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Tages-Nachrichten Wirtschaft & Mittelstand 2026-08-13

**Trockenheit trifft die Ernte hart**
Die anhaltende Dürre setzt die deutsche Landwirtschaft massiv unter Druck. Nach Einschätzungen des Bauernverbands fällt die Ernte in diesem Jahr deutlich kleiner aus, besonders in Süd- und Westdeutschland drohen spürbare Einbußen bei Getreide, Raps und weiteren Kulturen. Neben den Wetterfolgen belasten hohe Betriebskosten und niedrige Produktpreise viele Höfe zusätzlich. Für zahlreiche Betriebe wird die Lage damit nicht nur wetter-, sondern auch finanzwirtschaftlich existenziell.

**Volksbanken sehen mehr Schwung für die Konjunktur**
Die Volksbanken haben ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft spürbar angehoben. Statt nur 0,5 Prozent erwarten sie nun ein Wachstum von 1,0 Prozent. Das ist ein wichtiges Signal, weil es auf etwas mehr Zuversicht bei Investitionen, Konsum und Auftragseingängen hindeutet. Nach langer Schwächephase wäre das kein Boom, aber immerhin eine Entlastung für viele Branchen, die auf eine stabilere Binnenkonjunktur angewiesen sind.

**Klarna schreibt endlich schwarze Zahlen**
Der Zahlungsdienstleister Klarna hat die Erwartungen übertroffen und erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Für das Unternehmen ist das ein wichtiger Wendepunkt nach Jahren mit Fokus auf Wachstum, Expansion und hohen Verlusten. Dass die Profitabilität nun erreicht wurde, dürfte auch für den Fintech-Markt insgesamt ein Signal sein: Investoren achten wieder stärker auf belastbare Geschäftsmodelle statt nur auf Tempo.

**DAX im Abwarte-Modus**
Am deutschen Aktienmarkt herrscht Zurückhaltung. Der DAX notiert im Minus, weil Anleger offenbar auf neue Impulse warten und Risiken zunächst höher gewichten als Chancen. Für Börsianer ist das ein typisches Bild in einer Phase, in der Konjunktursignale, Zinsentwicklung und geopolitische Lage gleichzeitig auf die Stimmung drücken. Für Unternehmen mit Kapitalmarktbezug heißt das: Gute Zahlen allein reichen derzeit oft nicht, um Kurse nachhaltig zu bewegen.

**Staatsanleihen stehen unter Druck**
Langlaufende Staatsbonds geraten weltweit stärker unter Druck, die Renditen steigen auf Mehrjahreshochs. Für Anleger bedeutet das steigende Verlustrisiken bei bestehenden Anleihen, für Staaten und Unternehmen verteuern sich neue Finanzierungen. Gerade bei hohen Schuldenständen und laufenden Investitionen ist das ein relevanter Kostentreiber. Der Markt preist damit offenbar mehr Unsicherheit bei Inflation, Haushalten und Geldpolitik ein.

**KI verändert die Studienwahl**
Im Arbeitsmarkt rückt die Frage in den Mittelpunkt, welche Studiengänge im KI-Zeitalter noch besonders gefragt sind. Die zentrale Botschaft: Gefragt bleiben nicht nur klassische Tech-Fächer, sondern vor allem Profile, die Technik mit Analyse, Kommunikation und Problemlösung verbinden. Für junge Menschen ist das wichtig, weil sich Berufswege schneller verändern als früher. Wer heute studiert, sollte stärker auf Flexibilität und Zusatzkompetenzen setzen.

**Kleinstunternehmer profitieren von KI**
Künstliche Intelligenz wird längst nicht mehr nur von Großkonzernen genutzt. Auch viele Kleinstunternehmen automatisieren bereits Prozesse und senken so Aufwand bei Routineaufgaben. Das zeigt: KI kann gerade im Mittelstand und bei kleinen Betrieben ein Produktivitätshebel sein, wenn sie pragmatisch eingesetzt wird. Entscheidend ist weniger die perfekte Strategie als der konkrete Nutzen im Alltag, etwa bei Texten, Planung, Kundenkommunikation oder Auswertung.

**Plastik wird zum Rohstoff**
Die Kreislaufwirtschaft gewinnt für den Mittelstand an Bedeutung, weil aus Plastikmüll zunehmend wieder verwertbare Rohstoffe werden. Das Thema ist wirtschaftlich relevant, da steigende Rohstoffpreise und strengere Nachhaltigkeitsanforderungen Unternehmen zum Umdenken zwingen. Wer Recycling, Rückführung und Wiederverwendung klug organisiert, kann Kosten senken und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Aus Abfall wird damit ein strategischer Wertstoff.

**Drohnenzentrum soll Sicherheit stärken**
Deutschland baut seine Fähigkeiten bei Drohnen und Drohnenabwehr aus. Ein neues Zentrum in Sachsen-Anhalt soll helfen, die Sicherheit im zivilen und militärischen Bereich zu verbessern. Das ist auch industriepolitisch relevant, weil sich rund um Sensorik, Software, Testsysteme und Schutztechnik neue Märkte öffnen. Für Unternehmen im Sicherheits- und Technologieumfeld dürfte das Thema in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen.

**Managerin bekommt 210.000 Euro nachgezahlt**
Das Urteil gegen Daimler Truck sorgt für Aufmerksamkeit in der Debatte um Lohngerechtigkeit. Eine Managerin soll 210.000 Euro nachgezahlt bekommen. Der Fall zeigt, dass Unternehmen bei Vergütungssystemen und Gleichbehandlung juristisch angreifbar sein können, wenn Unterschiede nicht sauber begründet sind. Für Arbeitgeber ist das ein Warnsignal, interne Gehaltsstrukturen transparenter und rechtssicherer zu gestalten.

**Ausblick:** Für den Mittelstand bleiben vor allem Konjunktur, Energie- und Finanzierungskosten sowie die Folgen von Klimaextremen entscheidend. Gleichzeitig zeigen KI, Kreislaufwirtschaft und Drohnentechnologie, wo sich neue Chancen für Produktivität und Wachstum eröffnen.

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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