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Start-up-Report 2021: So hat sich die Zahl der Gründungen entwickelt 

Nicht alle Start-Ups sind von den Auswirkungen der Krise gleichermaßen betroffen: Während insgesamt ein Rückgang der Gründungszahlen zu verzeichnen ist, konnten etwa die Venture Capital-affinen Start-ups stabil bleiben. Das zeigt der Start-up-Report 2021 von KfW Research auf Basis des jährlichen Gründungsmonitors.

Die Pandemie hat insgesamt den Bestand an deutschen Start-ups belastet. So ging die Zahl der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen auf 47.000 zurück. In den Jahren zuvor war sie auf bis zu 70.000 gestiegen.

Hohe Unsicherheit prägte die Szene

Aufgrund der unsicheren Lage konnte die Zahl der Gründungen in diesem Jahr nicht die hohe Schließungsrate kompensieren. Zudem fielen einige Gründungen aus der Start-up-Definition heraus, da ihre Wachstumspläne durch die pandemische Situation entmutigt und dadurch verringert wurden.

Dennoch sind nicht alle Start-ups von dem Rückgang betroffen: Venture Capital-Start-ups konnten ihren Bestand mit 8.600 vergleichsweise aufrechterhalten (2019: 9.400). Grund dafür ist vermutlich die schnelle Entscheidung zu Start-up-Hilfen auf Seiten der Bundesregierung. 

Trotz der gesunkenen Zahlen blicken Experten positiv in die Zukunft: „Die Corona-Krise hat 2020 zwar Spuren bei Start-ups hinterlassen, wir gehen aber davon aus, dass sich nach diesem Ausnahmejahr die Start-up-Szene so schnell entwickeln wird, wie die Jahre zuvor“, erklärt die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib.

Gründungstätigkeit von Frauen muss weiter zunehmen

Wie der Report zeigt, sind Frauen im Start-up-Ökosystem immer noch unterrepräsentiert. So machen Gründerinnen im langjährigen Durchschnitt nur circa 20 Prozent aus. Das liegt unter anderem daran, dass Frauen seltener ein starkes Wachstum anstreben und technologische Forschung und Entwicklung durchführen sowie häufiger freiberuflich oder im Nebenerwerb gründen. 

Auch dazu vertritt Dr. Fritzi Köhler-Geib eine klare Position: „Dem deutschen Start-up-Ökosystem und die VC-Branche würde es gut tun, weiblicher zu werden. Denn Deutschland kann es sich nicht leisten, Innovationspotenzial zu verschwenden. Rollenbilder, die Frauen von Start-up-Gründungen abhalten, sind da im Weg. Es ist wichtig, dass hochqualifizierte Start-up-Teams unabhängig von Geschlecht und Herkunft entstehen und die bestmöglichen Bedingungen für Finanzierung, Wachstum und Erfolg vorfinden.“

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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