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Tages-Nachrichten Wirtschaft & Mittelstand 2025-09-08
Volkswagen startet Testfahrt mit Feststoffbatterie auf Elektromotorrad
Auf der IAA 2025 präsentierte Volkswagen zusammen mit Tochterfirmen PowerCo, Audi und Ducati erstmals ein elektrisches Motorrad mit einer innovativen Feststoffbatterie der Firma QuantumScape. Die Technologie, erstmals in einem Fahrzeug verbaut, verspricht deutlich höhere Reichweiten und schnellere Ladezeiten als klassische Lithium-Ionen-Batterien. Das Fahrzeug ist eine modifizierte Ducati V21L, die mit bis zu 980 der so genannten QSE-5-Zellen ausgestattet ist. Die Zellen basieren auf einer Lithium-Metall-Anode und einem keramischen Separator, die für mehr Sicherheit, eine längere Lebensdauer und bessere Leistung sorgen. Volkswagen und seine Partner streben eine Serienreife bis Ende des Jahrzehnts an, um der Mittelklasse bald feststoffbasierte Batterien anbieten zu können[2][1][4]. Spätestens die aufstrebende Batterietechnik könnte den Wettbewerb in der Elektromobilität stark verändern – auch für mittelständische Zulieferer und Dienstleister.
Marktanteil von Teslas Elektroautos in den USA verliert an Boden
Tesla sieht sich in den USA zunehmend stärkerer Konkurrenz im Elektroauto-Segment ausgesetzt, was sich im schwindenden Marktanteil zeigt. Käufer greifen verstärkt zu Angeboten anderer Hersteller, die auf dem stark wachsenden US-Markt durch innovative Modelle und teils günstigere Preise punkten. Diese Entwicklung signalisiert eine wachsende Fragmentierung im Elektromobilitätsmarkt dort. Für deutsche Mittelständler mit Interesse am US-Markt bedeutet dies erhöhte Anpassungs- und Kooperationsbereitschaft, um im Wettbewerb zu bestehen.
Razzia im Hyundai-Werk in den USA bringt Südkoreas Unternehmen in Bedrängnis
In den USA löste eine Razzia in einem Hyundai-Werk Besorgnis bei südkoreanischen Firmen aus. Behörden untersuchen offenbar Unregelmäßigkeiten, was die wirtschaftlichen Pläne der Unternehmen in den Vereinigten Staaten durchkreuzen könnte. Diese unerwartete Wendung erschwert Geschäftsabläufe und Geschäftsstrategien im wichtigen US-Markt und wirft Unsicherheiten für alle Beteiligten auf. Mittelständische Zulieferer und Logistikdienstleister sind gut beraten, die Lage aufmerksam zu beobachten und eigene Risiken zu prüfen[1].
Bund verlängert Treuhand für Rosneft-Anteile an deutscher Raffinerie PCK
Die Bundesregierung hat die Treuhandregelung bezüglich der russischen Rosneft-Anteile an der Raffinerie PCK verlängert. Dieses Instrument ermöglicht dem Bund weiterhin die Kontrolle über die Anteile, um den Einfluss des russischen Energiekonzerns zu begrenzen und die Energieversorgung in Deutschland zu sichern. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen bleibt die Kontrolle über solche Schlüsselindustrien ein politisch sensibles Thema. Mittelständische Unternehmen in der Energieversorgung sollten die Entwicklungen genau verfolgen, da sich daraus neue Kooperations- oder Regulierungsanforderungen ergeben könnten.
SPD plant Abschaffung des Ehegattensplittings – Steuerprivileg für Paare in Gefahr
Die SPD bringt eine Reform des Ehegattensplittings ins Gespräch, das aktuell verheirateten Paaren eine Steuerersparnis von bis zu 20.000 Euro jährlich verschafft. Ziel ist es, das Steuerprivileg abzuschaffen oder anzupassen, was tiefgreifende Auswirkungen auf die finanzielle Planung von Familien haben könnte. Für zahlende Mittelstands-Haushalte gilt es, potenzielle Veränderungen frühzeitig zu antizipieren und sich auf mögliche Mehrbelastungen einzustellen.
Spanische Großbank BBVA startet Übernahmeversuch bei Konkurrent Sabadell
Die spanische Bank BBVA hat offiziell einen Übernahmeversuch bei ihrem Rivalen Sabadell gestartet. Der Schritt zielt auf eine Konsolidierung im spanischen Bankensektor ab, um Effizienz- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Solche Fusionen können den Weg für größere Finanzierungsrahmen und veränderte Kreditvergabepolitiken ebnen, was mittelständische Unternehmen in der Region direkt betrifft.
Goldpreis erreicht historisches Hoch von über 3600 US-Dollar pro Unze
Der Goldpreis kennt weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Mit einem aktuellen Rekordhoch jenseits von 3600 US-Dollar pro Unze notiert das Edelmetall auf einem Niveau, das viele Analysten überrascht. Dieses Wachstum wird vor allem durch geopolitische Unsicherheiten und Inflationserwartungen getrieben. Für mittelständische Unternehmen kann Gold als Absicherung gegen Wertschwankungen und Krisen an Bedeutung gewinnen.
Deutsche Produktion zeigt im Juli erste Wachstumszeichen – Hoffnung auf Trendwende
Trotz globaler Herausforderungen legte die deutsche Industrieproduktion im Juli wieder zu. Experten sehen darin erste Anzeichen für eine mögliche Stabilisierung der konjunkturellen Lage, auch wenn Risiken durch Energiepreise und Lieferketten bestehen bleiben. Diese Entwicklung könnte den Mittelstand beflügeln, der stark von der industriellen Nachfrage abhängt.
RWE kooperiert mit Apollo zur Finanzierung der Stromübertragungsnetze
Der Energieversorger RWE hat eine Partnerschaft mit dem Vermögensverwalter Apollo gestartet, um neue Finanzmittel für den Ausbau und die Modernisierung der Stromübertragungsnetze aufzubringen. Damit reagiert die Branche auf den wachsenden Bedarf an Infrastruktur für die Energiewende. Mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Energie und Infrastruktur sollten diese Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um mögliche Geschäftschancen zu erkennen.
BMW setzt Hoffnung auf „Neue Klasse“ für die Zukunft der Elektromobilität
BMW richtet mit seiner ehrgeizigen „Neuen Klasse“ den Fokus auf eine zukunftsweisende Produktgeneration, die Antrieb, Cockpit und Design neu definiert. Ziel ist es, nicht nur technologisch, sondern auch ästhetisch eine Vorreiterrolle im elektrischen Mobilitätsmarkt zu übernehmen. Für Zulieferer und Partner im Mittelstand könnte dies bedeuten, frühzeitig auf neue Standards und Anforderungen zu reagieren, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern[4][4].
Ausblick: Die vorgestellten Themen zeigen, wie Innovationsdruck, geopolitische Spannungen und politische Steuerreformen mittelständische Unternehmen in Deutschland und Europa in den kommenden Monaten prägen werden. Anpassungsfähigkeit und strategisches Risikomanagement werden entscheidend sein.
Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.











