietet primär Onlinekurse an, in denen es Videos, Texte, Audios und E-Books gibt. Darüber hinaus bieten Chris Klöckl und Ben Hübschmann auch Bücher an und veranstalten Events, bei denen sich die Kursteilnehmer kennenlernen können. Die beiden Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, Mythen, wie etwa, dass man schon als Kind mit dem Gitarrespielen anfangen und mehrere Stunden am Tag üben muss, zu beseitigen. Mit ihrem Programm können Teilnehmer auch neben dem Beruf mit relativ wenig Zeitaufwand, schnell große Fortschritte machen. Wie genau das funktioniert, erklären sie im Interview.

Chris Klöckl und Ben Hübschmann von Guitar Master Plan im Interview!

Herzlich Willkommen im GEWINNERmagazin, Chris Klöckl und Ben Hübschmann. Welche Fehler machen diejenigen, die versuchen, auf eigene Faust Gitarrespielen zu lernen?

Chris: Ein großes Problem ist, dass viele mit dem Informationsüberfluss nicht zurecht kommen. Es gibt die Möglichkeit, sich unzählige Youtube-Videos anzusehen, sich DVDs zu kaufen oder auch Bücher. Letztendlich ist das Regal irgendwann voll, aber die Person weiß immer noch nicht, wo sie anfangen soll. Denn: In einem Buch oder einem Video bekommt man vielleicht einen Einblick, aber es bleiben trotzdem offene Fragen, für die dann wieder ein anderes Buch her muss. Genau deshalb ist unser System ganz anders aufgebaut: Dort bekommt man als Schüler alles, was bei dem derzeitigen Wissensstand gebraucht wird. Wir haben Kurse für Einsteiger, für Fortgeschrittene oder Schnellstarter-Kurse – so kommt es nicht zu einem Informationsüberfluss. Mit denjenigen, die sich unsicher sind, welcher Kurs für sie passend ist, sprechen wir persönlich und finden die beste Lösung für sie.

Ben: Es kommt natürlich auch immer darauf an, was die Person selbst erreichen möchte. Wenn es ihr ausreicht, Lieder zu begleiten, dann ist das für sie wahrscheinlich schon ein fortgeschrittenes Level. Wobei es oft so ist, dass man seine Ziele erweitert, wenn die ersten Meilensteine erreicht sind. Grundsätzlich gibt es eben verschiedene Stufen: Der blutige Anfänger, den ersten Song spielen können, das erste Solo improvisieren, bis hin zu auf Bandniveau spielen.

Gitarre spielen lernen in einfachen Lektionen

Ben Hübschmann und Chris Klöckl mit einer Teilnehmerin von Guitar Master Plan.

Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten

Wie lange müssen die Kursteilnehmer üben, bis sie die ersten Erfolge sehen oder eher hören, können?

Chris: Unsere Schüler können in der Regel nach den ersten zwei Wochen den ersten Song spielen. Wir fokussieren uns darauf, dass sie sehr schnell die ersten Meilensteine erreichen. Klar, das ist dann nicht der schwierigste Song, sondern eine einfache Begleitung. Aber es geht darum, rasch Erfolgserlebnisse zu haben und nicht erst ein halbes Jahr üben zu müssen. Schon nach zwei Wochen können Teilnehmer also ihrer Familie und den Freunden vorspielen, was sie schon können. Außerdem lernen unsere Schüler auch rasch, über “Backing Tracks” zu spielen, also über Hintergrundmusik. So können dann Melodien improvisiert werden, die einem selbst Spaß machen. In jedem Lehrmonat gibt es auch einen größeren Song, der analysiert wird. All das lernen unsere Schüler neben den Grundlagen wie Akkorde, Rhythmik, Skalen und viel mehr.

Ben: Wie Chris eben schon gesagt hat, können die meisten nach den ersten zwei Wochen den ersten Song spielen. Nach drei bis sechs Monaten können die meisten schon tolle Solos abliefern. Es gab mal einen Schüler, der sagte: „Meine Frau lässt jetzt auch mal die Tür auf, wenn ich übe.“ Nach weiteren sechs Monaten, wenn man sich an die Kursanleitung hält und selbst auch fleißig übt, kann sogar Bandniveau erreicht werden. Viele glauben nicht, dass das mit einem Onlineprogramm geht. Sie sagen zum Beispiel, dass sie schon seit fünf Jahren Gitarre spielen, aber noch nicht in einer Band auftreten könnten. Sie wissen einfach nicht, was erreicht werden kann, wenn man eine klare Struktur und den nötigen Support hat. Wir bieten auch Live-Coachings an, das heißt unsere Schüler können uns, neben dem klassischen E-Mail-Support, auch dort Fragen stellen. Das machen wir aktuell alle zwei Wochen für eine Stunde.

Guitar Master Plan bringt die nötige Struktur für Teilnehmer

Wie unterscheidet ihr euch von einer klassischen Musikschule?

Chris: Es gibt viele Lehrer an Musikschulen, die nicht gerne Lehrer sind. Sie würden viel lieber selber musizieren und mit ihrer Band unterwegs sein und das Lehren erfüllt nur den Zweck, dass sie überleben. Diese Erfahrung haben wir auch als Schüler gemacht. Da konnten sich Lehrer nicht mehr erinnern, was das letzte Mal im Unterricht gemacht wurde. Dann hat er einfach gefragt, was der Schüler machen möchte, aber das kann der ja nicht wissen. Da fehlt jegliche Struktur. Und gerade deswegen können sich auch viele nicht vorstellen, wie das ist, wenn jemand genau weiß, in welchen Abständen was gelehrt werden sollte.

Gitarre lernen mit Guitar Master Plan

Guitar Master Plan bietet Teilnehmern unter anderem Programme im Bereich Blues, Rock und Metal.

Mit der nötigen Motivation können die Teilnehmer hoch hinaus

Ihr habt bereits erzählt, dass Teilnehmer eures Programms später sogar in Bands spielen können. Gibt es Schüler, die das geschafft haben oder die euch besonders in Erinnerung geblieben sind?

Ben: Ein sehr gutes Beispiel ist einer unserer Schüler, der seit 2018 im Programm dabei ist. Zum ersten Mal persönlich kennengelernt haben wir ihn 2019 bei unserem Event in Frankfurt. Seine Spieltechnik war zu Anfang leider nicht sehr gut und er hat sich da sehr schwer getan. Er ist außerdem in einer beruflich fordernden Position tätig, also kein Job, wo er nur zwei Stunden am Tag arbeiten muss. Trotzdem hat er es innerhalb von einem Jahr geschafft, sein gesamtes Spiel auf so ein hohes Level zu bringen, dass wir selbst extrem beeindruckt waren. Das ist ein klasse Beispiel dafür, was man schaffen kann, wenn man einen klaren Plan verfolgt und kontinuierlich eine halbe Stunde bis Stunde am Tag übt. Er hat dann bei dem Event mit zwei weiteren Schülern etwas vorgespielt und alle mit offenem Mund stehen lassen.

Ein anderer Schüler, der mit unserem Programm sehr erfolgreich war, durften wir auch persönlich kennenlernen und waren beeindruckt. Er war einer der ersten, der den gesamten Basiskurs durchgegangen ist und das auch in 12 Monaten geschafft hat. Er hat dann nach dieser Zeit eine Band gefunden, in der er gespielt hat. Das heißt er hat es mit unseren Materialien in diesen 12 Monaten geschafft, dieses Niveau zu erreichen.

Die Kurse von Guitar Master Plan sind ideal für Anfänger geeignet

Für den direkten Austausch mit ihren Schülern veranstalten Ben Hübschmann und Chris Klöckl regelmäßige Events.

So fing für Ben und Chris alles an

Für viele beginnt die Affinität zur Musik bereits in der Kindheit. Wie war es bei euch, wie kamt ihr dazu, Gitarre zu spielen?

Ben: Ich hatte schon immer eine kreative und künstlerische Ader, habe mich also schon von klein auf dafür interessiert. Dadurch kam ich auch unter anderem zur Musik und das hatte für mich emotional einen hohen Stellenwert. Ich habe damals viel Punk Rock gehört und es hat mich inspiriert, andere auf der Bühne zu sehen. Mit 14 Jahren habe ich einen meiner besten Freunde kennengelernt, er spielte Bass und sein Bruder E-Gitarre. Und dann war der Gedanke da, dass wir eine Band gründen. Ich habe dann hin und wieder auf der E-Gitarre des Bruders gespielt und das wurde immer mehr, es hat mir total Spaß gemacht. Genau am 16. Juli 2005 habe ich mir dann meine erste eigene E-Gitarre gekauft und meine Mutter schickte mich dann in die städtische Musikschule. Mein Lehrer war eher Jazz begeistert und wenig zielorientiert, wie es leider viele sind.

Mit 16 Jahren habe ich in den ersten Bands gespielt und nach drei Jahren mit der Musikschule aufgehört. Denn: Ich dachte, ich könnte mir das ja mittlerweile auch selbst beibringen. Damit bin ich in eine Falle gelaufen, in der sich viele wiederfinden. Das war die schlimmste Zeit für mich, weil ich keine Fortschritte mehr gemacht habe. Ich habe dann viel in diesem Bereich recherchiert, Bücher gelesen und an Kursen teilgenommen. Bei einem Event 2008 haben Chris und ich uns dann kennengelernt und angefangen, uns über unsere Lernmethoden auszutauschen. Da haben wir schnell gesehen, dass wir mit unseren Methoden sehr viel schneller weiterkommen und dann hatte ich auch meine ersten Schüler. Wir haben aber auch schnell gemerkt, dass Präsenzunterricht eben sehr limitierend ist, was die Anzahl der Schüler angeht, die wir aufnehmen konnten. So kam die Idee für Guitar Master Plan, damit wir viel mehr Schüler erreichen können.

Guitar Master Plan auf YouTube

Neben Texten, Audios und E-Books finden Schüler auf der Onlineplattform von Guitar Master Plan auch zahlreiche Lernvideos.

Die erste Gitarre zu Weihnachten

Und wie war dein Weg, Chris?

Chris: Meine Geschichte deckt sich mit der einiger unserer Schüler. Ich habe relativ spät mit dem Gitarrespielen angefangen, daher hatte ich auch erst diese Angst, ob ich denn nicht schon zu alt bin. Jedenfalls kam ich schon in meiner Kindheit oft mit Musik in Kontakt. Ich erinnere mich auch daran, dass damals in Fernsehwerbungen Classic Rock CDs gezeigt wurden, zum Beispiel Alice Cooper mit dem Song Poison, ein Welthit aus dem Jahr 1989. Der Sound hat mich jedes Mal gefesselt und geprägt. Während meinem Jahr bei der Bundeswehr, das mich nicht wirklich gefordert hat, habe ich eine Beschäftigung gesucht und ein Freund von mir schlug  vor, dass ich doch mit Gitarrespielen anfangen könnte. Die erste eigene Gitarre gab es dann 2005 zu Weihnachten und so fing alles an.

Nachdem ich die ersten Songs spielen konnte, wollte ich irgendwann ein richtiger Profi werden. Daraufhin habe ich in dem Forum musiker-board.de recherchiert und bin auf die klassischen Mythen gestoßen. Da hat mich Frustration und Panik gepackt, weil alle dort sagten: „Du bist zu alt, du kannst kein Profi mehr werden.“ Dabei war das mein Traum. Und genau deshalb war ich entschlossen, es trotzdem zu versuchen, auch wenn viele dagegen sprachen. Ich habe dann einige Lehrer besucht und dabei festgestellt, dass die meisten zwar toll spielen konnten, aber kein gutes Lehrkonzept hatten. Nach einigen Jahren konnte ich die Musikschule in Linz besuchen und dort von einem sehr bekannten Gitarrenspieler lernen. Ich denke, gerade weil ich in so viele unterschiedliche Lernmethoden zum Gitarrespielen investiert habe und diese ausprobiert habe, kann ich sehr gut einschätzen, welche Methoden es gibt, welche gut sind und welche Schwächen es gibt.

So geht es für Guitar Master Plan weiter

Welche Ziele verfolgt ihr in diesem Jahr mit Guitar Master Plan?

Ein großer Schwerpunkt liegt darauf, sowohl die Kurse als auch die Plattform im Allgemeinen zu optimieren. Wir bekommen zwar vor allem positives Feedback, sind aber auch immer offen und dankbar für Kritik von unseren Schülern. Ein weiterer Punkt ist, dass wir unsere Message noch weiter in die Welt tragen wollen und mehr Schüler gewinnen möchten. Und es wäre ebenso super, wenn es wieder möglich wäre, dass wir Events hosten können, damit sich unsere Schüler untereinander kennenlernen können und sich so gegenseitig motivieren.

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Gurpinder Sekhon

Gurpinder Sekhon ist Bachelor of Arts in Global Trade Management und als Junior-Redakteurin zuständig für hochwertigen Content im Gewinnermagazin.

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