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Meinung

Haltet doch mal zusammen!

Missgunst und Neid durchziehen die Szene der Coaches und Online-Marketer – was sich in immer mehr YouTube-Kleinkriegen und Instagram-Battles niederschlägt. Verlierer sind am Ende alle. Ein Plädoyer für mehr Einheit.

Klar, die Branche der Coaches ist diffus, manchmal auch seltsam, aber leider vor allem eines – extrem zerstritten. Wer sich für einen Moment wegdreht, hat ein Messer im Rücken stecken, in Form eines YouTube-Videos oder Insta-Shitstorms. Wo in jeder anderen Branche aber zumindest ein bisschen Einigkeit herrscht, dass solche hinterfotzigen Aktionen nicht okay sind, dominiert bei den Coaches die Schadenfreude. Zu sehen an den vielen Kommentaren, in denen “Kollegen” ihren Senf dazu geben oder per Teilen-Funktion die Reichweite noch erhöhen. Was sie leider nicht checken? Sie selbst sind vielleicht die Nächsten, die dran glauben müssen.

Good Vibes only

Wir sind uns wohl alle einig: Wer in einem Lambo Geldbündel in die Kamera wirft, irgendwelchen ahnungslosen Senioren Bitcoin-Kreditkarten andreht oder riskante Tradings als “sichere Altersvorsorge mit Traum-Renditen” bezeichnet, ist für die Szene mehr schädlich als nützlich. Wenn du jetzt Wettbewerber von so einem Kandidaten bist, ist die Verlockung natürlich groß, da mal richtig vom Leder zu ziehen. Schreib gleich ein paar böse Kommentare oder gib ein paar Infos an den sympathischen Enthüllungs-YouTuber weiter! Dann musst du auch deinen Kopf nicht hinhalten und kannst dem Spektakel genüsslich zusehen. 

In der Realität passieren zwei Dinge: Es kommt sowieso raus, dass du die Infos geleakt hast. Womit du bei allen in der Branche auf der “Persona non Grata”-Liste landest. Und wer weiß, vielleicht finden die ja auch irgendeinen unzufriedenen Kunden von vor drei Jahren? Der packt dann schön gegen dich aus. Viel schlimmer ist aber eine Sache, die kaum jemand bedenkt: Die gesamte Szene leidet. Wenn das Internet von Berichten über unseriöse Coaches wimmelt, wird es auch guten Anbietern wie dir immer schwerer fallen, Kunden zu finden. Selbst, wenn es über dich noch keinen Artikel gibt – denn das ist dann ja auch nur eine Frage der Zeit.

Was also tun?

Schritt 1: Redet über eure eigenen Erfolge, anstatt über Fehler von anderen. 

Klingt fast biblisch, aber glaub mir, wenn du die Zeit und Energie statt in Hate-Videos in positive eigen-PR investierst, hast du am Ende mehr davon, die Szene hat mehr davon und die Kunden auch – denn die kaufen ja jetzt bei dir. Sie kennen dich und vertrauen dir. Du machst einen echten Unterschied.

Schritt 2: Lern Marketing und Verkaufen!

Wen du als Kunden gewinnst, der kann bei keinem schwarzen Schaf mehr Kunde werden. Denn diese Menschen haben einen Bedarf und wollen Hilfe – und sie werden diese Hilfe ohnehin finden, wenn nicht bei dir dann woanders. Rette die Leute vor schlechten Entscheidungen. Du weißt doch, was ihnen sonst widerfährt. Und wenn du das machst, hast du schon mehr bewirkt als jeder andere, der lieber Hate-Kommentare schreibt.

Ruben Schäfer

Chefredakteur des GEWINNERmagazins, PR-Experte und Gesicht hinter den Content und Blog-Strategien von internationalen Konzernen und erfolgreichen Unternehmern aus ganz Deutschland. Mehr unter rubenschaefer.de

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