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Rolex Sea Dweller

Ratgeber

Rolex Sea Dweller im Test – ist sie die bessere Version der Submariner?

Für manche ist sie ein Sammlerstück, für andere eine Wertanlage und für viele einfach nur eine schöne Uhr: die Rolex. Da bleibt auch die Rolex Sea Dweller keine Ausnahme. Optisch erinnert sie an die weltberühmte Submariner. Kenner sehen in ihr sogar eine Weiterentwicklung. Doch ist da wirklich etwas dran?

1967 kam die Sea Dweller auf den Markt. Somit ließ Rolex nach dem Release der Submariner ganze 14 Jahre ins Land gehen, bis ein technisches Update den Markt der Unterwasser-Uhren aufmischen sollte. Auf dem Papier ist die Rolex Sea Dweller in vielerlei Hinsicht besser als das bekannte Vorbild. Der folgende Bericht wirft einen genauen Blick auf die Uhr.

Rolex Sea Dweller: Ist sie die bessere Submariner?

Geht es um die Klassiker von Rolex, fällt der Name Submariner oft an erster Stelle. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1953 blieb schließlich genug Zeit, das Schmuckstück lieben zu lernen. Die Rolex Sea Dweller blieb dagegen ein Underdog – ist laut der Meinung vieler Experten jedoch die bessere Uhr. Wasserdicht ist die Submariner bis zu einer Tauchtiefe von 200 Metern. Die erste Sea Dweller „Single Red“ schlug diesen Wert auf Anhieb um Längen und schaffte ganze 500 Meter. Besonders an Profi- und Berufstaucher, die mit der Submariner oft nur wenig anfangen konnten, richtete sich die Uhr.

Genutzt wurde die Rolex Sea Dweller vor allem von Mitarbeitern von Comex, einer französischen Firma, die sich auf das Tiefseetauchen spezialisiert hat. Angewiesen waren diese auf die technischen Neuheiten, die die Uhr etablierte. Das patentierte Heliumventil entstand sogar in Zusammenarbeit mit Comex. Die Weiterentwicklung „Deepsea“ soll sogar bis zu einer Wassertiefe von 3.900 Metern nutzbar sein.

Die Rolex Sea Dweller mit Lupe über der Datumsanzeige.

Das Herzstück der Rolex Sea Dweller: das Heliumventil

Nicht nur die geringe mögliche Tauchtiefe der Submariner war ein Grund für viele Taucher, auf sie zu verzichten. Auch überstand sie oft den Aufenthalt in Dekompressionskammern nicht. Aus diesem Grund entschied sich der Hersteller, ein Heliumventil in die Rolex Sea Dweller zu integrieren. Dieses befindet sich an der linken Gehäuseseite und verhindert, dass die angereicherte Luft das Uhrenglas heraussprengt.

Dass die Rolex Sea Dweller auch offiziell eine Weiterentwicklung der Submariner sein soll, lässt sich an der Version „Double Red“ erkennen. Diese glänzt mit einem roten, zweizeiligen Schriftzug, der sie als Sea Dweller und Submariner bezeichnet. Verfügt sie darüber hinaus noch über ein originales Ziffernblatt, ist sie kaum unter einem sechsstelligen Preis zu haben. Auch echte Comex-Schriftzüge treiben den Preis in die Höhe. Doch gerade hier sollten Interessenten auf der Hut vor Fälschungen sein.

Die Neuinterpretationen der Vintage-Modelle

Die erste Rolex Sea Dweller 1665 erschien 1967 und gilt heute als gefragtes Vintage-Modell. Im Jahr 2017 brachte Rolex zum 50. Geburtstag des Originals eine Jubiläumsvariante auf den Markt. Ein neues Automatikwerk, ein nun auf 43 Millimeter vergrößertes Gehäuse und starkes Saphirglas sollen die Sea Dweller 126600 bei Fans alter und neuer Modelle beliebt machen. Nutzbar ist sie bis zu einer Wassertiefe von 1.220 Metern – Profitaucher bleiben somit die Kernzielgruppe.

Nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf die Optik legte Rolex großen Wert. Als Highlights gelten hierbei die drehbare Lünette sowie die Lupe über dem Datumsfenster. Der Edelstahl 904L entspricht dem modernen Standard und garantiert eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Trotzdem bleibt die Rolex Sea Dweller in erster Linie ein Nischenmodell, das auch nach vielen Jahren im Schatten der Submariner steht.

Rolex Sea Dweller ist eher eine Uhr für Liebhaber, sie kann in einigen Varianten dafür beachtliche Preise auf dem Markt erzielen.

Ein Modell für Liebhaber

Als Erfolgsmodell galt die Sea Dweller nicht. Schließlich zählen wohl die wenigsten Rolex-Kunden zu professionellen Tauchern. Die zum größten Teil nur technischen Weiterentwicklungen zur Rolex Submariner reichten nicht aus, um aus der Uhr ein Modell für den Mainstream zu machen. Damit reiht sich die Sea Dweller in die Gruppe aus Uhren ein, die für eine spezielle Zielgruppe gefertigt wurden. In diesem Fall sind es vor allem die Mitarbeiter des Unternehmens Comex.

Der Sea Dweller fehlt es insbesondere an optischen Alleinstellungsmerkmalen. Auch die Neuauflagen aus dem 21. Jahrhundert konnten diesen Makel nicht beseitigen. Stattdessen wirkt ihr Design zuweilen antiquiert, an manchen Stellen fehlt der letzte Feinschliff, um sie zu einem Klassiker werden zu lassen. Darüber hinaus entspricht die Rolex nicht mehr ganz den aktuellen Normen für Taucheruhren.

All diese Umstände machen die Sea Dweller zu einem Uhrenmodell für Liebhaber. Aus Sicht vieler Kunden fehlen die unverwechselbaren Besonderheiten, damit sie sich in die Klassiker-Riege rund um Submariner und Daytona einreihen kann. Einige Varianten der Rolex Sea Dweller erzielen auf dem Markt allerdings beachtliche Preise – und werden auch wegen ihrer Seltenheit hoch gehandelt.

Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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