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Luxusgütermarkt: Umsatzvolumen von Edelmarken wieder auf Wachstumskurs

Der Verkauf von hochwertigen Uhren, Schuhen, Lederwaren und Kleidungsstücken hat im letzten Quartal das erste Mal seit Pandemiebeginn wieder um einen Prozent zugelegt. Die Luxusgüterbranche scheint sich demnach langsam aber sicher vom krisenbedingten Einbruch zu erholen.

Mit dem Voranschreiten der Impfungen und der sinkenden Inzidenz wächst weltweit die Hoffnung, dass das Leben bald wieder zur Normalität zurückkehren wird. Dies wirkt sich auch positiv auf das Luxussegment aus, wie eine Studie der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company zeigt.

Luxusmarken zeigen sich enorm anpassungsfähig

„Trotz des gewaltigen Einbruchs 2020 infolge der Corona-Krise erweist sich die weltweite Luxusgüterindustrie als ausgesprochen robust, was die mittelfristigen Perspektiven anbelangt, auch wenn zum Teil noch immer große Unsicherheit vorherrscht“, konstatiert Marie-Therese Marek, Associate Partner bei Bain und Retail-Expertin. „Zahlreiche Marken haben sich in der Pandemie vergleichsweise zügig auf das veränderte Einkaufsverhalten eingestellt.“

Wie fast jede Branche stieg auch der Luxusgütermarkt während den anhaltenden Kontaktbeschränkungen auf digitale Vertriebskanäle um – obwohl die persönliche Beratung besonders bei Luxusmarken entscheidend ist. Langfristig wollen die Anbieter daher auch wieder zum persönlichen Kontakt zurückkehren. „Tatsache ist, dass die persönliche Interaktion über alle Kanäle hinweg unverzichtbar bleibt“, erklärt Branchenkennerin Marek. „Dazu ist ihre Bedeutung für die Kundenloyalität einfach zu groß.“

Aktuell sind vor allem China und die USA für die angestiegene Nachfrage am Luxusgütermarkt verantwortlich. Allein in China war das Luxussegment bereits 2020, nach Beendung der lokalen Eindämmungen, um 45 Prozent gewachsen. In den USA hingegen sorgte der schnelle Impffortschritt und die wirtschaftlichen Stimulus-Programme für einen überraschenden Ansturm auf Edelmarken im ersten Quartal 2021.

Ob das Vorkrisenniveau noch in diesem Jahr erreicht wird, hängt demnach besonders von der Konsumentwicklung in Europa ab. Steigen auch hier bald wieder die Ausgaben für Luxusgüter an, könnte die Branche im besten Fall einen Umsatz von 280 bis 295 Milliarden Euro generieren, womit das Vorkrisenniveau erreicht wäre. Sollte sich der Aufschwung in den europäischen Märkten weiter verzögern, rechnen die Experten mit einem Umsatz von 250 bis 265 Milliarden Euro. In diesem Szenario könnte sich die Luxusbranche dem Vorkrisenniveau erst 2022 annähern.

Nina Rath

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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