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Positiver Stress
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Ratgeber

Mit positivem Stress zum Erfolg – auch unter Druck können Fortschritte erzielt werden

Wer sich unter den Angestellten, Unternehmern und Selbstständigen diverser Branchen einmal umhört, trifft oft auf ein negativ besetztes Schlagwort. Gemeint ist der Stress, unter dem jedermann zu leiden scheint. Doch nur wenigen Menschen dürfte demgegenüber bewusst sein, dass insbesondere positiver Stress auch ein wesentlicher Faktor sein kann, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Aber was ist positiver Stress eigentlich? Wie ist es möglich, vom Stress künftig wieder mehr zu profitieren, statt an ihm zu verzagen?

Allgemeines zum Stress

Wenn über Stress gesprochen wird, so überwiegt in der Regel die negative Interpretation des Wortes. Meist denken wir etwa an enge Abgabefristen im Job, an die noch zu bewältigende Hausarbeit und die vielen kleinen Besorgungen, die nebenbei erledigt werden müssen. Stress meint in diesem Falle ein zu hohes Leistungspensum in einer zu knapp bemessenen Zeitspanne. Dabei handelt es sich bei Stress um eine natürliche Schutzreaktion des Körpers. So schüttet der Organismus in bestimmten Situationen eine Vielzahl an Hormonen aus, die Atmung verläuft schneller, der Herzschlag erhöht sich und die Muskeln spannen sich an. Es gilt, potenzielle Gefahren zu vermeiden, die sich aus äußeren Reizen ergeben können.

Es gibt auch einen positiven Stress

Allerdings wäre es falsch, den Stress ausnahmslos mit negativen Gefühlen gleichzusetzen. Positiver Stress kann auch tolle Erfahrungen ermöglichen. Vielleicht sorgt er beim ersten Date für Nervosität und Glücksgefühle. Dem Sportler, dessen Kräfte so langsam schwinden, kann positiver Stress helfen, sein Ziel zu erreichen. Und der Prüfling, der in der Schule oder der Universität einen schwierigen Test bestehen muss, fühlt sich durch die Aussicht regelrecht beschwingt, diese Aufgabe nun bald hinter sich gebracht zu haben. In diesen Fällen handelt es sich um einen positiven Stress, der dem Betroffenen hilft – statt ihn zu hemmen. Positiver Stress ist dabei nicht unwesentlich am erreichten Erfolg beteiligt ist.

Positiver Stress ist vergänglich

Doch Vorsicht, so erhebend in den vorgenannten Beispielen die Empfindungen auch sein mögen, so halten diese Wahrnehmungen oft kaum mehr als wenige Momente an. Vielleicht wird dem Prüfling die Schwere seines Tests bewusst, wogegen auch der Sportler irgendwann bemerkt, dass er alleine mit positivem Stress die lange Laufstrecke kaum bewältigen kann. Das ist der Punkt, an dem sich eine Wandlung vom guten zum negativen Stress einstellt. Er beflügelt uns nicht, sondern führt zu einer Abwehrhaltung des Körpers. Zwar mag auch er damit für einige Sekunden erhebliche Kräfte freisetzen – damit ist aber ein hoher Energieverbrauch verbunden, der bald schon starke physische und psychische Erschöpfungsgefühle auslöst.

Wohldosierte Pausen sind unvermeidlich

Gerade viele Selbstständige lieben den positiven Stress. Positiver Stress hilft ihnen dabei, sich einem neuen Projekt zu widmen, dafür kreative Ideen zu entwickeln und sich mit allen Gedanken dieser Aufgabe zu verschreiben. Oft gelingt es auf diese Weise, schnelle Anfangserfolge zu erreichen, dem eigenen Zeitplan ein wenig voraus zu sein oder sogar Ergebnisse zu erzielen, die vorher als utopisch galten. Auch hier ist aber davon auszugehen, dass sich die eigene Leistungsfähigkeit nicht plötzlich verbessert hat – sondern dass es sich lediglich um einen Schub an positivem Stress handelt, der bald nachlassen wird. Es ist daher sinnvoll, immer wieder wohlverdiente Pausen einzulegen und so neue Energie für die anstehenden Herausforderungen zu sammeln.

Oft entscheidet die individuelle Sichtweise

Das vorgenannte Szenario zeigt, dass sich positiver Stress durchaus in negativen Stress umwandeln kann. Aus Kraft wird Lähmung, die für die Bewältigung der Aufgaben hinderlich ist. Doch ebenso ist eine Wandlung von negativem in positiven Stress möglich. Positiver Stress ist oft vom Mindset des Betroffenen abhängig. Je mehr es ihm gelingt, Chancen und Potenziale zu erkennen, statt lediglich Stolpersteine und Risiken zu sehen, desto mehr positiven Stress löst sein Organismus aus. Im Regelfall entscheidet also die individuelle Bewertung einer Situation, welche Form des Stresses man in den nächsten Momenten erlebt. Ein mutiger und neugieriger Charakter ist dabei natürlich hilfreicher als ein ängstliches und zögerndes Wesen.

Positiver Stress: Entspannung als Faktor für den Erfolg 

Menschen, die häufig unter negativem Stress leiden, rät man zu Entspannungsübungen. Ein Tipp, der auch für Personen gilt, die wieder vermehrt den positiven Stress erfahren wollen. Denn ob eine Situation als Chance oder als Risiko erkannt wird, hängt vielfach davon ab, wie gut oder schlecht sich der Betroffene in dem Moment fühlt. Wer Körper und Geist regelmäßig zur Ruhe kommen lässt, wird bald schon über deutlich mehr Energie verfügen. Sie wiederum hilft uns dabei, selbst unübersichtliche oder sogar gänzlich chaotische Umstände gelassener und vor allem rationaler zu bewerten. Das ist die Basis, um künftig vom positiven Stress zu profitieren, statt unter dem negativen Stress zu zerbrechen.

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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