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Peking drängt auf Lockerung von US-Exportkontrollen für Schlüsselkomponente bei KI-Chips

China fordert in laufenden Handelsgesprächen mit den USA die Aufhebung von Exportbeschränkungen für High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), eine zentrale Komponente bei der Fertigung leistungsfähiger KI-Halbleiter. Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen bestätigten, dass Peking das Thema in mehreren Runden unter Leitung von US-Finanzminister Scott Bessent angesprochen hat. Die Gespräche zielen auf ein Handelsabkommen vor dem 12. August, um die Wiedereinführung hoher Zölle zu vermeiden.
Die seit 2024 geltenden HBM-Beschränkungen sollten unter Präsident Joe Biden gezielt die Fähigkeiten von Huawei und SMIC im KI-Chipbau einschränken. Laut Einschätzung des US-Handelsministeriums stellen HBMs den größten Engpass für eine großskalige AI-Chipproduktion in China dar. Gregory Allen vom Think-Tank CSIS warnt, eine Lockerung wäre faktisch gleichbedeutend mit Unterstützung chinesischer Hersteller beim Ersatz von Nvidia-Produkten.
Insider berichten, dass Präsident Donald Trump bereit sein könnte, die Exportregeln zu lockern, um ein Gipfeltreffen mit Xi Jinping zu ermöglichen. Schon im Juli hatte Trump das Verbot für den Verkauf des speziell für China entwickelten Nvidia-H20-Chips aufgehoben. Befürchtungen in Washington wachsen, zumal chinesische Unternehmen zunehmend Gaming-Chips wie den 4090D für KI-Anwendungen zweckentfremden.
US-Abgeordnete fordern inzwischen härtere Kontrollen und eine strengere Durchsetzung der Exportvorschriften durch das Bureau of Industry and Security (BIS). Nvidia betont, die Gaming-Produkte seien für Endverbraucher konzipiert und unterlägen keiner Lizenzpflicht, die Zweckentfremdung für Rechenzentren sei wirtschaftlich und technisch ineffizient.
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