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Tages-Nachrichten Wirtschaft & Mittelstand 2023-02-16
## Dax nahe Rekord, SAP treibt die Rally
Der deutsche Aktienmarkt bleibt in Rekordnähe: Der Dax notiert im Plus und arbeitet sich mit Rückenwind starker Unternehmenszahlen weiter an sein Allzeithoch heran. Besonders SAP stützt die Stimmung, weil der Softwarekonzern seine jüngste Rally fortsetzt und damit zu den wichtigsten Kurstreibern im Leitindex zählt. Für Anleger spricht vieles für ein freundliches Marktumfeld, auch wenn die Luft an der Spitze zunehmend dünn wird. [12][13]
## Deutsche Bahn wehrt sich gegen Netzagentur
Im Streit um den Fernverkehr auf der Schiene verschärft sich der Konflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Netzagentur. Nach dem Beschluss zugunsten des italienischen Anbieters Italo hat die Bahn nun Klage eingereicht. Damit wird aus einem Regulierungsstreit ein juristischer Grundsatzfall: Es geht um Marktzugang, Wettbewerb und die Frage, wie offen der deutsche Fernverkehr für neue Anbieter wirklich ist. [40][49][2]
## Autoindustrie prüft härteren Kurs gegen China
Die deutsche Autoindustrie denkt offenbar über eine deutlich härtere Linie gegenüber China nach. Hintergrund sind wachsende Spannungen im Handel und die Sorge, dass deutsche Hersteller zwischen chinesischer Industriepolitik, Lieferkettenrisiken und verschärftem Wettbewerb zerrieben werden. Für die Bundesregierung ist das heikel, weil die Autoindustrie zu den wichtigsten Exportbranchen zählt und jede strategische Neuausrichtung auch industriepolitische Folgen hätte. [9][20]
## Gasnetze: Bundesnetzagentur plant neue Renditen
Die Bundesnetzagentur schlägt eine neue Verzinsung für Gasnetze vor. Das ist für Energieversorger und Netzbetreiber relevant, weil die kalkulierte Rendite direkt darüber entscheidet, wie attraktiv Investitionen in die Infrastruktur bleiben. Zugleich zeigt der Vorstoß, wie stark sich der regulatorische Rahmen im Zuge der Energiewende verändert: Gasnetze müssen auf einen Markt vorbereitet werden, der langfristig schrumpfen oder sich umbauen dürfte. [18][1]
## DAX-Konzerne wachsen – und bauen Stellen ab
Viele DAX-Konzerne melden Rekordgeschäfte, gleichzeitig werden aber Jobs gestrichen. Diese Entwicklung steht exemplarisch für den Umbau der deutschen Industrie: hohe Umsätze und Gewinne auf der einen Seite, Kostendisziplin, Automatisierung und Strukturwandel auf der anderen. Für Beschäftigte ist das ein Warnsignal, für Mittelständler ein Hinweis darauf, dass selbst gute Zahlen keinen sicheren Arbeitsplatz mehr garantieren. [11][52][20]
## Ernteausfälle durch Trockenheit werden wahrscheinlicher
Der Bauernverband warnt vor teils totalen Ernteausfällen. Die Lage bei Hitze und Trockenheit zeigt, wie stark die Landwirtschaft unter dem Klimastress leidet und wie schnell daraus Preis- und Versorgungseffekte entstehen können. Wenn Ernten regional ausfallen, trifft das nicht nur Landwirte, sondern auch Verarbeiter, Logistik und Handel. Für die Wirtschaft wird damit die Klimaanpassung immer stärker zur Standortfrage. [6][73][82]
## Waldbrände setzen Regionen unter Druck
Waldbrände sorgen in Deutschland und Europa für akute Gefahrenlagen, Evakuierungen und große Belastungen für Einsatzkräfte. Die Berichte aus Nordrhein-Westfalen und anderen Regionen zeigen, wie brandgefährlich die Lage bei anhaltender Trockenheit ist. Für Unternehmen und Kommunen steigt damit das Risiko von Betriebsunterbrechungen, Infrastrukturproblemen und höheren Versicherungsschäden – ein weiteres Beispiel für die ökonomischen Folgen extremer Wetterlagen. [13][5][53]
## Hitzeschutz wird zur Immobilienfrage
Welche Städte beim Hitzeschutz vorbildlich sind und welche hinterherhinken, ist längst auch eine Frage für den Immobilienmarkt. Steigende Temperaturen machen Wohnungen, Bürogebäude und ganze Quartiere anfälliger für Überhitzung. Für Eigentümer und Investoren wird deshalb relevant, wie gut Gebäude verschattet, begrünt oder technisch gekühlt sind. Wer hier nachrüstet, verbessert nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch die Zukunftsfähigkeit von Beständen. [8][61][22]
## Riester-Nachfolger könnte für Gutverdiener interessant sein
Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot rückt ein möglicher Riester-Nachfolger in den Blick. Besonders für Gutverdiener könnte das Modell attraktiv sein, weil steuerliche Effekte und staatliche Förderung die private Vorsorge effizienter machen könnten als bisherige Produkte. Für die Vermögensplanung von Haushalten und Selbstständigen ist das wichtig, weil die staatliche Rente allein vielen künftig kaum reichen dürfte. [48][1]
## Klingbeil will Steuervorteil für Mitarbeiterrabatte streichen
Ein umstrittener Gesetzentwurf könnte den Steuervorteil für Personalrabatte kippen. Vor allem Unternehmen mit eigenen Mitarbeiterrabatten müssten ihre Vergütungs- und Benefit-Modelle dann neu bewerten. Der Vorstoß wird bereits als verdeckte Gehaltskürzung kritisiert, weil er indirekt das verfügbare Einkommen von Beschäftigten senken könnte. Für Mittelständler mit Belegschaftsvorteilen ist das ein Thema mit unmittelbarer Praxisrelevanz. [37][83][1]
Zum Ausblick: Für die mittelständische Leserschaft bleiben vor allem Energiepreise, Klima-Risiken, Steuerpolitik und die Lage in der Industrie entscheidend. Wer Investitionen, Personal und Absatzmärkte plant, muss sich auf mehr Regulierung, mehr Volatilität und einen schnelleren Strukturwandel einstellen.
Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.










