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Preise am Immobilienmarkt: Das ist die Prognose für 2022

Schon im ersten Halbjahr 2021 waren Eigentumswohnungen bundesweit neun Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Das aktuelle WohnBarometer von ImmoScout24 verrät nun, wie sich die Preise für Wohnungen und Häuser in Deutschland zukünftig entwickeln werden.

Wie die Ergebnisse zeigen, prognostiziert ImmoScout24 einen Anstieg der Angebotspreise für Bestands-Eigentumswohnungen von 11,5 Prozent in den nächsten 12 Monaten. Die Preise für Neubauwohnungen erhöhen sich um 8,7 Prozent. 

Nachfrage und Inflation prägen den Markt

Die Daten zeigen außerdem einen steigenden Trend bei der Häusernachfrage. Für Bestandshäuser wird daher ein Preisanstieg von 6,4 Prozent im nächsten Jahr erwartet, bei Neubauhäusern sind es 5,8 Prozent. Die Berechnungen berücksichtigen sowohl aktuelle Einwohnersalden als auch die verfügbaren und geplanten Wohnungsgebäudebestände.

Angesichts der gestiegenen Baukosten sowie der Inflationsrate von 2,1 Prozent im Juni sind die aktuellen Preissteigerungen erklärbar. Hinzu kommt die weiterhin hohe Nachfrage nach Kaufimmobilien, die den Preis nach oben treibt“, erklärt Ralf Weitz, Geschäftsführer von Immoscout24.

Bestandswohnungen: Preisprognose für die nächsten 12 Monate

Im Rahmen der Analyse hat ImmoScout24 ebenfalls ermittelt, wie stark die Preisanstiege für Bestands-Eigentumswohnungen in den beliebtesten Städten Deutschlands ausfallen.

Die Preisdynamik in Köln ist dabei am höchsten: Im zweiten Quartal 2021 steigen hier die Preise um 6,6 Prozent (4.078 Euro pro Quadratmeter) an. Doch auch in Berlin und Hamburg fällt die Preisentwicklung mit einer Zunahme von jeweils 4,8 Prozent im Quartalsvergleich enorm aus. Den Preisrekord hält weiterhin München mit 7.607 Euro pro Quadratmetern, auch wenn der Anstieg im Q2 mit 1,7 Prozent vergleichsweise gering ausfällt.

Im nächsten Jahr bleibt das Preiswachstum wie zu erwarten hoch: In Köln wird aufgrund der hohen Nachfrage in den nächsten 12 Monaten ein weiterer Anstieg von 9,2 Prozent erwartet, in Hamburg 5,7 Prozent. In Berlin fällt die Prognose mit 13,5 Prozent am höchsten aus. Die geringste Steigerung wird für Frankfurt a.M. mit 4,8 Prozent erwartet.

Bestandshäuser: Größte Dynamik in Berlin

Auch bei Einfamilienhäusern ziehen die Preise in den Metropolen deutlich an: In Berlin zahlen Interessenten derzeit 4.320 Euro pro Quadratmeter, was im direkten Vergleich noch am günstigsten ist. Demnach prognostiziert ImmoScout24 auch einen Preiszuwachs von 9,8 Prozent in den nächsten 12 Monaten in der Hauptstadt. In Köln sollen die Preise um 8,5 Prozent steigen, in Frankfurt um 6,3 Prozent und in Hamburg um 4,5 Prozent. In München wird lediglich ein Anstieg von 4,2 Prozent erwartet.

 „Der Münchner Wohnimmobilienmarkt zeigt ein interessantes Phänomen. Trotz der starken Nachfrage stagnieren die Preise. Wir können also davon ausgehen, dass das aktuelle Preisniveau die Spitze dessen markiert, was Anbieter:innen derzeit am Markt realisieren können,“ kommentiert Weitz die Prognose.

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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