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Von Oberschwaben an die Wall Street: Wie Anne Schwedt heute Aktien vermietet
Viele Anleger investieren ihr Geld langfristig in Aktien – laufende Einnahmen entstehen daraus jedoch nicht automatisch. Wall-Street-Expertin Anne Schwedt verfolgt einen anderen Ansatz: Mit gedeckten Optionsstrategien nutzt sie vorhandenes Kapital, um zusätzlich regelmäßige Prämieneinnahmen zu erzielen. Wie die Strategie funktioniert und welchen Weg sie selbst von Oberschwaben bis an die Wall Street genommen hat, erfahren Sie hier.
Ein gutes Gehalt oder ein erfolgreiches Unternehmen schaffen finanzielle Möglichkeiten, zeitliche Freiheit garantieren sie jedoch nicht. Viele Führungskräfte, Selbstständige und Unternehmer haben längst Vermögen aufgebaut und investieren in Aktien oder ETFs. Laufender Cashflow entsteht daraus allerdings nur selten. Gleichzeitig fehlt im anspruchsvollen Berufsalltag die Zeit, ständig Kurse zu verfolgen oder die Geldanlage zu einem zweiten Vollzeitjob zu machen. Klassisches Buy and Hold bedeutet häufig jahrelanges Warten auf Wertsteigerungen, während Day-Trading und spekulativere Anlageformen für viele keine Alternative darstellen. Gesucht wird daher ein Mittelweg, mit dem sich vorhandenes Kapital produktiver einsetzen lässt. „Irgendwann stellt sich die Frage, warum man selbst Monat für Monat für sein Einkommen arbeitet, während das Kapital im Depot hauptsächlich darauf wartet, dass die Kurse steigen“, erklärt Anne Schwedt, Wall-Street-Expertin.
„Wer bereits Aktien besitzt, muss nicht ausschließlich darauf warten, dass deren Kurse steigen. Über gedeckte Optionen lässt sich das vorhandene Kapital zusätzlich nutzen, um laufende Prämieneinnahmen zu erzielen“, so Anne Schwedt weiter. Vereinfacht beschreibt sie dieses Prinzip als „Aktien vermieten“. Aufgewachsen in Oberschwaben, führte ihr Weg über einen Master in Business and Finance in London nach New York. Dort arbeitete sie direkt an der Wall Street, sammelte praktische Erfahrung am Börsenfloor und lernte von einigen der besten Trader der Welt. Als Anlegerin probierte sie zugleich unterschiedliche Formen der Geldanlage aus, bevor sie ihren heutigen Schwerpunkt im gedeckten Verkauf von Optionen fand. Heute investiert sie über 90 Prozent ihres eigenen Vermögens nach dieser Strategie. Was sie an der Wall Street gelernt und über Jahre selbst erprobt hat, gibt sie inzwischen über Live-Workshops, ein mehrwöchiges Mentoring und eine begleitende Community an private Anleger im deutschsprachigen Raum weiter.

„Aktien vermieten“: Wie aus einem bestehenden Depot zusätzliche Einnahmen entstehen
Wer Aktien langfristig hält, profitiert in erster Linie davon, wenn deren Wert steigt oder das Unternehmen Dividenden ausschüttet. Anne Schwedt ergänzt dieses klassische Prinzip mit dem „Aktien vermieten“ um eine weitere Ertragsquelle: Für bestimmte Rechte an ihren Aktien erhält sie regelmäßig Optionsprämien. Ähnlich wie ein Immobilienbesitzer seine Wohnung behalten und gleichzeitig Mieteinnahmen erzielen kann, bleiben die Aktien Teil der Anlagestrategie, während zusätzlich Prämien vereinnahmt werden. Anders als ein reiner Kursgewinn ist die vereinnahmte Optionsprämie nicht davon abhängig, dass die Aktie im jeweiligen Zeitraum steigt. Gerade darin liegt auch das Potenzial der Strategie. Die dafür eingesetzten gedeckten Optionsstrategien sind an der Wall Street bereits seit Jahrzehnten etabliert.
Eine Möglichkeit, dieses Prinzip mit bereits vorhandenen Aktien umzusetzen, ist der Covered Call. Dabei besitzt der Anleger beispielsweise 100 Aktien eines Unternehmens und legt selbst einen Preis fest, zu dem er bereit wäre, diese innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu verkaufen. Für die damit verbundene Kaufoption erhält er sofort eine Prämie. Bleibt der Aktienkurs unter dem vereinbarten Verkaufspreis, behält er grundsätzlich Aktien und Prämie – und kann anschließend erneut eine Option verkaufen. Steigt die Aktie über den festgelegten Preis, können die Aktien verkauft werden. Auch dann hat der Anleger jedoch nicht einfach einen möglichen Kursgewinn „verloren“. Er realisiert den Kursgewinn bis zu seinem zuvor selbst gewählten Verkaufspreis und behält zusätzlich die Prämie. Lediglich an darüber hinausgehenden Kurssteigerungen nimmt er mit diesen Aktien nicht mehr teil.

Das Prinzip lässt sich noch einen Schritt früher nutzen – nämlich dann, wenn eine gewünschte Aktie noch gar nicht im Depot liegt. Genau hier kommt der Cash Secured Put ins Spiel. Statt eine Qualitätsaktie sofort zum aktuellen Börsenkurs zu kaufen, kann der Anleger einen niedrigeren Preis festlegen, zu dem er ohnehin bereit wäre einzusteigen. Das notwendige Kapital hält er dafür vollständig vor. Für diese Kaufbereitschaft erhält er wiederum eine Optionsprämie. Anne Schwedt bezeichnet das anschaulich als eine Art „Rabatt-Coupon“. Bleibt der Kurs oberhalb des vereinbarten Preises, kommt es nicht zum Kauf und die Prämie verbleibt beim Anleger. Fällt die Aktie auf das entsprechende Niveau, kann sie zum zuvor selbst gewählten Einstiegspreis ins Depot kommen.
So können Prämien sowohl beim Warten auf einen gewünschten Einstieg als auch beim Halten bereits vorhandener Aktien entstehen. Gleichzeitig bleiben die Verpflichtungen real. Fällt eine Aktie deutlich unter den vereinbarten Kaufpreis, kann sie beim Cash Secured Put zunächst oberhalb ihres aktuellen Börsenwerts übernommen werden; beim Covered Call sind Kursgewinne oberhalb des vereinbarten Verkaufspreises begrenzt. Deshalb arbeitet Schwedt ausschließlich mit gedeckten Positionen und Aktien, die sie grundsätzlich selbst besitzen möchte.
Mehr Volatilität, höhere Prämien: Chancen in unruhigen Marktphasen
Besonders interessant wird die Strategie in Marktphasen, die viele klassische Anleger als unangenehm empfinden. Der Grund dafür liegt in der Volatilität: Je stärker die Kurse schwanken, desto höher fallen in der Regel auch die Prämien aus, die Marktteilnehmer für Optionen zu zahlen bereit sind. Während ein reiner Buy-and-Hold-Anleger in solchen Phasen vor allem fallende Depotwerte sieht, können Optionsverkäufer weiterhin Prämien vereinnahmen. Diese verhindern zwar keine Kursverluste, schaffen jedoch eine zusätzliche Einnahme, die einen Teil der negativen Kursentwicklung abfedern kann.
Genau darauf zielt Anne Schwedt mit ihrer Aussage „Wir freuen uns auf den Crash“ ab. Fällt der Markt, können sich gleich mehrere Möglichkeiten ergeben. Bestehende Positionen können weiterhin Prämieneinnahmen generieren, während Qualitätsaktien gleichzeitig zu niedrigeren Kursen für einen Einstieg interessant werden. Erholt sich der Markt anschließend, lassen sich auch die neu aufgebauten Positionen wieder in die Optionsstrategie einbinden. Turbulente Marktphasen sind aus dieser Perspektive also nicht ausschließlich eine Belastung, sondern können zusätzliche Chancen eröffnen. Die Risiken fallender Aktienkurse bleiben dabei zwar bestehen, die höhere Volatilität eröffnet innerhalb der Optionsstrategie jedoch zusätzliche Handlungsmöglichkeiten.

Von der Wall-Street-Erfahrung zur eigenen Anlagestrategie
Damit Anleger die Strategie nicht nur verstehen, sondern langfristig selbst anwenden können, steht nicht das Kopieren einzelner Trades, sondern der Aufbau eigener Handlungssicherheit im Mittelpunkt. Genau darauf ist auch die Ausbildung ausgerichtet. Den Einstieg bildet ein mehrstündiger Live-Workshop, in dem Interessenten erfahren, wie das „Aktien vermieten“ funktioniert und welche Voraussetzungen die Strategie mit sich bringt. Anschließend prüft das Team in einem persönlichen Gespräch, ob Kapital, Erwartungen und persönliche Ausgangslage zur Strategie passen. Ist das nicht der Fall, wird auch von einer Zusammenarbeit abgeraten.
Daran schließt sich ein achtwöchiges Mentoring mit wöchentlichen Calls und kleineren Übungsgruppen an.
Schritt für Schritt lernen die Teilnehmer, Covered Calls und Cash Secured Puts selbst anzuwenden. Neben dem Verständnis der Optionsgeschäfte beschäftigen sie sich mit der Auswahl geeigneter Qualitätsaktien, dem Umgang mit Broker und Handelsplattform sowie der eigenständigen Beurteilung konkreter Positionen. Für diese intensive Lern- und Übungsphase sollten sie rund fünf Stunden pro Woche einplanen. Eigenes Kapital kommt erst dann zum Einsatz, wenn die zugrunde liegenden Mechanismen und Verpflichtungen verstanden wurden. „Das Ziel ist nicht, dass Teilnehmer meine Trades kopieren. Sie sollen verstehen, warum sie eine Entscheidung treffen, und ihr Depot langfristig selbstständig führen können“, betont Anne Schwedt.
Diese Eigenständigkeit setzt sich auch nach der Ausbildung fort. Das Kapital verbleibt vollständig im eigenen Depot und wird nicht an das Unternehmen übertragen. Ebenso erhält das Unternehmen keine Vermittlungsprovisionen von vorgestellten Brokern. Die Teilnehmer behalten damit die Kontrolle über ihr Vermögen und ihre Anlageentscheidungen. Inzwischen arbeitet die Börsen-Expertin mit einem internationalen Team von rund 15 Mitarbeitern zusammen und hat fast 1.000 Kunden begleitet.

Vom Lernen zur festen Routine im Anlegeralltag
Nach intensiver Lernphase soll die Strategie zu einer festen Routine werden, die sich mit überschaubarem Zeitaufwand in den Alltag integrieren lässt. Im Anlegeralltag lässt sich die laufende Umsetzung anschließend auf ungefähr ein bis zwei Stunden im Monat reduzieren. Statt täglich Kurse zu beobachten, kontrollieren Anleger ihre bestehenden Optionsgeschäfte, behalten Laufzeiten im Blick und treffen auf Grundlage der erlernten Regeln ihre Entscheidungen. Gerade für Unternehmer, Selbstständige und Führungskräfte liegt darin ein wichtiger Unterschied zum Day-Trading. Die Geldanlage soll nicht zum zweiten Vollzeitjob werden.
Wer auch nach der Ausbildung den regelmäßigen Austausch sucht, kann sich der Cashflow-Community anschließen, der inzwischen mehr als 700 aktive Mitglieder angehören. Beim „Cashflow Monday“ ordnet Anne Schwedt beispielsweise die aktuelle Marktlage ein und zeigt anhand ihres eigenen Depots, wie sie mit bestehenden Positionen umgeht. Die Mitglieder erhalten damit weiterhin Einblicke in ihre praktische Anwendung der Strategie, treffen ihre Anlageentscheidungen jedoch selbstständig.
Welche Prämien dabei in der Praxis möglich sind, zeigen ihre eigenen Erfahrungen und die ausgewerteten Kundenergebnisse. Anne Schwedt nennt monatlich vereinnahmte Optionsprämien von drei bis fünf Prozent. Wie hoch diese konkret ausfallen, hängt von der jeweiligen Marktsituation, den gewählten Aktien und der Umsetzung ab.

Finanzielle Freiheit durch ein produktiveres Depot
Beim „Aktien vermieten“ geht es letztlich um mehr als einzelne Optionsprämien. Entscheidend ist vielmehr, vorhandenes Vermögen so einzusetzen, dass daraus langfristig zusätzlicher finanzieller Spielraum entstehen kann. Gerade für Menschen mit gutem Einkommen und bereits aufgebautem Kapital kann darin ein Weg liegen, das eigene Arbeitseinkommen um eine weitere Einnahmequelle zu ergänzen und sich schrittweise mehr finanzielle Freiheit zu erarbeiten.
Anne Schwedts praktische Erfahrung an der Wall Street und die jahrelange eigene Anwendung der Strategie bilden heute die Grundlage dafür, dieses Wissen auch anderen Anlegern zu vermitteln. „Finanzielle Freiheit bedeutet für mich, das eigene Kapital so gut zu verstehen und einzusetzen, dass daraus langfristig mehr Möglichkeiten für das eigene Leben entstehen“, fasst sie zusammen.














