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Immobilien Investment
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Ratgeber

Immobilien Investment: Wie und wann man in Immobilien investieren sollte

In Deutschland steigt das Interesse an Immobilienanlagen seit Jahren stetig an. Kein Wunder, denn Immobilien sind wertstabil und gelten als ausgezeichnete Altersvorsorge. Im Gegensatz zu anderen Anlagen unterliegen Immobilien keinen Schwankungen auf dem Weltmarkt und sind auch nicht von globalen Krisen abhängig. Doch wie geht man vor, wenn man in Immobilien investieren möchte, und was gilt es zu beachten?

Immobilien sind Kapitalanlagen zum Anfassen. Anders als beim traditionellen Sparbuch sind die Zinsen beim Betongold niedrig. Außerdem bietet ein Immobilien Investment nicht selten erhebliche Steuervorteile. Bis 2019 stieg der Wert von Immobilien scheinbar unaufhaltsam in die Höhe. Zu den Ursachen für diesen rasanten Wertanstieg zählen vor allem der Zuzug vieler Menschen in die Städte sowie eine rege Neubautätigkeit. Seitdem hat sich der Wert von Immobilien weitgehend stabilisiert, wobei immer noch eine steigende Tendenz zu verzeichnen ist. Der folgende Ratgeber zeigt, wie man bei einem Immobilien Investment vorgeht, und was es unbedingt dabei zu beachten gibt.

Welche Möglichkeiten habe ich beim Immobilien Investment ?

Der häufigste Ratschlag für angehende Anleger lautet folgendermaßen: Eine Immobilie kaufen und diese mindestens zehn Jahre im Bestand halten. Die Immobilie sollte sich an einem gefragten Standort befinden. Nach Ablauf der Zehnjahresfrist ist der Wert der Immobilie angestiegen. Außerdem kann man sie dann steuerfrei verkaufen. Als Alternative bietet es sich an, ein heruntergekommenes Objekt zu kaufen, es zu renovieren und anschließend mit Gewinn zu veräußern. Einsteigern stehen jedoch auch weitere Formen des Immobilien Investments zur Auswahl.

Weitere Formen von Immobilien Investments

Wer keine Immobilie kaufen, aber dennoch von einem Immobilien Investment profitieren möchte, kann dies auf verschiedene Weisen tun.

Immobilienaktien

Bei Immobilienaktien handelt es sich um Aktien von Unternehmen, die entweder Immobilien verkaufen oder vermieten. Die Unternehmen können beispielsweise Bauingenieurfirmen, Wohnungsbaugesellschaften oder Immobilienmakler sein. Wenn man in Immobilienaktien investiert, ist man als Anteilseigner an Verkauf oder Vermietung beteiligt. Allerdings gilt es, die hohe Volatilität von Immobilienaktien zu berücksichtigen.

Immobilienfonds

Professionelle Investoren sammeln das Geld der Anleger an und investieren es in Immobilien mit einer hohen Rendite. Offene Immobilienfonds zeichnen sich durch eine hohe Diversifikation im Objektbestand aus. Bei geschlossenen Immobilienfonds ist der Immobilienbestand beschränkt, es wird oft in ein paar größere Objekte wie Einkaufszentren oder Krankenhäuser investiert.

Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting handelt es sich um einen neuen Trend des Immobilien Investments. Viele Anleger schließen sich zusammen, um ihr Geld gemeinsam anzulegen. Dabei wird ein einziges Projekt unterstützt. Die Gewinne entstehen aus der Vermietung oder dem Verkauf der jeweiligen Immobilie.

Immobilien Investment: Auf Diversifikation achten

Man kann zwar in ein einziges Objekt investieren, doch ist dies mit entsprechenden Risiken verbunden. So wird man bei längerem Leerstand als Anleger selbst zur Kasse gebeten. Daher raten professionelle Investoren dazu, ein derartiges Klumpenrisiko zu vermeiden.

Wer über genügend Eigenkapital verfügt, kann sich problemlos mehrere Immobilien leisten. Wenn man als Anleger jedoch über begrenzte Mittel verfügt, aber trotzdem ein Immobilien Investment möchte, kann ein Crowdinvesting-Projekt eine ausgezeichnete Wahl sein. Auch sollte man sich überlegen, wie lange man auf sein Geld verzichten kann, denn die verschiedenen Immobilien Investments haben unterschiedliche Laufzeiten.

Vor- und Nachteile eines Immobilien Investment

Niedrige Zinsen und Wertstabilität: Der Kauf einer Immobilie lohnt sich derzeit besonders. Befindet sich die Immobilien in einer begehrten Lage, bleibt der Leerstand aus, die Mieteinnahmen decken die Tilgung der Finanzierung. Sollte sich die Immobilie jedoch nicht so einfach vermieten lassen, kann es auch dazu kommen, dass der Eigentümer selbst zahlen muss. Der Kauf einer Immobilie ist ein Langzeitprojekt: Immerhin muss man zehn Jahre warten, bis man das Objekt steuerfrei verkaufen kann.

Bedingt durch den Immobilienboom der letzten Jahre, sind auch die Aktienkurse von Immobilienfirmen stark angestiegen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Immobilienaktien nicht unerheblichen Schwankungen unterliegen.

Immobilienfonds stellen eine günstige Form des Immobilien Investments dar. Der große Vorteil offener Fonds besteht in ihrer Diversifikation: Indem das Kapital der Anleger in mehrere Immobilien investiert wird, verringert sich das Verlustrisiko. Doch es gibt auch eine Schattenseite. Da man als Anleger das gesamte Immobilienportfolio kaufen muss, können sich darin durchaus einige weniger attraktive Optionen befinden. Bei geschlossenen Fonds wiederum ist keine Diversifikation vorhanden, die Mindestanlage ist dabei relativ hoch.

Das Crowdinvesting eignet sich für Immobilien Investment Anleger, die über eine beschränkte Geldsumme verfügen. Auch die mittelfristigen Laufzeiten von ein bis fünf Jahren dürften für viele Investoren attraktiv sein. Man muss jedoch damit rechnen, dass es unter Umständen zu einem Totalverlust des Kapitals kommen kann.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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