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Marcus Neubert
© Marcus Neubert

Interviews

Marcus Neubert: Die Altersvorsorge über die eigene GmbH aufbauen – und gleichzeitig Steuern sparen

Marcus Neubert ist der Berater für GmbH-Geschäftsführer zum Thema Altersvorsorge. Im heutigen Interview sprechen wir mit ihm über seine Tätigkeit als Vorsorgeberater und erhalten Einblicke in die verschiedenen Vorsorgemodelle für GmbH-Geschäftsführer.

Marcus Neubert kommt aus Halle an der Saale, ist 36 Jahre alt und seit 2004 in der Finanz- und Versicherungsbranche aktiv. Direkt nach Abschluss der Schule startete Marcus mit seinem BWL-Studium. Durch seinen Vater kam er schon früh mit der Versicherungs- und Finanzbranche in Berührung. Er war so begeistert von den Möglichkeiten, dass er kurzerhand sein Studium abbrach und eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei der Signal Iduna in Dresden anfing. Anschließend entschied er sich zu einem zusätzlichen Studium zum Versicherungsfachwirt.

Nach dem Studium machte sich Marcus Neubert sofort selbstständig. Im Nachhinein auch die richtige Entscheidung für ihn – wie er uns im Interview verrät. Dabei spezialisierte sich Marcus auf das Thema Altersvorsorge für Unternehmen. Er berät ausschließlich Geschäftsführer in der Firmenversorgung und hilft ihnen bei allen Fragen rund um Finanzen und Kapitalanlagen. Außerdem zeigt er ihnen, wie sie durch die Belegschaftsversorgung neue Mitarbeiter finden und Top-Mitarbeiter an das Unternehmen binden.

 

Marcus Neubert im Interview!

Marcus Neubert, herzlich willkommen im GEWINNERmagazin. Zu dir kommen ausschließlich GmbH-Geschäftsführer. Für diese Zielgruppe sind, hinsichtlich der Firmenversorgung, die Bereiche Versicherungen sowie Anlagen höchst relevant. Deckst du alle diese Punkte ab oder bist du nur auf den Bereich Versicherungen spezialisiert?

Wir haben ein Netzwerk aus vielen verschiedenen Experten, damit wir die unterschiedlichsten Bereiche abdecken können. Ich selbst habe mich auf das Thema Pension, also Versicherungen und Finanzen für Geschäftsführer, spezialisiert. Wir beraten ausschließlich Geschäftsführer, bei größeren Firmen allerdings auch mitunter die Mitarbeiter. Um auch dort flächendeckend als Berater zur Seite stehen zu können, haben wir speziell dafür eine neue Firma gegründet. 

Marcus Neubert

Marcus Neubert weiß, wie geschäftsführende Gesellschafter sich über die Firma eine Altersvorsorge aufbauen und Steuereinsparungen geltend machen können.

Diese Vorurteile haben Geschäftsführer häufig

Es gibt viel Unwissenheit sowie Vorurteile gegenüber diesem Thema. Welche begegnen dir am häufigsten?

Viele Geschäftsführer kommen zu mir und fragen, warum sie noch nie von einer Firmenversorgung gehört haben, wenn sie doch so gut sein soll. Sie wissen jedoch nicht, dass große Firmen, wie Volkswagen oder Siemens, dieses Konzept schon ewig nutzen und die Firmenrente über ihre Firma und nicht über die privaten Kosten aufbauen. Diese Methode kennen nur erstaunlich wenige Berater. Das hängt aber damit zusammen, dass die Welt der Versicherungs- und Finanzdienstleister bis jetzt immer davon geprägt war, alle Bereiche ein wenig zu beherrschen. Spezialwissen über eine bestimmte Zielgruppe wird meist gemieden, aus der Angst heraus, falsch zu beraten. Anfangs war das bei mir nicht anders. Ich habe alle möglichen Bereiche abgedeckt, von der Kfz- über die Hausratversicherung bis hin zur Haftpflicht für Rentner. 

„Das Problem der meisten Finanzdienstleister ist der zu große Bauchladen. Am Ende mangelt es deshalb an Tiefe!“

Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir die Vorsorge von GmbH-Geschäftsführern am meisten Spaß bereitet. Dieses Thema ist so komplex, dass ich auch keine Zeit mehr für andere Bereiche hätte. Das Problem der meisten Finanzdienstleister ist der zu große Bauchladen, denn am Ende mangelt es deswegen an Tiefe und Expertise für einen bestimmten Bereich.

„Es ist viel effizienter, sich auf eine Sache zu spezialisieren, anstatt breit aufgestellt zu sein!“, so Marcus Neubert.

So arbeitet Marcus Neubert mit seinen Kunden zusammen

Auf welche Punkte achtest du, wenn du ein Beratungsgespräch führst? Was haben die Leute davon, wenn sie sich von dir beraten lassen?

Wichtige Aspekte sind beispielsweise die Höhe des Geschäftsführergehalts oder, ob der Geschäftsführer die Firma in Zukunft verkaufen möchte. Vielleicht baut er sich sogar eine Art Holdingstruktur auf. Auch die Fragen nach Familie oder anderweitiger, zukünftiger Ziele und Pläne sind relevant. Heutzutage kannst du als GmbH-Geschäftsführer deine komplette Altersvorsorge über die GmbH finanzieren. 

Die GmbH verzeichnet das als Betriebsausgaben und spart direkt Steuern. Die Rente über die Firma und nicht privat aufzubauen, bringt viele Vorteile mit sich. Zudem ist es sehr wichtig, früh anzufangen, um dann im Alter auch die Wunschrente zu erreichen. Wir helfen einfach dabei, dass die Menschen eine Entscheidung treffen können.

„Es wird meiner Meinung nach zu viel Verantwortung an die Steuerberater abgegeben. Neben einem Steuerberater sollte man immer auch einen guten Finanzberater haben!“, rät Marcus Neubert.

Die Spezialisierung auf Geschäftsführer

Später hast du dich auf die Altersvorsorge für Geschäftsführer spezialisiert. Wie kam es ausgerechnet zu dieser Nische? Man sollte ja meinen, sich breiter aufzustellen ist deutlich einfacher. 

Es gab zwei Gründe für die Spezialisierung in diesem Gebiet. Zum einen hat mich das Thema Altersvorsorge schon immer interessiert. Mein Opa war jahrelang als Winzer selbstständig und lebt jetzt von einer sehr geringen Rente. Eine ähnliche Situation wollte ich bei mir vermeiden und deswegen habe ich mich mit dem Bereich Altersvorsorge beschäftigt.

Zum anderen hatte mein ehemaliger Nachbar die größte Gebäudereinigungsfirma Mitteldeutschlands mit über 600 Angestellten. Ich war gut mit seinem Sohn befreundet und wir haben uns häufig getroffen. Der Nachbar ist dann in Rente gegangen und ich habe ihn irgendwann mal gefragt, wie er das eigentlich mit seiner Altersvorsorge geregelt hat. Er erwiderte, dass er das alles über sein Unternehmen abwickelt. Er hat die Firma für mehrere Millionen Euro verkauft und bekommt zudem noch eine monatliche Rente.

Das war sozusagen der Startschuss, mich tiefer mit der Materie GmbH-Geschäftsführer-Versorgung zu befassen. Trotz meiner jahrelangen Erfahrung kannte ich viele Strategien noch nicht. Daher dachte ich mir, dass das Thema Potenzial hat.

Ist das Thema Altersvorsorge bei jedem Geschäftsführer unterschiedlich oder sollten alle einem ähnlichen System folgen?

An sich gibt es eigentlich nur drei unterschiedliche Modelle. Wichtige Faktoren bei der Wahl des Modells sind beispielsweise das Alter der GmbH sowie die Anzahl der vorhandenen Geschäftsführer. Je nachdem für welches Modell man sich entscheidet, kann das Ganze mehr oder weniger kompliziert werden. Bei manchen benötigt der Geschäftsführer mitunter auch einen Steuerberater. Aber es gibt keine 100 verschiedenen Modelle, die Auswahl ist relativ überschaubar.

Marcus Neubert

Marcus Neubert rät jedem, die Rente über die Firma und nicht privat aufzubauen, da es viele Vorteile mit sich bringt.

Das zeichnet gute Berater aus

Einige werden diese Art von Altersvorsorge selber probieren. Was sind die typischen Fehler, die vermieden werden sollten? Wieso sollte man sich bei diesem Prozess von einem Experten begleiten lassen?

Die Bürokratie stellt tatsächlich die größte Herausforderung dar, denn diese Modelle müssen auch wirklich vom Staat oder Finanzamt akzeptiert werden. Selber eine GmbH-Geschäftsführer-Versorgung einzurichten, geht eigentlich gar nicht, da immer ein Finanzberater oder ein Vermittler beteiligt sein muss. 

Das Problem ist jedoch, dass die meisten Berater häufig gar nicht wissen, wie das Ganze rechtlich sauber abläuft. Diese Versorgung muss zudem ständig überprüft und auch optimiert werden. Der Berater muss eben alle rechtlichen Aspekte kennen und beachten, damit es nicht beispielsweise zu einer verdeckten Gewinnausschüttung kommt. 

Ich bin Kunde bei einer Agentur, die von meinem Auto bis hin zu meinem Leben alles versichert hat. Ich würde mich jetzt im ersten Schritt bei der Altersvorsorge an die wenden. Wie erkenne ich, ob mein Berater kompetent genug ist und wieso sollte ich mich an Experten werden? Ist es wirklich so kompliziert?

Im ersten Moment sieht es zugegebenermaßen nicht kompliziert aus. Die Gefahr besteht darin, dass das Finanzamt irgendwann deinen Betrieb prüft und du mehrere tausend Euro Steuern nachzahlen musst, weil deine Versorgung nicht als Betriebsausgaben anerkannt wurden. Aus diesem Grund ist es durchaus sinnvoll, einen qualifizierten Berater zu engagieren. 

Für Finanz- und Versicherungsberater gibt es fachliche Zusatzqualifikationen für diesen Bereich, die darauf schließen lassen, dass der Berater die nötige Expertise vorweisen kann. Da sich die Gesetzeslage ziemlich schnell ändern kann, ist es für mich persönlich sehr wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Dafür habe ich mir ein erfahrenes Netzwerk aus Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Versicherungsexperten aufgebaut und ich bilde mich zusätzlich jede Woche in diesem Bereich weiter. 

Marcus Neubert

Auch in Zukunft will Marcus Neubert Unternehmen dabei helfen, eine nachhaltige Vorsorge aufzubauen. An seinem Namen soll niemand vorbeikommen.

Das wünscht sich Marcus Neubert für seine Zukunft

Du berätst Geschäftsführer schon eine ganze Weile. Kannst du ein bisschen was aus der Praxis erzählen? Gibt es besondere Kundengeschichten, die etwas ungewöhnlicher und schwieriger waren als normalerweise?

Ich selbst bin erst 36 Jahre alt, konnte aber schon die ersten Geschäftsführer mit in die Rente begleiten. Als ich mit dem Thema angefangen habe, waren einige Kunden schon sehr nah an der Rente und hatten dementsprechend nicht mehr so viel Zeit, sich eine hohe Rente aufzubauen. Viele hatten die Einwände, dass sie ja noch jung seien und deshalb noch warten könnten.

Mit 50 haben sie das Geld für ihre Altersvorsorge in der Firma und fragen mich, was sie damit jetzt noch machen können. In solchen Fällen ist es dann schon etwas knifflig, da der Gesetzgeber gewisse Fristen setzt, damit es steuerlich überhaupt noch anerkannt wird. Bei solchen Voraussetzungen muss wahrscheinlich relativ viel Geld investiert oder alte Konstrukte müssen renoviert werden, bei denen ein großes Risiko für  Steuernachzahlungen vorliegt. Gerade beim Thema Pensionszusagen gibt es viele unentdeckte Risiken.

Was ist dein Ziel? Willst du der Beste im Bereich Vorsorge in Deutschland werden? 

Wenn jemand eine GmbH hat und sich Gedanken über Vorsorge oder Versicherung macht, dann soll er meinen Namen im Kopf haben. Das ist mein Ziel. 

„Neben einem Steuerberater sollte man immer auch einen guten Finanzberater haben!“

Ein letzter Tipp von Marcus Neubert!

Es wird meiner Meinung nach zu viel Verantwortung an die Steuerberater abgegeben. Der Steuerberater ist allerdings gerade in den Finanzthemen gar nicht so tief ausgebildet. Daher sollte man neben einem Steuerberater immer auch einen guten Finanzberater haben. Steuerberater sind schon genug damit beschäftigt, sich in ihrer steuerlichen Tätigkeit weiterzubilden und können sich daher nicht noch zusätzlich mit Themen wie Altersvorsorge auseinandersetzen.

Du möchtest mit deinem Unternehmen eine nachhaltige Vorsorge aufbauen und dazu noch große Steuereinsparungen realisieren ?
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Anne Kläs

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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