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Tages-Nachrichten Wirtschaft & Mittelstand 2026-09-25
## BASF greift nach Evonik
BASF prüft offenbar eine Übernahme von Evonik und hat dafür sowohl den Spezialchemiekonzern als auch die RAG-Stiftung angesprochen. Laut einem Bericht der Financial Times laufen zudem Gespräche mit Banken über eine mögliche Finanzierung. Ein Abschluss ist aber keineswegs sicher – konkret ist bislang noch kein Angebot bekannt. Für den Markt ist die Nachricht dennoch brisant, weil sie auf eine neue Phase der Konsolidierung in der deutschen Chemie hindeutet.[1]
## Volkswagen unter Druck
Volkswagen muss wegen eines möglichen Lenkungsausfalls Millionen Fahrzeuge zurückrufen, betroffen sind offenbar nicht nur VW, sondern auch weitere Konzernmarken wie Audi und Seat. Auslöser ist demnach ein technischer Defekt, der im schlimmsten Fall die Lenkung beeinträchtigen kann. Für den Konzern ist das nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch ein Reputationsrisiko – gerade in einem Markt, in dem Vertrauen und Qualität für den Absatz entscheidend sind.[1]
## Tankrabatt kommt zurück
Der Bundestag hat einem erneuten Tankrabatt zugestimmt, nun steht noch die Zustimmung des Bundesrats aus. Die Maßnahme soll Verbraucher und Unternehmen angesichts hoher Spritpreise entlasten, ist politisch aber umstritten, weil sie teuer und nur begrenzt zielgenau wirkt. Besonders für Logistik, Mittelstand und Pendler könnte der Schritt kurzfristig spürbar sein. Entscheidend wird nun, wie schnell die Entlastung tatsächlich an den Zapfsäulen ankommt.[1]
## DAX profitiert vom Ölpreis
Der DAX notiert im Plus, nachdem die Ölpreise wieder nachgegeben haben. Das hilft vor allem konjunktursensiblen Werten und reduziert den Druck auf die Märkte, die zuletzt stark von Energiepreisen und Inflationssorgen geprägt waren. Für Unternehmen ist das ein zweischneidiges Signal: günstigere Energie wirkt entlastend, zugleich bleibt die Unsicherheit über Rohstoff- und Zinsentwicklung hoch. Die Börse reagiert damit weiterhin empfindlich auf geopolitische und makroökonomische Impulse.[1]
## UBS räumt Greensill-Erbe auf
Die UBS hat sich in einer milliardenschweren Greensill-Klage mit dem Versicherer IAG geeinigt. Damit wird ein weiterer Streitpunkt aus dem gescheiterten Finanzskandal bereinigt, der die Branche seit Jahren beschäftigt. Für UBS ist die Einigung ein Schritt zur Schadensbegrenzung und zur juristischen Befriedung alter Altlasten. Der Fall zeigt zugleich, wie lange die Folgen von Fehlentwicklungen im Finanzsystem nachwirken können – auch für große Institute mit globalem Geschäft.[1]
## Bundesbank mit grünem Neuzugang
Philipp Nimmermann wird erster Grüner im Vorstand der Bundesbank. Die Personalie ist politisch bemerkenswert, weil sie die Nähe zwischen Finanzpolitik, Geldpolitik und Klimadebatte weiter sichtbar macht. Für die Bundesbank bedeutet der Einstieg eines ehemaligen Staatssekretärs aus Habecks Haus auch einen Perspektivwechsel in einer Institution, die traditionell für Stabilität und Unabhängigkeit steht. Die Entscheidung dürfte weit über die Fachwelt hinaus Diskussionen auslösen.[1]
## Tesla braucht Schutz
Nach erneutem Chaos rund um Shuttlebusse in Grünheide sollen Sicherheitskräfte Tesla-Mitarbeiter und Busfahrer schützen. Der Vorfall zeigt, wie angespannt die Lage rund um die Gigafactory weiterhin ist und wie schnell betriebliche Abläufe unter Druck geraten können. Für Tesla geht es dabei nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Produktionsstabilität und Arbeitgeberimage. Der Standort bleibt damit ein Brennpunkt zwischen Wachstumsambitionen, lokaler Kritik und operativen Risiken.[1]
## Cyberbetrüger im Visier
Den Behörden ist mit „Operation Herakles“ ein massiver Schlag gegen Anlagebetrüger gelungen. Die Aktion richtet sich gegen organisierte Online-Kriminalität, die mit gefälschten Investmentangeboten oft private Anleger und Kleinsparer trifft. Für den Finanzplatz ist das wichtig, weil solche Betrugsmodelle das Vertrauen in digitale Geldanlagen untergraben. Der Fall zeigt zugleich, dass Cyberkriminalität längst zu einem zentralen Wirtschaftsrisiko geworden ist.[1]
## Investoren fordern mehr Mut
Investor Christian Miele kritisiert die politische Vorsicht der Koalition und fordert mehr Bereitschaft, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Seine Botschaft zielt auf Reformtempo, Innovationsfähigkeit und Standortpolitik – also genau jene Felder, die für Start-ups und Mittelständler über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Hinter dem Interview steckt die klare Warnung, dass Deutschland ohne mehr Risiko und Entschlossenheit an Dynamik verliert. Für den Tech-Standort ist das ein politisches Signal mit Sprengkraft.[1]
## Fuest warnt vor Scheinaufschwung
ifo-Chef Clemens Fuest hält den aktuellen Aufschwung nicht für selbsttragend, sondern für teuer erkauft. Die Aussage trifft den Kern vieler Unternehmenssorgen: Wachstum entsteht derzeit offenbar eher durch staatliche Stützungsmaßnahmen als durch robuste private Investitionen. Für den Mittelstand ist das besonders relevant, weil Planungssicherheit, Energiekosten und Nachfrageentwicklung weiterhin fragil bleiben. Fuest liefert damit eine ernüchternde Einordnung der wirtschaftlichen Lage.[1]
Der Blick nach vorn bleibt für den Mittelstand zweigeteilt: Entlastungen bei Energie und Sprit könnten kurzfristig helfen, während Chemie, Autoindustrie und Finanzmärkte weiter von Unsicherheit geprägt sind.[1] Gleichzeitig zeigt der Tag, dass Reformdruck, Digitalisierung und Standortfragen an Schärfe gewinnen – wer investiert, muss mit mehr Volatilität rechnen.[1] [1] Handelsblatt-Meldungen und ergänzende aktuelle Berichte zu den genannten Themen vom 25.09.2026.
Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.










