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Rivian stürzt ab: 80 Prozent Kursverlust seit IPO – was dahintersteckt

Der Hype nach dem Börsengang verpufft
Rivian startete 2021 spektakulär an der Nasdaq: Der Kurs schoss am ersten Handelstag um 30 % über den Ausgabepreis von 78 US-Dollar und stieg kurzzeitig bis an die 130-Dollar-Marke. Vier Jahre später ist davon kaum etwas übrig. Die Aktie notiert nur noch bei rund 15 Dollar – ein Absturz von fast 80 %.
Hohe Verluste drücken auf die Stimmung
Der Elektroautobauer schafft es seit dem IPO nicht, die Kosten in den Griff zu bekommen. Allein im dritten Quartal 2025 fiel ein Nettoverlust von 1,16 Mrd. US-Dollar an, im laufenden Jahr summierten sich die Fehlbeträge auf 2,82 Mrd. US-Dollar. Anleger zweifeln zunehmend daran, dass Rivian den Weg in die Profitabilität findet.
Produktionsschwäche im Vergleich zu Tesla
Hinzu kommen schwache Auslieferungszahlen. Etwas über 10.000 Fahrzeuge im dritten Quartal wirken verschwindend gering im Vergleich zu Tesla, Hyundai oder Ford. Branchenbeobachter halten das geplante R2-SUV für Rivians womöglich letzte Chance, im Massenmarkt Fuß zu fassen.
CEO-Vergütung sorgt für Unmut
In dieser angespannten Lage verärgerte ein neues Vergütungspaket für Gründer RJ Scaringe die Anleger. Sein Basisgehalt wurde auf zwei Millionen Dollar verdoppelt; Bonusoptionen auf bis zu 36,5 Mio. Aktien könnten sein Gesamtpaket auf 4,6 Mrd. Dollar anwachsen lassen. Für viele Investoren wirkt das angesichts der Probleme wie ein falsches Signal.
Hoffnung ruht auf dem R2-Modell
Analysten sind geteilter Meinung: Fünf empfehlen den Kauf, acht das Halten, fünf den Verkauf. Entscheidend wird sein, ob Rivian 2026 mit dem R2-SUV den Durchbruch schafft. Denn ohne ein erfolgreiches Volumenmodell wird es für den selbsternannten Tesla-Konkurrenten schwer, das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen.
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