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Upskilling
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Ratgeber

Wie funktioniert Upskilling und warum ist es notwendig?

Die technische Entwicklung und die Digitalisierung schreiten immer schneller voran. Nicht nur neue Computerprogramme und Apps verändern die Arbeitsabläufe, auch die Künstliche Intelligenz (KI) wird von immer mehr Unternehmen erfolgreich eingesetzt. Dadurch verändern sich die Arbeitsstellen und ihre Anforderungen.

Upskilling ist die Bezeichnung für die Strategien von Firmen und Betrieben, ihre Mitarbeiter auf neue Anforderungen vorzubereiten und die Arbeitsabläufe zu verbessern.

Die drei großen Themen von Upskilling

Viele Menschen kennen das Wort Upcycling: Ein Gegenstand, der defekt ist oder nicht mehr benötigt wird, wird durch kleine Veränderungen in einen neuen Gebrauchsgegenstand verwandelt. Er bekommt eine neue Aufgabe, eine neue Funktion.

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff Upskilling, mit dem allerdings Menschen und ihre Fähigkeiten gemeint sind. Hier werden drei große Bereiche unterschieden, in denen ein Upskilling regelmäßig stattfinden sollte.

Technische und digitale Fähigkeiten

Ein Thema, das zum Upskilling gehört sind technische und digitale Fähigkeiten. Eine Person, die beispielsweise an einem Empfang einer Arztpraxis arbeitet, hat früher Patiententermine handschriftlich in ein großes Buch eingetragen. Heute gibt es Computerprogramme, die das digital erledigen. Diese Programme können aber weit mehr: Wurden etwa mehrere Termine vereinbart und der Patient hat sie sich nicht gemerkt, können sie jederzeit mit einem Klick aufgerufen werden. Im Patientenbuch hätte die Empfangsperson mühevoll alle Seiten durchblättern müssen und so wertvolle Arbeitszeit verloren, um sämtliche Termine in Erfahrung zu bringen. Derlei Arbeitserleichterungen erfordern aber, dass die Arbeitgeber und auch die Arbeitnehmer fit in der Bedienung solcher Programme sind.

Die innere Einstellung

Da die technische Entwicklung schnell voranschreitet, sind Kenntnisse, die während der Ausbildung erlangt wurden, oft nach zwei oder drei Jahren bereits veraltet. Das bedeutet, dass Mitarbeiter grundsätzlich bereit sein müssen, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Und das umfasst nicht nur das Bedienen neuer Computerprogramme, sondern auch die Übernahme anderer Aufgaben, für die nun Zeit ist. Upskilling bedeutet, geistig flexibel zu sein und sich in neue Themen einzuarbeiten. Und dazu gehört eine innere Einstellung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten sich selbst zutrauen, Neues zu erlernen oder andere Aufgaben zu übernehmen. Sie sollten sich grundsätzlich in der Lage fühlen, geistig zu wachsen.

Kommunikation und Storytelling

Das dritte große Thema, das zum Upskilling gehört, sind die sprachlichen Fähigkeiten. Die moderne Zeit ist von Gleichberechtigung und Individualismus geprägt. Auf diese zwei Errungenschaften können wir stolz sein, allerdings erfordern sie viel Arbeit: Kunden möchten höflich und zuvorkommend behandelt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen sich Gespräche auf Augenhöhe und entspannte Teams. Und auch die Werbung hat sich verändert: Durch die große Auswahl an Produkten reichen knackige Slogans und ein geflissentliches „Vertrauen-Sie-dem-Profi“ nicht mehr. Es gilt die Kundschaft zu überzeugen, warum sie sich für dieses oder jenes Produkt entscheiden soll. Das geht am besten über das sogenannte „Storytelling“: Indem wir eine Geschichte erzählen, zeigen wir, warum ein Produkt erstrebenswert und überzeugend ist.

Daher ist es für Unternehmer und Angestellte wichtig, in den kommunikativen Fähigkeiten regelmäßig geschult zu werden, und zwar in den verschiedensten Bereichen von Upskilling.

Warum ist Upskilling notwendig?

Einige Unternehmer sagen, ihnen fehle die Zeit, sich regelmäßig weiterzubilden. Es lohnt sich aber, die Zeit in Upskilling zu investieren. Wenn die Angestellten im Umgang mit moderner Technik regelmäßig geschult sind, lassen sich viele Arbeitsabläufe vereinfachen und schneller sowie ordentlicher ausführen. Sicherlich funktionieren viele Abläufe auch auf die althergebrachte Weise. Aber die Zeitersparnis durch digitale Technik und künstliche Intelligenz ist zum Teil so enorm, dass sich das nicht nur finanziell bemerkbar macht. Auch die Wettbewerbsfähigkeit einer Firma kann auf dem Spiel stehen, wenn die Mitarbeiter sich technisch nicht weiterbilden.

Ebenso verhält es sich mit der Kommunikation: Durch die große Konkurrenz und die Vernetzung in der globalen Wirtschaft hat kein Unternehmen eine Chance, dauerhaft Kunden an sich zu binden oder einen guten Ruf aufzubauen, wenn die Kommunikation nicht gut funktioniert.

Aus diesen Gründen ist Upskilling für Firmen und Betriebe nicht nur empfehlenswert, sondern kann sogar absolut notwendig sein, um am Markt weiterhin gut zu bestehen.

Die Funktionsweise

Alle drei Themenbereiche, die Digitalisierung, die Leistungsbereitschaft und die Kommunikation, sollten in ein Upskilling einbezogen werden. Allerdings hängt es von den Anforderungen und Zielen eines Geschäfts ab, welches genau die passenden Maßnahmen sind.

Daher ist es empfehlenswert, bei einem Upskilling folgendermaßen vorzugehen:

  1. Die Formulierung der Ziele

Unternehmensleitung und Angestellte sollten sich beraten, welche Fähigkeiten im Betrieb auszubauen sind. Diese nötigen Skills sollten in einem detaillierten Zeitplan festgehalten werden.

  1. Die Suche nach den passenden Partnern

Um das Upskilling durchzuführen, sind passende Weiterbildungspartner auszuwählen. Dabei ist es empfehlenswert, auf anerkannte Zertifikate und positive Kritiken zu achten.

  1. Die Durchführung der Weiterbildungsmaßnahmen

Die Weiterbildung sollte alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansprechen. Sie sollte ihnen möglichst keine zusätzlichen Arbeitszeiten oder gar die Aussetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Pausen abverlangen.

  1. Die Auswertung

Im Hinblick auf die Effektivität sollten alle Upskillings nach einiger Zeit, zum Beispiel sechs Monaten, kritisch hinterfragt werden.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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