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Stressbewältigung
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Ratgeber

Stressbewältigung: Gesund und leistungsfähig bleiben trotz Belastungen

Stress ist ein Dauerthema, für dessen Bewältigung viele noch keine Lösung gefunden haben. Stattdessen riskieren sie täglich ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden nach dem Motto „Mir wird schon nichts passieren“. Dieser Ratgeber klärt über Stress auf und vermittelt praktikable Lösungen zu dessen Bewältigung.

Jeder kennt Stresssituationen, manche kennen sogar anhaltenden Stress, wenn sich belastende Lebensumstände nicht so schnell ändern lassen. Stress komplett zu verhindern, ist weder möglich noch sinnvoll, da er uns die Möglichkeit eröffnet, unser Leistungspotential auszuschöpfen. Gefährlich wird es, wenn Stresssituationen sich häufen oder dauerhaft vorhanden sind. Die gute Nachricht ist, dass wir Stress nicht hilflos ausgeliefert sind. Bisweilen sind wir jedoch auf die Unterstützung durch andere Menschen angewiesen, die bei der Stressbewältigung helfen können.

Stressbewältigung: Was man über Stress wissen muss

Stress ist eine Reaktion unseres Körpers auf belastende Situationen. Das kann ein wichtiges Meeting sein, aber auch Auseinandersetzungen innerhalb der Familie. Es gibt vielerlei Gründe. Für das Stressempfinden ist unsere Persönlichkeit entscheidend, denn Menschen beurteilen die gleiche Situation unterschiedlich. Was für den einen ein Drama ist, macht dem anderen kaum etwas aus.

Unsere Persönlichkeit ist zum Teil angeboren, andererseits aber auch durch unsere Lebensumstände und Erlebnisse als Kind geformt worden. Auch wenn Persönlichkeitsmerkmale über die Lebensspanne recht stabil sind, lassen sich Sichtweisen nachhaltig ändern.

Als Reaktion auf Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass unser Kreislauf auf Hochtouren läuft. Das sorgt für eine erhöhte Alarmbereitschaft, um sofort handlungsfähig zu sein. Das ist an sich positiv. Negativ wird es erst, wenn diese Reaktion zu häufig provoziert wird, dann verlieren wir dadurch zu viel Energie. Das schwächt Körper und Psyche.

Ein Übermaß an Stress kann man an einem häufiger auftretenden gesteigerten Herzschlag und Schwitzen erkennen, aber auch an zunehmender Energielosigkeit und negativen Gedanken mit Versagensängsten. Manch einer reagiert auch vermehrt ungeduldig oder ungehalten gegenüber seiner Umwelt. Die Folgen können einerseits Depressionen sein, andererseits fördert chronischer Stress einen ungesunden Lebensstil, der typischerweise zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt.

Lösungen für die erfolgreiche Stressbewältigung

Es gibt drei Ansatzpunkte für die effektive Stressbewältigung, die wir im Folgenden näher beleuchten. Damit nähert man sich Schritt für Schritt einer erfolgreichen Stressbewältigung. Manch einer muss vielleicht erst einmal ein Stresstagebuch führen, um die Stressoren auszumachen. Hier setzt der erste Tipp zur Stressbewältigung an:

1. Stressoren ausschalten oder entschärfen

Wenn man weiß, was den Stress verursacht, kann man sich um eine Änderung der Situation bemühen und die Stressbewältigung angehen. Dreht es sich um eine Arbeitsüberlastung? Wie wäre es dann mit einer Delegierung von Aufgaben? Deadlines lassen sich entschärfen, indem man die Aufgabe rechtzeitig in Angriff nimmt. Vielen von uns steht ihre Perfektion im Weg. Als Teil unserer Persönlichkeit können wir dem schwer entkommen, aber es ist nicht unmöglich. Die Aufgabe besteht darin, aktiv zu üben, nicht jeden Auftrag perfekt zu erfüllen, in der Regel ist auch ein „sehr gut“ angemessen.

2. Seine Bewertung der Situation ändern

Zugegeben, das ist keine einfache Lösung, denn die Änderung der Bewertung einer Stresssituation hängt eng mit unserer Persönlichkeit zusammen. Auch hier ist Üben die Lösung. Wird etwas als negativ bewertet, versucht man durch Änderung des Blickwinkels die positiven Aspekte zu erkennen. Im Notfall kann man sich vorstellen, wie man die aktuelle Situation in 10 Tagen, 10 Wochen und 10 Monaten beurteilen würde. Nicht selten wird sich die Situation dann als eher weniger bedeutend erweisen und man ist die Stressbewältigung erfolgreich angegangen.

3. Stressbewältigung: Kurze Entspannungspausen in den Alltag einbauen

Das klingt für viele auch erst einmal nicht durchführbar, dabei ist die Wirksamkeit häufigerer kleiner Pausen erwiesen. Diese dürfen dabei sogar sehr kurz sein. Eine einzige Minute mit Atemübungen ist manchmal effektiver zur Stressbewältigung als eine halbe Stunde Pause. Wichtig ist, dass wir die Pausen fest einplanen. Optimal ist es, wenn wir uns dafür kurz zurückziehen können, notfalls in die Toilette. Besser wäre jedoch frische Luft.

Perfekt, wenn man dem Stress davonlaufen kann, indem man eine Runde um den Block dreht. Ein Bürohund kann hier Wunder wirken, denn der besteht auf seiner Pause draußen, bei der er ja in der Regel begleitet werden muss …

Und wenn das alles nicht hilft?

Bitte nicht den Kopf in den Sand stecken! Veränderungen im Alltag sind für niemanden einfach. Man darf sich dabei gern unterstützen lassen, indem man sein Umfeld mit einbezieht. Auch andere im Team sind von Stress betroffen. Moderne Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern zum Beispiel Spielekonsolen zur Nutzung an, um zwischendurch mal kurz abschalten zu können und die Stressbewältigung anzugehen. Umso frischer und entspannter kann es danach weitergehen. Zudem verhindert man die gefährlichen Folgen einer Überlastung durch Stress.

Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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