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Interviews

Manuel Epli: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter qualifiziert schulen

Manuel Epli ist Gründer von eLearningPlus. Mit seinem Team aus Didaktik-Experten, Videografen und Webdesignern erstellt er interaktive Videos, die es Unternehmen ermöglichen, ihren Mitarbeitern in kurzer Zeit das nötige Wissen zu vermitteln. Mit modernen E-Learning-Methoden möchte Manuel Epli für mehr Effizienz bei der Ausbildung und dem Onboarding sorgen. Im Interview erläutert er sein Konzept, erklärt typische Fehler bei der Schulung und führt aus, wie Unternehmer mit seinem System dem Fachkräftemangel begegnen.

Die Schulung von Mitarbeitern ist für Unternehmen inzwischen zu einer zentralen Aufgabe geworden. Eine abgeschlossene Ausbildung genügt längst nicht mehr, um den Anforderungen des Berufslebens auf Dauer gerecht zu werden. Die Arbeitswelt ändert sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Das Motto lautet: lebenslanges Lernen. Dazu kommt, dass der Fachkräftemangel die Unternehmen dazu zwingt, vermehrt auf Quereinsteiger zu setzen. Weiterbildung scheint also der Schlüssel zu sein, mit dem Unternehmen ihr zukünftiges Wachstum absichern. „Die interne Ausbildung ist allerdings mit hohem zeitlichem Aufwand verbunden und verlangt gewisse Ressourcen“, erklärt Manuel Epli von eLearningPlus. 

Eine Fachkraft, die mit der Schulung neuer Mitarbeiter beschäftigt ist, steht dem Unternehmen in der Regel für die Wertschöpfung nicht zur Verfügung. Gibt es keine Möglichkeit, die Schulungen zu automatisieren, um sie effizienter zu gestalten? Manuel Epli hat sich mit dem Problem befasst und mit eLearningPlus eine Lösung gefunden. Mit eLearningPlus verfolgt er das Ziel, Unternehmen – mit auf wissenschaftlichen Studien basierenden E-Learning-Methoden – zu entlasten und gibt ihnen ein maßgeschneidertes Werkzeug für die Mitarbeiterschulung an die Hand. Manuel Epli ist als Mathematiker analytisches Denken gewohnt und konnte durch seine langjährige lehrende Tätigkeit in unterschiedlichen Branchen viel an Erfahrung im didaktischen Bereich sammeln. 

„Unser Konzept für die digitale Wissensvermittlung ermöglicht es, die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens bei der Ausbildung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter mit viel Liebe zum Detail umzusetzen“, sagt Manuel Epli, Gründer der eLearningPlus. „Der zusätzliche Vorteil unserer Methode besteht darin, dass wir das Wissen der Mitarbeiter im Unternehmen sichern. Das Know-how wird also in der firmeneigenen digitalen Schulungsplattform eines Unternehmens konserviert und steht dem Unternehmen damit dauerhaft zur Verfügung.“ In unserem Interview erklärt Manuel Epli von eLearningPlus seine Arbeitsweise.

Manuel Epli von eLearningPlus

Manuel Epli bietet mit seinem Unternehmen eLearningPlus eine optimale Lösung zur Mitarbeiterschulung.

Manuel Epli von eLearningPlus bei uns im Interview!

Herzlich willkommen im GEWINNERmagazin, Manuel Epli. Unser Thema ist heute E-Learning. Könntest du uns zu Beginn euer digitales Ausbildungskonzept erklären? An wen wendet sich euer Angebot? 

Mit eLearningPlus digitalisieren und systematisieren wir die Ausbildung für Unternehmen. Wir von eLearningPlus erfassen bei den Firmen zunächst, was es an Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln gibt. Ganz konkret: Ein Mitarbeiter fängt neu an. Was muss er in den ersten vier Wochen lernen, um möglichst schnell auf die nötige Flughöhe zu kommen? Dann erstellen wir gemeinsam mit den Inhabern einen Lehrplan und entwickeln die Themen mit den Mitarbeitern des Unternehmens weiter. Im Anschluss produzieren mein Team von eLearningPlus und ich professionelle Lern- und Erklärvideos. Diese werden interaktiv aufbereitet und in die firmeneigene Online-Akademie – die wir für die Firmen natürlich auch einrichten – hochgeladen. Damit ist das System bereits nach wenigen Wochen für die Ausbildung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter einsetzbar. Unsere Kunden können mit unserem Konzept mehr Mitarbeiter in kürzerer Zeit ausbilden. Es ist zudem leicht möglich, Lerndefizite – zum Beispiel aus der Schule – zu beheben. 

Stark vereinfacht gesagt läuft die Sache so: Der Mitarbeiter startet mit der Einarbeitung, er durchläuft einen sauberen Onboarding-Prozess und am Ende weiß er alles, was er wissen muss. Er lernt genau das, was er für seine Rolle und Tätigkeit im Unternehmen benötigt. Wir setzen für unsere Kunden mit viel Liebe zum Detail ein digitales Ausbildungssystem auf – völlig unabhängig von der Branche oder der Rolle im Unternehmen, um die es geht. Nach zahlreichen Kundenprojekten wissen wir, worauf es in den unterschiedlichen Branchen ankommt: von der Buchhaltung, über den Vertrieb und Verkauf, bis hin zur Fertigung.

Mit eLearningPlus entstehen firmeneigene und individuelle Schulungswerkzeuge

Reden wir über ein fertiges System, in das einfach verschiedene Inhalte eingefügt werden? Oder entwickelt ihr das Ganze von Anfang bis Ende gemeinsam mit dem Unternehmen?

Es ist kein Produkt von der Stange. Wir entwickeln jede digitales Schulungsplattform nach den spezifischen Bedürfnissen unserer Kunden. In einem ersten Gespräch wird die Richtung festgelegt, dann folgt ein Workshop, in dem die Ausbildungs- und Lerninhalte genau erfasst werden. Im Ergebnis entsteht ein firmeneigenes und individuelles Schulungswerkzeug für den jeweiligen Kunden, das zudem das Branding des Unternehmens zeigt, was wichtig für das Employer Branding ist. Konfektionsware ist also nicht unsere Sache.

Manuel Epli von eLearningPlus

Manuel Epli: „Grundsätzlich kommt die Idee von eLearningPlus bei Unternehmern sehr gut an“.

Manuel Epli erzählt, wie er Vorbehalten seiner Kunden begegnet 

Wahrscheinlich können viele Unternehmen ein digitales Ausbildungssystem, wie ihr es anbietet, gut gebrauchen. Stoßt ihr manchmal auch auf Ablehnung oder gibt es Vorbehalte?

Grundsätzlich kommt die Idee von eLearningPlus bei Unternehmern sehr gut an. Die Digitalisierung des Know-hows und die Automatisierung der Einarbeitung neuer Mitarbeiter findet großen Anklang. Einen Einwand hören wir allerdings öfter: „Das funktioniert bei anderen, aber nicht bei mir.“ Unternehmer, die so argumentieren, sind der Ansicht, dass bei ihnen alles viel zu kompliziert wäre, als dass man es über eine digitale Lernplattform abbilden könnte. Wir schlagen dann vor, zuerst einen Strategie- und Lehrplanworkshop zu machen. Hier kommen viele Inhaber und Geschäftsführer zur Erkenntnis, dass auch sehr komplexe Anforderungen umgesetzt werden können.

Erfahrungsgemäß ist es auch so, dass der Umfang des Wissens, das vermittelt werden muss, in der Regel um Faktor 10 überschätzt wird. Kürzlich sagte ein Unternehmer zu uns: „Für das, was unsere Leute können müssen, brauchen wir mindestens ein Jahr.“ Am Ende ist es dann oft so, dass der Mitarbeiter in vier bis sechs Wochen perfekt auf seine Rolle im Unternehmen vorbereitet werden kann. Unser Strategie- und Lehrplanworkshop bei eLearningPlus führt an dieser Stelle in jedem Fall zu einer Klärung.

Manuel Epli: Diese Fehler passieren, wenn man auf eigene Faust ein System erstellt

Die digitale Schulung liegt im Trend. Man hört von einigen Unternehmen, die damit begonnen haben, solche Systeme für die eigenen Mitarbeiter zu erstellen. Was kann man dabei falsch machen? Wo liegen die Schwierigkeiten?

Ein typischer Fehler ist beispielsweise, dass bei der Erfassung der Lerninhalte die Struktur fehlt. Unternehmen tun sich häufig sehr schwer damit, die Dinge, die ihre Mitarbeiter wissen und können müssen, systematisch zu erfassen und in eine sinnvolle Anordnung zu bringen. Das Ergebnis ist ein unvollständiger Ausbildungsplan, was letzten Endes dazu führt, dass die Mitarbeiter nur über einen Teil der Fähigkeiten verfügen, über die sie verfügen sollten.

„Unternehmen scheitern bei Eigenversuchen aber auch regelmäßig, weil ihnen das nötige Know-how für den Aufbau einer digitalen Schulungsplattform fehlt.“

In unserem Team bei eLearningPlus sind eine Vielzahl verschiedener Kompetenzen vereint: von der Erfassung der Lerninhalte, der Erstellung des Lehrplans, über die Videoproduktion und Postproduktion, die Aufbereitung der Lernvideos mit Interaktion, bis hin zur Einrichtung der Lernplattform, Erstellung von Lerntexten und dem Grafikdesign der Workbooks. Ein Unternehmen kann diese Dinge unmöglich leisten. Es ist nicht darauf ausgerichtet und das muss es auch nicht sein. Die Kernkompetenzen eines Unternehmens liegen in anderen Bereichen.

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass versucht wird, einen schlechten analogen Prozess zu digitalisieren. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht, da daraus digital ein noch schlechterer Prozess wird. Darum ist es wichtig, dass man beim Erstellen der Lerninhalte genau prüft, ob der Prozess, der digitalisiert werden soll, wirklich gut ist. Wir haben hier nach zahlreichen Projekten in unterschiedlichsten Branchen viel Erfahrung gesammelt und unterstützen gerne.

Manuel Epli von eLearningPlus

Manuel Epli bietet bei eLearningPlus den Chefs der Unternehmen die Möglichkeit den Lernfortschritt der Mitarbeiter jederzeit einsehen zu können.

Manuel Epli über die Vorteile von kurzen interaktiven Lernvideos von eLearningPlus

Gibt es weitere Probleme, die auftauchen, wenn man auf eigene Faust loslegt?

Wir sehen häufig auch Videos aus der „Marke-Eigenproduktion“. Das Problem bei diesen Videos ist, dass sie meist zu lang sind und es keine Möglichkeit zur Interaktion gibt. Wir bauen beispielsweise gezielt Fragen zur Wiederholung des Stoffs ein und es gibt zu allen Lerninhalten ein begleitendes Workbook, bei denen man etwas zu Papier bringen muss. Zudem gibt es ab und zu auch einen Test für die Lernenden. Unser Konzept bei eLearningPlus beruht nicht nur auf den neuesten Studien zum Thema „Lernen“, sondern auch auf didaktischem und methodischem Wissen und das führt zu einem erfolgreichen Lernprozess. Bei einem Video von 20 Minuten Länge, das keine Beteiligung erfordert, schlafen die Leute ein oder wechseln spätestens nach der Hälfte zu YouTube. Wir füllen die Videos dagegen mit Leben, sodass die Mitarbeiter interessiert dabeibleiben.

Ein entscheidender Vorteil, den wir unseren Kunden bieten, ist im Übrigen die Aufzeichnung des Interaktionsverhaltens. Der Chef kann also jederzeit den Lernfortschritt der Mitarbeiter kontrollieren. Er sieht, dass Mitarbeiter A immer an einer bestimmten Aufgabe scheitert, während Mitarbeiter B nach zwei Dritteln der Schulung abgebrochen hat und Mitarbeiter C alle Fragen problemlos beantworten kann.

„Der Lernerfolg und Lernstand der Mitarbeiter sind zu jedem Zeitpunkt völlig transparent und nachvollziehbar.“

Das ist natürlich äußerst wertvoll, da man jedem Mitarbeiter ein persönliches und gezieltes Feedback geben kann und bei Unklarheiten leicht unterstützen kann.

Zahlreiche positive Resultate mit eLearningPlus

Manuel Epli, wir würden gerne wissen, welche konkreten Effekte eure Arbeit bei eLearningPlus für die Unternehmen hat. Kannst du an einem Beispiel aus eurer Praxis zeigen, was sich durch die Zusammenarbeit mit euch geändert hat?

Ein gutes Beispiel ist ein Kunde aus unserer Region, dessen Jahresumsatz bei etwa zehn Millionen Euro liegt. Die Herausforderung für ihn ist, dass er aufgrund seines starken Umsatzwachstums eine große Zahl an neuen Mitarbeitern einarbeiten muss. Sein Ziel war, die neuen Mitarbeiter so einzuarbeiten, dass sie möglichst schnell produktiv werden und gleichzeitig nach den Standards im Unternehmen arbeiten. Bisher hat er da viel selbst gemacht. Das Problem ist nur: Wenn man als Inhaber permanent neue Mitarbeiter für eine bestimmte Tätigkeit ausbilden muss, wird man früher oder später nachlässig. Es ist eben ein wenig ermüdend, immer das Gleiche zu tun, und so lässt man hier etwas weg oder wird dort ungenau. Die Qualität der Ausbildung leidet darunter natürlich und das ist letzten Endes schlecht für das Unternehmen. 

Hier bietet die Arbeit mit einer digitalen Schulungsplattform einen enormen Vorteil. Das Lernmaterial wird einmal produziert und kann ab diesem Moment immer in gleichbleibend hoher Qualität ausgespielt werden. Zudem spart ein Geschäftsführer damit viel Zeit, die er sicherlich gut für andere Aufgaben einsetzen kann.

Im konkreten Fall wurden bei unserem Kunden, der eLearningPlus einsetzt, aus 20 Stunden pro Woche für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter am Ende drei Stunden. Ein weiterer Vorteil ist, dass er neue Mitarbeiter mit unserem Schulungssystem jetzt bereits vor dem ersten Arbeitstag ausbilden kann. Neue Mitarbeiter treten ihre neue Stelle mit einem Gefühl der Sicherheit an, da sie über interne Abläufe sehr gut Bescheid wissen, die anderen Kollegen bereits kennen und genau wissen, was auf sie zukommt.

Manuel Epli von eLearningPlus

Manuel Epli erklärt, dass manche Unternehmen eLearningPlus auch zur Ausbildung ihrer Azubis nutzen.

Das gesamte Know-how digitalisieren und für jeden zugänglich machen

Hast du noch weitere Kundengeschichten für unsere Leser?

Eine andere Kundin führt ein Unternehmen von eLearningPlus mit knapp 500 Mitarbeitern. Bei ihr ging es einerseits darum, das Wissensniveau zu vereinheitlichen. Jeder Mitarbeiter sollte über die Fähigkeiten verfügen, die er für seine Tätigkeit benötigt. Außerdem wollte sie, dass kein Mitarbeiter unersetzbar ist. Nun ist es so, dass das gesamte Know-how und alle Prozesse digitalisiert sind und in der firmeneigenen Schulungsplattform konserviert ist. Hört ein Mitarbeiter auf, nimmt er das Know-how nicht mit. Es steht dem Nachfolger zur Verfügung und kann von ihm leicht erworben werden. Das Know-how verbleibt also für immer im Unternehmen. Eine digitale Lernplattform ist gleichzeitig also einfach auch ein Wissensspeicher.

Manche Kunden von eLearningPlus nutzen unser System auch für die Ausbildung ihrer Azubis. Sie wollen sicherstellen, dass die jungen Menschen neben den Lerninhalten der Berufsschule weiteres Wissen vermittelt bekommen, das für ihre Tätigkeit im Unternehmen wichtig ist. Teilweise müssen auch Lerndefizite aus der Schule ausgeglichen werden. Nebenher hat die Arbeit mit einer digitalen Schulungsplattform eben auch den Effekt, dass diese Unternehmen mehr junge Leute ausbilden können. Wenn ein Meister bisher vielleicht fünf Lehrlinge ausbilden konnte, schafft er mit digitaler Unterstützung zwanzig. Das hat einen enormen Effekt auf die Skalierung der Ausbildung – eine Voraussetzung für das Wachstum in vielen Unternehmen. 

Der E-Learning-Experte erläutert, was sein System von anderen Anbietern unterscheidet

Wen siehst du als Konkurrenz zu eurem Angebot? Kannst du den Markt, in dem ihr euch bewegt, ein wenig genauer beschreiben?

Die meisten Angebote auf dem Markt, bei denen digitale Schulungen für Unternehmen angeboten werden, sind fast immer White-Label-Lösungen. Das bedeutet, dass ein Anbieter einmal Videos zu einem bestimmten Thema erstellt und versucht, diese an möglichst viele Unternehmen zu verkaufen. Sagen wir einmal, es geht um den Bau eines Tisches. Natürlich kann man ein fachlich korrektes Video zum Bau eines Tisches erstellen. Vielleicht sogar auch mehrere Videos für bestimmte Bauweisen oder unterschiedliche Materialien. Eine Firma könnte so ein Video zur Ausbildung eines Mitarbeiters einsetzen, der Tische bauen soll. Dagegen ist zunächst wenig einzuwenden. Das geht allerdings meilenweit am Bedarf vieler Unternehmen vorbei. Und es hat nichts mit dem zu tun, was wir machen.

„Unser Angebot ist auf die spezifischen Bedingungen und Anforderungen in einem Unternehmen ausgerichtet.“

Wenn wir für ein Unternehmen ein digitales Ausbildungssystem aufbauen, lernt der Mitarbeiter nicht nur etwas über den Bau eines Tisches, sondern er lernt, wie er das in seinem Unternehmen tun muss. Wir nehmen den konkreten unternehmensinternen Prozess und bilden ihn digital für die Schulung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter ab. Dazu kommt, dass unsere Videos eben interaktiv sind, Lernfortschritte beobachtet werden können und es zusätzliches Schulungsmaterial gibt.

Manuel Epli von eLearningPlus

Manuel Epli von eLearningPlus empfindet den Wissenstand von heutigen Schulabgängern schlechter als noch beispielsweise von vor zehn Jahren.

Manuel Epli und sein Weg zu eLearningPlus 

Woher stammt deine Expertise für dieses Fachgebiet? Und wie bist du auf die Idee zur Gründung von eLearningPlus gekommen?

Ich habe Mathematik und Informatik an der Universität Ulm studiert und habe als Studienrat an einer kaufmännischen Berufsschule über zehn Jahre Unterrichtserfahrung sammeln dürfen. Vor diesem Hintergrund wird natürlich klar, dass ich sehr viel Erfahrung im didaktischen Bereich sammeln konnte. 

In die Selbstständigkeit bin ich gestartet, indem ich etablierten Ulmer Unternehmen dabei geholfen habe, online Tausende an Leads und Millionen an Umsatz zu generieren. Das damit verbundene Wachstum bedeutete für unsere Kunden, dass sie zusätzliche Mitarbeiter brauchten. Wir mussten nun also ein Recruiting-Problem lösen. Wie findet man neue Mitarbeiter und wie bildet man sie aus? Der Schwerpunkt verlagerte sich immer mehr in Richtung Digitalisierung des Know-hows und der Systematisierung von Ausbildungs- und Einarbeitungsprozessen. So kam es schließlich zur Gründung von eLearningPlus.

Manuel Epli über die Tendenzen beim E-Learning

Die Arbeitswelt ist gerade im Begriff, sich stark zu verändern. Was wird in den nächsten Jahren beim Thema E-Learning wichtig werden?

Entscheidend für viele Unternehmen ist, mit welchem Wissensstand die jungen Leute aus der Schule kommen. Und da muss man leider sagen, dass es hier nicht wirklich gut aussieht. Dinge, die vor zehn Jahren bei einem Azubi noch selbstverständlich waren, sind es heute nicht mehr. Corona hat diese Situation sicherlich noch verschärft. Viele Unternehmen haben das Ausmaß dieses Problems bisher noch gar nicht erkannt. Spätestens in ein oder zwei Jahren wird sich zeigen, dass es große Herausforderungen gibt. Die Stichworte lauten hier: Corona-Pandemie und Homeschooling. 

Viele Schulabgänger verfügen nicht nur über einen schlechteren Wissensstand, sondern sind häufig auch demotiviert und desillusioniert. Hier wird nicht nur eine gründliche Ausbildung stattfinden müssen, sondern auch eine Nachschulung von grundlegenden Fähigkeiten und Wissen. Vielleicht muss man auch über Schulungen im Mindset-Bereich nachdenken. Das ist an sich alles eine Aufgabe des Staates. So wie es im Moment aussieht, wird sie nur an den Unternehmen hängen bleiben.

Sprachbarrieren nennt Manuel Epli kein Hindernis, denn mit eLearningPlus lassen sich Lerninhalte per Knopfdruck in eine andere Sprache übersetzen.

Die Ausbildung von Mitarbeitern wird langfristig zum Alleinstellungsmerkmal

Gibt es weitere Tendenzen? 

Der zweite Punkt ist der Mitarbeitermangel. Die aktuellen Zahlen sind besorgniserregend. Und die Situation wird sich in den nächsten Jahren noch weiter zuspitzen. Man kann natürlich versuchen, neue Mitarbeiter durch besondere Angebote zu locken. Man kann auch auf Social-Recruiting setzen. Beides funktioniert aber nur so lange, bis es nicht alle machen. Dann haben sich auch diese Methoden erschöpft und spätestens dann kommt es zu einer Art „Wettrüsten“ bei den Gehältern. Die Lösung liegt darin, gezielt Leute auszubilden, die dem Arbeitsmarkt bisher gar nicht oder kaum zur Verfügung stehen. Ich spreche über Integration von Fachkräften aus dem Ausland. Ob wir das wollen oder nicht, daran führt langfristig kein Weg vorbei.

Die Schwierigkeit besteht dabei unter anderem darin, dass eine Sprachbarriere existiert. Das muss aber nicht zum Problem werden. Wir haben lange daran gearbeitet, dass alle Lerninhalte in einem von eLearningPlus eingerichteten Schulungssystem mit einem Knopfdruck in eine andere Sprache übersetzen werden können. Wer mit dieser Strategie an das Thema Fachkräftemangel herangeht, hat plötzlich einen deutlich größeren Bewerberpool, aus dem er schöpfen kann. Die Mitarbeitersuche wird einfacher, da man nicht mehr im Haifischbecken, sondern im ruhigen Blue-Ocean nach neuen Mitarbeitern sucht und diese dann auch zu vollwertigen Fachkräften ausbilden kann.

Ein weiterer Punkt betrifft die Lerninhalte. Man muss in die Schulungen zunehmend Themen einbauen, die das soziale Verhalten ansprechen. Wie lernt man am besten? Wie arbeitet man effizient seine Aufgaben ab? Wodurch motiviert man sich? Wie kommuniziert man mit einem Kunden oder einem Vorgesetzten? Diese und weitere Soft Skills werden für Unternehmen immer wichtiger.

Du möchtest neue Mitarbeiter schnell und systematisch zu vollwertigen Fachkräften ausbilden?
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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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