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US-Vermögensverwalter bauen Dominanz in Europa massiv aus

Amerikanische Fondsriesen wie BlackRock, Vanguard und JPMorgan Asset Management haben ihr in Europa und Großbritannien verwaltetes Vermögen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt – von 2,2 Bio. auf 4,9 Bio. US-Dollar per Ende Mai, zeigt eine Auswertung von ISS Market Intelligence. Damit wächst ihre Präsenz deutlich schneller als die lokaler Wettbewerber: Der britische Markt stieg im selben Zeitraum von 1,2 auf 2 Bio. US-Dollar, Frankreich von 870 Mrd. auf 1,5 Bio., Deutschland und die Schweiz jeweils auf 1,4 Bio.
Getrieben wird der Aufstieg durch den Boom kostengünstiger ETFs und Indexfonds, in denen BlackRock allein 1,4 Bio. US-Dollar und Vanguard 442 Mrd. US-Dollar verwalten. Die drei größten US-Anbieter vereinen inzwischen die Hälfte aller von US-Firmen in Europa gemanagten Gelder auf sich.
„Wir sehen die Entstehung einer Superliga von Asset Managern, dominiert von US-Firmen und alternativen Anbietern, die auch in Europa Marktanteile gewinnen“, sagt Huw van Steenis von Oliver Wyman. McKinsey-Partner Felix Wenger verweist auf das US-Heimspiel in „wachstumsstarken Anlageklassen“ wie Passive und Private Markets. Europäische Anbieter müssten konsolidieren und sich strategisch neu aufstellen, um gegenzuhalten.
Während passive Strategien den Markt prägen, wittern manche US-Häuser Chancen im aktiven Geschäft. JPMorgan-AM-Chef George Gatch sieht durch den Rückzug schwächer aufgestellter Wettbewerber mehr Raum für Outperformance. Onur Erzan von AllianceBernstein erwartet jedoch nur „eine begrenzte Zahl an Gewinnern“ im aktiven Segment – der US-Standort biete entscheidenden Größenvorteil für den globalen Ausbau.
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