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Tages-Nachrichten Wirtschaft & Mittelstand 2026-03-05

### Revolut erobert den US-Markt

Die britische Neobank Revolut, Europas führende Digitalbank, setzt nun voll auf die USA. Das Unternehmen hat eine US-Banklizenz beantragt und plant, seine Dienste massiv auszubauen. Revolut bietet bereits Kryptowährungen, Aktienhandel und Zahlungsdienste – nun soll das volle Bankgeschäft folgen. Mit über 45 Millionen Kunden weltweit will Revolut den lukrativen US-Markt erobern, wo Fintechs wie Chime und SoFi boomen. Der Einstieg könnte Milliardenvolumen an Transaktionen generieren und Revolut zu einem globalen Player machen. Kritiker warnen vor regulatorischen Hürden, doch der Börsengang rückt näher. Für den Mittelstand bedeutet das: Günstigere Alternativen zu traditionellen Banken für internationale Zahlungen und Investitionen.[2]

### Handwerkspleiten auf Höchststand seit 2014

Noch nie seit 2014 gab es so viele Insolvenzen im Handwerk wie jetzt: Fast 5000 Betriebe mussten in den letzten Monaten schließen. Hohe Energiepreise, steigende Zinsen und Materialkosten treiben viele Kleinunternehmer in die Knie. Creditreform meldet ein Zehn-Jahres-Hoch, besonders betroffen sind Bau- und Metallverarbeiter. Die Bundesregierung ringt um Hilfen, doch Förderprogramme greifen zu langsam. Experten sehen strukturelle Probleme: Fachkräftemangel und Digitalrückstand machen das Handwerk anfällig. Viele Pleiten betreffen Mittelständler mit weniger als 20 Mitarbeitern, die keine Puffer haben. Die Welle könnte sich ausweiten, wenn die Konjunktur nicht dreht.

### Renten steigen um 4,24 Prozent – Entlastung für Millionen

Ab Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent, kündigte Arbeitsministerin Bärbel Bas an. Das bringt Standardrentnern fast 78 Euro mehr monatlich. Die Anpassung folgt der Lohnentwicklung und soll die Kaufkraft erhalten. In Zeiten hoher Inflation ist das eine willkommene Entlastung für rund 20 Millionen Rentner. Kritik kommt von Unternehmen: Höhere Beiträge belasten den Mittelstand zusätzlich. Die Rentenformel berücksichtigt Löhne und Preise, doch Experten fordern langfristige Reformen gegen die demografische Krise. Für Selbstständige und KMU bedeutet das: Bessere Planbarkeit bei Sozialabgaben, aber Druck auf Lohnkosten.

### Bundesbank schluckt Milliardenverluste

Die Bundesbank verzeichnet 2024 einen Verlust von 8,6 Milliarden Euro – Folge der EZB-Zinspolitik. Hohe Zinsen auf Einlagen übersteigen die Erträge aus Anleihen. Auch 2025 und 2026 drohen rote Zahlen in Milliardenhöhe, der Bund kassiert nichts. Positiv: Die Goldreserven gewinnen durch Preisanstieg rasant an Wert. Die Notenbank muss Reserven antasten, was die Haushaltsdebatte anheizt. Ökonomen sehen das als Preis für die Inflationstbekämpfung. Mittelständische Sparer profitieren indirekt von stabilen Zinsen, doch höhere Kreditzinsen drücken Investitionen.

### Spritpreise über 2 Euro – Super E10 teurer denn je

Auch Super E10 kostet nun mehr als 2 Euro pro Liter, melden Tankstellen. Der Anstieg folgt dem Iran-Krieg und blockierten Routen im Nahen Osten. Mineralölkonzerne werden beschuldigt, Preise willkürlich hochzutreiben. Bundesländer kritisieren die „Sauerei“, das Bundeskartellamt prüft Missbrauch. DHL umgeht Sperrungen mit Umwegen, Logistiker ächzen. Für Pendler und Handwerker explodieren die Kosten – ein Kleintransporter verbraucht monatlich Hunderte Euro mehr. Die EU diskutiert Deckelung, doch Ölexporte aus dem Iran sorgen für Volatilität.

### Bürgergeld ade: Bundestag beschließt Reform zur Grundsicherung

Der Bundestag hat das Bürgergeld abgeschafft und durch eine strengere Grundsicherung ersetzt. Sanktionen werden schneller verhängt, Leistungsfähige müssen sofort arbeiten. Das Ende des Bürgergelds bedeutet für Millionen härtere Regeln bei Jobcentern. Befürworter sehen Anreize zur Arbeit, Kritiker Sozialabbau. Die Reform greift 2026, mit Übergangsfristen. Mittelständische Arbeitgeber müssen mit mehr Bewerbern rechnen, doch Fachkräftemangel bleibt. Offene Stellen steigen zum Jahresende.

### Revolut und Rüstungs-Start-ups: Drohnen-Boom durch Ukraine-Krieg

Ein Start-up will ukrainische Drohnen weltweit verkaufen, nach Millionenaufträgen der Bundeswehr. Stark Defence plant weitere Einführungen. Parallel tauschen Russland und Ukraine Hunderte Gefangene aus. Deutschland pumpt 200 Millionen Euro Hilfe nach Kiew. Der Krieg treibt Innovationen in der Rüstung – Drohnen werden zum Export-Schlager. Mittelständische Zulieferer könnten profitieren, doch Sanktionen erschweren Lieferketten.[4]

### Immobilien-Hotspots: Cottbus und Landshut statt Metropolen

Vermieter erzielen künftig höhere Renditen in Cottbus oder Landshut statt Berlin oder München. Günstige Kaufpreise und steigende Mieten machen B-Lagen attraktiv. Hohe Zinsen dämpfen Metropolenbooms, Provinzen boomen durch Homeoffice. Investoren setzen auf Ostdeutschland und Bayern-Peripherie. Für Mittelständler: Chancen bei Gewerbeimmobilien in wachsenden Regionen, fernab von Überhitzung.

### Krankenkassen mit Rekordüberschuss

Gesetzliche Krankenkassen machen 3,5 Milliarden Euro Überschuss – trotz Pandemieausfällen. Effizienzsteigerungen und Beitragsanpassungen zahlen sich aus. Die Kassen senken Zusatzbeiträge, entlasten Arbeitnehmer. Mittelstand profitiert: Stabilere Prämien für Betriebskrankenkassen und weniger Lohnnebenkosten.

### DHL in der Krise: Aktie taucht nach Bilanz ab

Die DHL-Aktie verliert stark nach enttäuschender Bilanz. Der DAX notiert unverändert, doch Logistiker leiden unter Nahost-Sperrungen. Das Unternehmen umgeht Routen, warnt vor Kostenexplosion. Mittelständische Lieferanten spüren Lieferverzögerungen.

**Ausblick:** Für Mittelständler drohen durch Krieg und Pleitewelle höhere Energiekosten und Fachkräftemangel, doch Rentenerhöhung und Fintechs bieten Planungssicherheit – prüfen Sie Renditechancen in B-Lagen und Digitalbanken.

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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