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Studie: Diese drei Führungstypen entstehen durch Remote Work

Wenig persönlicher Austausch, mehr Eigenverantwortung für die Mitarbeiter: Wer in den vergangenen Monaten als Chef erfolgreich die Krise gemeistert hat, musste seinen Führungsstil teilweise an neue Gegebenheiten anpassen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich dabei drei zentrale Führungstypen herausstellten, die alle unterschiedliche Ansätze verfolgen.

Wie hat sich die Arbeit der Führungsriege durch die Homeoffice-Zeit verändert? Dieser Fragestellung ist die Hay Personalberatung gemeinsam mit dem Rheingold-Institut nachgegangen. Dafür wurden 750 Führungskräfte zu ihrem Führungsstil befragt.

Mehr Betreuung, mehr Flexibilität 

Wie die Ergebnisse zeigen, haben die meisten Entscheider ihren Führungsstil an die Krisensituation angepasst: So berichten etwa 70 Prozent davon, dass sie mehr Zeit in die individuelle Betreuung ihrer Mitarbeiter gesteckt haben. 61 Prozent gaben an, strenger verfolgt zu haben, wann und wie viel ihre Mitarbeiter arbeiten. Zudem beabsichtigen 39 Prozent der Chefs, in Zukunft flexibler in ihrem Führungsstil werden zu wollen.

Eine Veränderung der Führungsstile ließ sich im Rahmen der Studie durch eine Clusteranalyse bestätigen: Hierbei wurden drei Führungstypen herausgefiltert, die sich Vorgesetzte im Homeoffice angeeignet haben.

Führung im Homeoffice: Mehrheit setzt auf Kontrolle statt Vertrauen 

Der erste Führungsstil nennt sich laut den Studienautoren „Performance Management“. Chefs, die sich diesen Stil im Homeoffice angeeignet haben, ermutigen ihre Mitarbeiter durchschnittlich mehr und betreuen sie individuell besser. Allerdings setzt dieser Führungstyp auch mehr auf Kontrolle: Performance Manager neigen eher dazu, die Arbeit ihrer Mitarbeiter zu überwachen. Laut Studie findet sich dieser Führungsstil besonders in der Kommunikations- und Dienstleistungsbranche. Insgesamt setzen 52 Prozent der befragten Chefs im Homeoffice auf diesen Führungstypen.

Rund 30 Prozent der Studienteilnehmer können dem Führungstypen „Employee Empowerment“ zugeordnet werden. Chefs mit diesem Stil haben die Krise als Chance für Entwicklung genutzt und das Vertrauen zu ihrer Belegschaft ausgebaut. Der Fokus lag mehr auf Freiraum und Selbstständigkeit auf Seiten der Mitarbeiter. Der Studie zufolge hat dieser Führungstyp auch die interne Digitalisierung besonders vorangetrieben.

Die letzten 18 Prozent können dem „Business as usual“-Stil zugeordnet werden. Wie der Name vermuten lässt, haben Chefs mit diesem Stil keine großen Änderungen angestrebt. Es wurde nicht viel an den Unternehmensprozessen verändert, wodurch manche Chefs jedoch auch weniger auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingegangen sind.

Wie die Studie zeigt, haben sich die meisten Chefs an die Führung auf Distanz angepasst. Welcher Führungsstil dabei am erfolgreichsten ist, hängt von vielen Faktoren ab – etwa vom Maß der Personalverantwortung, der Branche und dem Digitalisierungsgrad der Unternehmen. Insgesamt gaben 79 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen werde.

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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