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Manager vs Leader
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Ratgeber

Manager vs. Leader: Manager verwalten – Leader gestalten

Manager und Leader sind zwei Begriffe mit unterschiedlichen Kompetenzen und Eigenschaften. Ein Manager übernimmt auftragsgemäße Führungsaufgaben von der Planung bis zur Zielsetzung. Der Leader ist von Haus aus eine Persönlichkeit mit Charisma nebst der Fähigkeit, andere Mitmenschen zu motivieren und zu begeistern, sie buchstäblich mitzureißen.

Der folgende Ratgeber erläutert zwei Begriffe mit unterschiedlichen Kompetenzen und Eigenschaften: Manager vs Leader.

Managen will und muss gelernt, bestenfalls studiert sein. Je anspruchsvoller die Managementvorgabe ist, desto ausgeprägter sind Know-how und Managementerfahrung.

Leadership ist, wie man sagt, eine natürliche Begabung, die sich nicht erlernen lässt. Der geborene Leader kann sich durchaus das Management aneignen. Umgekehrt geht das jedoch nicht so eins zu eins. Dem Manager fehlt ganz einfach das gewisse Etwas!

Manager vs Leader: Das unterscheidet den Manager vom Leader

Manager vs. Leader: Ziel oder Version

Manager erhalten klar Vorgaben und sind es gewohnt, punktgenau sowie zielorientiert zu arbeiten und zu entscheiden sie steuern direkt auf das vorgegebene Ziel hin. Leader haben das Gesamtheitliche im Blick. Sie geben eine Richtung vor und wirken inspirierend darauf hin, ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Führen vs. begeistern

Manager denken und handeln hierarchisch, sie greifen von oben nach unten durch. Sie geben Anweisungen, die umgesetzt werden müssen. Leader tun mit motivieren, engagieren und inspirieren das genaue Gegenteil. Ihr Leadership setzt auf freiwilliges sowie überzeugendes Followership.

Manager vs Leader: Vorgeben oder Coachen

Ohne Vorgabe kein Führen und ohne Führen kein Managen. Die Redewendung „Zuckerbrot und Peitsche“ wird heutzutage nicht gern gehört, jedoch durchaus subtil angewendet. Der Leader vertraut grundsätzlich und aus voller Überzeugung. Er braucht nicht anzuordnen, zu gebieten oder zu verbieten ihm reichen Persönlichkeit und Leadership.

Status quo vs. Change

Manager gehen immer nur so weit, wie es ihre Vorgaben und Ziele zulassen oder ermöglichen. Sie optimieren und maximieren, nicht mehr. Leader sind unermüdliche Antreiber nach dem Motto: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Darin liegen nicht nur, aber auch Risiken, die bewusst in Kauf genommen werden.

Manager vs Leader: Risikokontrolle oder Risikofreudigkeit

Manager behandeln alles Risikobehaftete restriktiv, Leader hingegen eher extensiv. Sie sehen das vordefinierte Ziel, Leader dagegen die wenn auch vage Möglichkeit am Horizont. Sie sind probier- und risikofreudig. Der eine darf nicht, der andere will und muss nach seiner Überzeugung unbedingt wollen.

Regeln definieren vs. Regeln brechen

Managen funktioniert ausschließlich in einem fest vorgegebenen Rahmen mit Regeln, mit Ge- und Verboten. Leadership bedeutet Veränderung. Die geht auch mal fließend über den vorgegebenen Rahmen hinaus. Das Ge- respektive Verbot wird nicht eingehalten, sondern gebrochen.

Manager vs Leader: Kurzfristigkeit oder Langfristigkeit

Managementziele sind kurzfristig, sie müssen zeitlich begrenzt sein. In der freien Wirtschaft ist das Geschäftsjahr ein Nonplusultra. Das geht so nicht beim Leadership. Visionen sind von Natur aus mittel- bis langfristig. Sie werden nicht gemanagt oder bearbeitet, sondern an ihnen wird gearbeitet losgelöst von Manpower, Kosten und Hindernissen. Entscheidend sind emotionale Skills wie beispielsweise Leidenschaft, Motivation, Engagement.

Prozessgestaltung vs. Beziehungsentwicklung

Jeder Managementprozess wird als Projekt gestaltet. Er hat einen definierten Beginn, seinen agilen Ablauf sowie das feststehende Ende. Der Prozess ist eine Sache, anders gesagt ein Vorgang. Leader richten den Fokus immer auf den Menschen Stichwort: Stakeholder. Sie entwickeln eine emotionale Vertrauensbasis.

Manager vs Leader: Rollenkopie oder Unikat

Manager orientieren sich oft und gern an Vorbildern sie schlüpfen in die Rolle ihres Vorgängers. Eine neue, bislang nicht dagewesene Rollenidentität zu entwickeln ist für viele nicht leicht. Leader kennen die Power ihrer Persönlichkeit, ihrer Aura und Ausstrahlung. Die wissen sie zu nutzen und einzusetzen. Sie sind so authentisch wie ein Unikat, sprich einmalig.

Fachkompetenz vs. Persönlichkeit

Manager entwickeln Kompetenz und bauen sie laufend aus das müssen sie, denn ohne können sie nicht managen. Leader wachsen in ihrer Person an und mit den Herausforderungen nach dem Motto: Stagnation ist Rückschritt. Sie umgeben sich ganz bewusst mit Menschen, die sie weiterbringen und die auch mal besser sind als sie selbst. Damit tun sich Manager ausgesprochen schwer.

Die Ideallösung – gibt es die überhaupt?

Die Quintessenz ist zumindest theoretisch naturgemäß derjenige, der beide Eigenschaften in sich vereint; also der managende Leader oder der Leader als Manager. Das ist einfacher gedacht als getan, weil die Typengegensätze einfach zu gravierend sind.

Der gangbare respektive erstrebenswerte Kompromiss: Das eine sein und das andere nicht lassen. Denkbar ist auch eine Doppelspitze, wie sie sowohl in der Politik als auch in der freier Wirtschaft vermehrt zu finden ist.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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