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Interviews

Michael Haupt von der Medi Talents GmbH: Der Pionier im Recruiting im Pflegebereich

Michael Haupt ist der Gründer und Geschäftsführer von der Medi Talents GmbH. Vor gut vier Jahren hat er als einer der ersten damit begonnen, Altenheime, Pflegedienste und Co. in ihrer Mitarbeitergewinnung zu unterstützen. Mittlerweile ist seine Konkurrenz groß. Im Interview verrät uns der Experte, wie er dennoch gegen zahlreiche Mitbewerber hervorsticht – und damit am Ende seine Kunden erfolgreich macht.

Die Pflegebranche wird in Sachen Recruiting besonders umkämpft. Unter dem massiven Mangel an Pflegekräften leiden nicht nur die Heim- und Krankenhausleitungen, sondern vor allem die derzeitigen Mitarbeiter und damit im Endeffekt auch Patienten und Angehörige. Der Großteil der Pflege- und Hilfskräfte ist beschäftigt. Die Einrichtungen und Dienstleister müssen auf teure Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittler zurückgreifen, um Qualitätsverluste, Überlastungen und Kündigungen ihrer teils langjährigen Mitarbeiter zu vermeiden. Dass Mitarbeitergewinnung über Printmedien und Jobbörsen besonders in dieser Branche nicht gewinnbringend ist und Social Media der Schlüssel zum Erfolg sein kann, ist vielen Entscheidern in der Pflege durchaus bewusst. Doch ohne professionelle Unterstützung führt diese Erkenntnis selten zu Erfolg. Michael Haupt von der Medi Talents GmbH hat diese Lücke erkannt und unterstützt mit seinem Unternehmen Altenheime, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen der Pflege dabei, offene Stellen zu besetzen und die Versorgung alter und kranker Menschen sicherzustellen.

In den knapp vier Jahren seiner Tätigkeit haben Michael Haupt und sein Team von Medi Talents bereits mehr als 100 Kunden betreut, mehr als 500 Kampagnen gefahren und mehr als 2,5 Millionen Euro Werbebudget verwaltet und ausgegeben. Egal, ob kleine oder große Unternehmen, ob 30 Betten oder 80 Standorte – Medi Talents setzt auf Stellenanzeigen in den sozialen Medien. Statt standardisierten Bewerberansprachen können Michael Haupts Kunden perfekt abgestimmte Kampagnen auf Facebook, Instagram und TikTok erwarten, die zu Erfolg und letztendlich besetzten Stellen führen. Im Interview erklärt der Experte unter anderem, wie eine umfassende Analyse der Zielgruppe und Kunden-USP funktioniert.

Michael Haupt von der Medi Talents GmbH bei uns im Interview!

Herzlich willkommen im GEWINNERmagazin, Michael Haupt! Mit Medi Talents unterstützen du und dein Team Unternehmen in der Pflege dabei, Fach- und Hilfskräfte zu gewinnen. Damit seid ihr auf dem Markt nicht die einzigen. Was unterscheidet euch von euren Mitbewerbern?

Es gibt viele Agenturen, die sich speziell auf die Pflege ausrichten, das ist richtig. Wir haben aber einen etwas anderen Ansatz als unsere Konkurrenz. Wir emotionalisieren die Stellenanzeigen, die wir für unsere Kunden schalten. Klassischerweise hat eine Stellenanzeige den Titel „Pflegekräfte gesucht!“. Das ist in etwa so, als ob ein Autohaus schreibt „Wir suchen Autokäufer!“. Wir bei Medi Talents gestalten die gesamte Ansprache emotionaler. Das ist das, was uns von anderen Anbietern unterscheidet und uns – und damit unsere Kunden – erfolgreich macht.

Skepsis überwinden – Social Recruiting als erfolgreiche Methode

An der Spitze von Pflegediensten, Altenheimen und Residenzen sitzen wahrscheinlich nicht immer moderne Geschäftsführer, die die Vorteile des Online-Recruitings kennen. Wie offen sind eure Ansprechpartner, wenn ihr ihnen im ersten Gespräch von eurer Verfahrensweise erzählt? Mit welchen Vorurteilen hast du es zu tun und wie schaffst du es, deine späteren Kunden dennoch zu überzeugen?

Interessanterweise habe ich genau vor diesem Interview gerade ein Verkaufsgespräch abgeschlossen, in dem ich zunächst mit hartnäckigen Vorurteilen konfrontiert wurde. Auch mein Gesprächspartner, der Geschäftsführer einer Pflegeeinrichtung, hatte beruflich und privat bislang überhaupt nichts mit den sozialen Medien zu tun. Er konnte sich auch nicht vorstellen, dass er dort neue Mitarbeiter finden kann. Ganz nach dem Motto: Auf Instagram und Co. sind doch nur die ganz jungen Leute unterwegs. Ich habe ihm Statistiken gezeigt, die seine Meinung widerlegt haben. Unsere Kern-Bewerberschaft ist zwischen 25 und 35 Jahren alt. Schon konnte er unsere Vorgehensweise von Medi Talents nachvollziehen.

Michael Haupt von Medi Talents

Michael Haupt von Medi Talents hilft Unternehmen dabei, qualifizierte Bewerbungen von Pflegefach- oder Hilfskräften aus der Region zu erhalten.

Ein weiteres klassisches Vorurteil, das mir oft begegnet, ist, dass digitales Recruiting in ländlichen Regionen nicht gelingen kann. Aber genau hier funktioniert unsere Methode super. In den großen Städten wie Berlin gibt es einen riesigen Konkurrenzdruck und einen großen Markt, wo es schwerer ist, herauszustechen und gutes Personal zu finden. Besonders ländliche Regionen eignen sich daher perfekt für solche Strategien.

Michael Haupt von Medi Talents: Um erfolgreich Mitarbeiter zu gewinnen, muss man neue Wege gehen

Wie suchen Altenheime und Pflegedienste üblicherweise nach Fachkräften, bevor sie eure Unterstützung von Medi Talents erhalten?

Einige unserer Kunden bei Medi Talents haben schon vor unserer Zusammenarbeit erste Versuche mit Social Media unternommen. Die meisten versuchen aber nach wie vor, über Mund-zu-Mund-Propaganda Personal zu gewinnen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber es gibt ein Problem: Man kann es nicht steuern. Man kann nicht sagen „Wir brauchen kommenden Monat einen neuen Mitarbeiter – haltet Augen und Ohren offen!“ Es ist pures Glück, wenn das funktioniert.

Viele versuchen es auch über Online-Jobbörsen. Diese Stellenanzeigen sehen jedoch ausschließlich Menschen, die aktiv auf Jobsuche sind. In der Pflege herrscht aber nahezu Vollbeschäftigung. Pflegekräfte, die aktiv suchen, wurden oft entweder entlassen oder haben ihren Job gekündigt. Beide Gruppen möchte man als Arbeitgeber eher nicht ansprechen.

Du hast bereits angesprochen, dass einige Pflegeeinrichtungen schon selbstständig in den sozialen Medien auf Mitarbeitersuche gehen. Seht ihr diese Gruppe als verlorene Kundschaft oder vielleicht sogar als Konkurrenz für Medi Talents?

Das Problem, das ich dabei sehe, ist eher, dass Menschen, die es selbst auf Social Media probieren möchten, oft gar keine finanziellen Möglichkeiten für eine Agentur haben. Eine Investition in diesen Bereich ist daher oft gar nicht möglich. Wie ich bereits gesagt habe, funktioniert Social Recruiting allerdings nur, wenn man das nötige Know-how hat und professionell vorgeht. Das Potenzial und den Service, den wir in unserer Zusammenarbeit anbieten, kann ein Laie also gar nicht gewährleisten. Als Konkurrenz würde ich diese Unternehmen daher nicht bezeichnen. 

So funktioniert das Konzept von Michael Haupt und Medi Talents in der Praxis

Michael Haupt, in den vergangenen drei Jahren hast du bei Medi Talents schon mit vielen Kunden zusammengearbeitet. Erzähle doch mal von einer „Helden-Reise“: Wie kann man sich eine erfolgreiche Kooperation mit euch vorstellen?

Vor sechs oder sieben Monaten haben wir mit Medi Talents zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einem Pflegeheim begonnen, das 100 Betten hat. Die beiden Geschäftsführerinnen waren anfangs auch recht skeptisch, aber wollten es ausprobieren. Sie konnten durch unsere Kampagne innerhalb eines halben Jahres vier Stellen besetzen. Jetzt haben sie die Zusammenarbeit noch einmal um sechs Monate verlängert und die Kooperation auf weitere Stellen ausgeweitet. 

Michael Haupt von Medi Talents

Michael Haupt ist Gründer und Geschäftsführer von Medi Talents.

Aber bis es so weit kam, war es eine Berg- und Tal-Fahrt: Nach der ersten Skepsis erleben wir bei unseren Kunden eine Euphorie, wenn die ersten qualifizierten Bewerbungen eingehen. Danach gibt es meistens noch mal einen Dämpfer, weil einige Bewerber zum Beispiel nicht erreichbar sind. Nun ja, es ist eben ein stark umkämpfter Markt. Nach drei bis vier Wochen können unsere Kunden dennoch die ersten Menschen einstellen und sind dann hellauf begeistert von unserer Arbeit.

Michael Haupt: Wir von Medi Talents wissen, was potenzielle Mitarbeiter anspricht

Kommen wir noch einmal zurück zum Thema Konkurrenz. Wie wir schon festgestellt haben, stürzen sich viele Agenturen auf diesen Markt. Wie nimmst du dieses ganze Umfeld wahr?

Wir von Medi Talents waren vor gut vier Jahren eines der ersten Unternehmen überhaupt, die das Thema Recruiting in Social Media angegangen ist. Mittlerweile hat sich der Markt für alle Branchen weiterentwickelt. Speziell in der Pflege denken viele Quereinsteiger, dass sie mit einer Agentur eine schnelle Mark verdienen können. Der Markt ist schließlich groß und hat ein großes Volumen an Geldern. Viele dieser Quereinsteiger kommen aber gar nicht aus dem Marketing-Bereich und kennen sich mit dessen Instrumenten und Psychologie überhaupt nicht aus. 

Sie haben ein paar Videos gesehen und kopieren mitunter bei der Konkurrenz. Sie beschäftigen sich meist auch nicht aktiv mit ihrer Zielgruppe. Wir hingegen machen alle sechs Monate Umfragen mit 2.500 Pflegekräften, um herauszufinden, was die Menschen beschäftigt, was sie wollen und wo sie wie unterwegs sind.

Darauf sollte man laut Michael Haupt bei der Wahl einer Agentur achten

Du hast bereits angedeutet, dass es unter deinen Mitbewerbern auch schwarze Schafe zu geben scheint. Worauf sollten die Leiter von Altenheimen und Pflegediensten noch achten, wenn sie auf der Suche nach professioneller Unterstützung im Recruiting sind?

Neben der genannten Beschäftigung mit der Zielgruppe sollte es essenziell sein, dass die Agentur bereits Erfahrung mitbringt. Medi Talents hat im Bereich Pflege in drei Jahren bereits drei Millionen Euro Werbebudget verwaltet. Das ist schon eine Hausnummer. Das Volumen ist in dieser Branche nicht so groß wie in der Neukundengewinnung. Außerdem sollte gründlich überlegt sein, ob man im Recruiting mit einem Einzelkämpfer zusammenarbeiten will. Ich würde immer ein „richtiges“ Unternehmen, hinter dem auch mehrere Mitarbeiter stehen, bevorzugen. Wichtig ist es auch, dass die Agentur in der Lage ist, den USP ihres Kunden herauszufinden.

Michael Haupt von Medi Talents

„Wir von Medi Talents waren vor gut vier Jahren eines der ersten Unternehmen überhaupt, die das Thema Recruiting in Social Media angegangen ist“, sagt Michael Haupt.

Kannst du das erläutern?

Um noch einmal auf das Autohaus-Beispiel zurückzugreifen: Eine Automarke arbeitet mit Marketing-Botschaften, wenn es sein Fahrzeug verkaufen will. Das machen viele Agenturen nicht, vor allem in der Pflege.

„Auf „Wir suchen Pflegekräfte in Hanau“ reagiert kein potenzieller Bewerber, weil es nur eine Anzeige unter vielen ist.“

Bei Medi Talents wird eine für das Unternehmen passende Werbebotschaft entwickelt und das Alleinstellungsmerkmal, den USP, herausgestellt. 

Durch eine Marktanalyse schauen wir in der Region des Kunden, welche Einrichtungen und Unternehmen auf den gleichen Pflegemarkt zugreifen und wie sich unser Kunde von den anderen unterscheidet. Daraufhin entwickeln wir einen USP, also ein Merkmal, dass sie von der Konkurrenz abhebt und eine Werbebotschaft, auf Basis derer die Anzeige erstellt wird. Wir haben zum Beispiel einen Kunden, der das sogenannte 4-3-System anbietet: vier Tage arbeiten, drei Tage frei. Das ist sein USP und ein Benefit für Mitarbeiter. Das kommunizieren wir und das macht unsere Anzeigen von Medi Talents auch einzigartig und anders als alle anderen.

Michael Haupt über seinen Werdegang mit Medi Talents

Wie bist du eigentlich selbst zu dieser Branche gekommen? Wie war dein Werdegang und wie hat sich deine Expertise entwickelt? 

Ich habe ursprünglich bei einem Mobilfunkkonzern gearbeitet, bin dann aber nach Köln zu einem Start-up gegangen, eine Unternehmensberatung. Als Business Process Manager habe ich Prozesse entwickelt und dafür gesorgt, dass Unternehmen so wenige Mitarbeiter wie möglich benötigen, bei gleichzeitig größtmöglicher Automatisierung. Gemeinsam mit drei anderen Personen habe ich das Unternehmen von einer fünf- zu einer sechsstelligen Summe skalieren können. 

Irgendwann habe ich beruflich zu einer relativ bekannten Marketingagentur nach Bochum gewechselt. Als Projektleiter habe ich dort von Marketing-Genies gelernt und viele Menschen kennengelernt. Bei einem unserer Projekte dort haben wir eine IT-Firma in der Neukundengewinnung unterstützt. Die Firma hatte aber auch Personal gesucht. Wir haben eine Kampagne durchgeführt, die super funktioniert hat. Das Thema Personalgewinnung haben wir dann gar nicht mehr weiterverfolgt – obwohl ich damals schon erkannt habe, dass das ein riesiger Markt ist. Also habe ich 2017 beschlossen, mich selbstständig zu machen, erst neben- und dann hauptberuflich.

Michael Haupt von Medi Talents

Michael Haupt und das Team von Medi Talents bieten ein hohes Maß an Erfahrung im Bereich Social-Recruiting.

Damit hat deine Erfolgsgeschichte angefangen? Wie kam es zur Spezialisierung auf die Pflege?

Nicht direkt: Die Anfänge waren sehr holprig. Ich habe lange kein Geld verdient, bin auf die Nase gefallen und habe auch viele Fehler gemacht. Dadurch habe ich aber herausgefunden, wie es wirklich funktioniert. Damals hatten wir uns aber noch nicht spezialisiert. Wir hatten neben Kunden in der Pflege auch Kampagnen für Steuerberatungskanzleien, den Handel und das Handwerk. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit einem Pflegeheim-Betreiber wurden mir aber die Augen geöffnet und ich habe festgestellt, wie wichtig professionelle Mitarbeitergewinnung besonders in dieser Branche ist.

„Die Pflegeheime müssen einfach von Zeitarbeit und Vermittlung befreit werden, da beides extrem teuer und nicht refinanzierbar ist.“

Neben unserem eigenen Wachstum haben wir also auch die Möglichkeit mit Medi Talents einen sozialen Beitrag zu leisten.

Personalmangel in der Pflege: So sollten Unternehmen jetzt handeln

Michael Haupt, wie siehst du als Experte die Zukunft in der Mitarbeitergewinnung in der Pflege? Was wird sich deiner Einschätzung nach ändern in den nächsten Monaten und Jahren?

Eine Statistik besagt, dass wir in 20 Jahren 30 Prozent mehr ältere Menschen haben werden, die pflegebedürftig sind. Die Tendenz geht dahin, dass wir nicht einmal genügend Bauland haben werden, um genügend Pflege- und Altenheime zu bauen. Dazu kommt der extreme Fachkräftemangel, den wir heute schon haben. Bereits jetzt fehlen Tausende Pflegekräfte und das wird sich auch nicht bessern. 

Ich bin daher der festen Überzeugung, dass sich die Heime und Dienstleister ändern müssen. Sie müssen sich besser aufstellen, was ihr Angebot für Mitarbeiter und ihre Aufstellung nach außen angeht. Dazu gehört auch das Recruiting. Wenn man nicht dort präsent ist, wo potenzielle Bewerber ihre Freizeit verbringen – das sind nun mal die sozialen Medien – dann wird man in den nächsten Jahren echte Probleme bekommen.

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Hier geht es zur Website von Medi Talents

Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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