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© Alexandra Weck

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Wie Vermögensverwalter mehr Mandate gewinnen – Alexandra Weck über neue Strategien

Über Jahrzehnte hinweg funktionierte die Mandatsgewinnung in der Vermögensverwaltung nahezu ausschließlich über Empfehlungen. Doch mit dem Generationswechsel und einer digital geprägten Investorengeneration verändert sich der Markt grundlegend: Der Wettbewerb steigt, und ohne klare Sichtbarkeit werden selbst exzellente Leistungen nicht mehr wahrgenommen. Warum klassische Reputation heute nicht mehr ausreicht und Sichtbarkeit über Mandate entscheidet, erfahren Sie hier.

Unabhängige Vermögensverwalter, Family Offices und External Asset Manager stehen vor einem strukturellen Wendepunkt: Während sie ihre Mandate bislang überwiegend über persönliche Netzwerke und Empfehlungen gewonnen haben, verändert sich die Entscheidungslogik der nächsten Generation grundlegend. Vermögende Erben treffen ihre Wahl nicht mehr auf Basis bestehender Beziehungen, sondern orientieren sich an eigener Recherche und digitaler Wahrnehmung. Gleichzeitig fehlt es vielen etablierten Anbietern an einer klaren Außendarstellung – ihre Kommunikation bleibt austauschbar, ihre Expertise unsichtbar. In einem zunehmend kompetitiven Umfeld führt das dazu, dass selbst leistungsstarke Anbieter Mandate verlieren, ohne die eigentliche Ursache zu erkennen. „Wenn Vermögensverwalter weiterhin davon ausgehen, dass Sichtbarkeit optional ist, werden sie mittelfristig aus der Wahrnehmung des Marktes verschwinden – unabhängig von ihrer fachlichen Qualität“, erklärt Alexandra Weck, Gründerin von A. Weck Consulting.

„Die zentrale Herausforderung liegt nicht in der Leistung selbst, sondern in der Fähigkeit, diese verständlich und strategisch nach außen zu kommunizieren“, so Alexandra Weck.

Sie verbindet über 17 Jahre Erfahrung in führenden Vertriebs- und Business-Development-Funktionen der Finanzbranche mit einem klaren Fokus auf moderne Mandatsgewinnung. Ihre Stationen bei renommierten Häusern wie Unicredit, der Baader Bank, UBS sowie FFB/Fidelity International, dort als Leiterin Vertrieb mit Prokura für rund 33 Milliarden Euro administriertes Vermögen, prägen ihr tiefes Verständnis für die Mechaniken des Marktes. Insgesamt betreute sie im Laufe ihrer Karriere über 30 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen. 2024 gründete sie A. Weck Consulting mit dem Ziel, genau jene Lücke zu schließen, die sie selbst im Markt erkannt hatte: den fehlenden Transfer moderner Vertriebsansätze in die Praxis. Mit dem von ihr entwickelten Sales 4.0 Framework verfolgt sie dabei einen systematischen Ansatz, um die Mandatsgewinnung digital planbar zu machen. Ihr eigenes Unternehmen wuchs konsequent über Inbound-Marketing – insbesondere über LinkedIn, Podcast und Empfehlungen – und zeigt damit, wie Sichtbarkeit konkret zur Mandatsgewinnung beitragen kann.

A. Weck Consulting: Warum fehlende Sichtbarkeit zum größten Wachstumshemmnis wird

„Viele Unternehmen unterschätzen, dass Sichtbarkeit heute die Eintrittskarte in den Entscheidungsprozess potenzieller Mandanten ist“, betont Alexandra Weck. Rund 73 Prozent der vermögenden Privatkunden informieren sich zunächst online, bevor sie überhaupt Kontakt aufnehmen. Wer in dieser Phase nicht präsent ist, existiert faktisch nicht. Der zentrale Engpass liegt selten in der Qualität der Leistung, sondern darin, dass sie nach außen weder sichtbar noch verständlich kommuniziert wird. Gleichzeitig verlassen sich zahlreiche Anbieter weiterhin auf Empfehlungen und damit auf ein Modell, das weder skalierbar noch planbar ist. In der Folge bleibt das Wachstum dem Zufall überlassen, während Wettbewerber mit klarer Positionierung Marktanteile gewinnen. Sichtbarkeit ist damit kein reiner Imagefaktor, sondern unmittelbar vertriebsrelevant: Sie entscheidet darüber, ob überhaupt ein Erstkontakt entsteht.

Alexandra Weck: Klare Positionierung statt austauschbarer Aussagen

Hinzu kommt ein strukturelles Kommunikationsproblem: Viele Vermögensverwalter greifen auf generische Aussagen wie „unabhängig“, „erfahren“ oder „diskret“ zurück – Begriffe, die zwar vertraut klingen, für potenzielle Mandanten jedoch keine echte Unterscheidung ermöglichen. Für Interessenten entsteht so kein klares Bild. Die Folge: Selbst exzellente Leistungen werden im entscheidenden Moment nicht in Betracht gezogen, während Anbieter mit klarer, greifbarer Positionierung den Zuschlag erhalten.

Alexandra Weck, Gründerin von A. Weck Consulting

Alexandra Weck ist die Gründerin von A. Weck Consulting.

Eine präzise Positionierung schafft hier Abhilfe, indem sie verdeutlicht, wofür ein Anbieter steht, für wen er arbeitet und worin seine besondere Arbeitsweise liegt. Das erhöht nicht nur die Relevanz im Markt, sondern sorgt auch dafür, dass gezielt passende Mandanten angesprochen werden. Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln. Wer Finanzthemen klar einordnet und nachvollziehbar erklärt, baut Vertrauen auf, und das nicht nur über Zahlen, sondern über Sprache und Haltung. „Wer nicht klar kommuniziert, wer er ist, für wen er arbeitet und was ihn unterscheidet, wird im Entscheidungsmoment des potenziellen Mandanten schlicht nicht berücksichtigt – egal wie gut seine Arbeit tatsächlich ist“, betont Alexandra Weck von A. Weck Consulting. Besonders im Umgang mit sehr vermögenden Zielgruppen zeigt sich, wie differenziert Sichtbarkeit heute gedacht werden muss.

UHNWI-Marketing: Warum leise Signale oft mehr bewirken

Gerade bei sehr vermögenden Zielgruppen gelten andere Regeln für Sichtbarkeit. Hier spricht man vom sogenannten UHNWI-Marketing, das sich an Ultra-High-Net-Worth Individuals richtet, also Menschen mit sehr hohem Vermögen. In diesem Segment greifen breite Werbebotschaften meist zu kurz. Entscheidend sind feinere Signale: kulturelle Codes, der passende Kontext und ein Auftritt, der Präzision statt Lautstärke vermittelt.

Digitale Inhalte können hier eine zentrale Rolle spielen. Sie bereiten Entscheidungen vor, zeigen Expertise und schaffen Vertrauen – ohne aufdringlich zu wirken. Gerade für Family Offices, die auf Diskretion setzen, braucht es jedoch eine selektive Form der Sichtbarkeit. Alexandra Weck hat dafür eine sogenannte Unsichtbarkeitsstrategie entwickelt: Inhalte werden gezielt nur ausgewählten Personen zugänglich gemacht, etwa über persönliche Profile, geschützte Inhalte oder digitale Zugänge, die öffentlich nicht auffindbar sind.

Alexandra Weck

Alexandra Weck verbindet über 17 Jahre Erfahrung in führenden Vertriebs- und Business-Development-Funktionen der Finanzbranche mit einem klaren Fokus auf moderne Mandatsgewinnung.

Ein zentrales Element ist dabei die „Unsichtbare Tür“: eine nicht indexierte Unterseite, die nur über einen direkten Zugang erreichbar ist. So entsteht Sichtbarkeit, die bewusst gesteuert wird und zur Arbeitsweise dieser Zielgruppe passt. Auch Elemente wie Polosport oder spezifische Begriffe aus der UHNWI-Welt dienen als Signale, die nur von der relevanten Zielgruppe vollständig eingeordnet werden. „Im UHNWI-Segment entscheidet nicht die lauteste Stimme, sondern die präziseste“, erklärt Alexandra Weck von A. Weck Consulting. „Wer die richtigen Codes kennt und sie gezielt einsetzt, wird von genau den Menschen wahrgenommen, die er ansprechen möchte.“

Alexandra Weck von A. Weck Consulting: Mit dem Sales 4.0 Framework zu planbarer Mandatsgewinnung

Damit Sichtbarkeit nicht zufällig bleibt, braucht sie Struktur. Vor diesem Hintergrund hat Alexandra Weck mit dem Sales 4.0 Framework einen Ansatz entwickelt, der Vertrieb, digitale Sichtbarkeit, Storytelling, Prozessautomatisierung und den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu einem integrierten System verbindet.

„Ziel ist es, die Mandatsgewinnung unabhängig von Empfehlungen planbar zu machen und gleichzeitig die individuelle Positionierung zu stärken“, erklärt sie.

Im ersten Schritt werden Zielgruppen, Kommunikation und bestehende Vertriebsprozesse analysiert und im Rahmen eines strukturierten Onboardings ganzheitlich weiterentwickelt. Ein zentraler Bestandteil ist dabei der Aufbau einer klar definierten Sales-Pipeline, also eines strukturierten Prozesses von der ersten Wahrnehmung bis zum Abschluss, die Mandatsgewinnung messbar und skalierbar macht. Automatisierte Abläufe sorgen dafür, Inhalte effizient zu vervielfältigen und dauerhaft präsent zu bleiben, ohne den operativen Aufwand unverhältnismäßig zu erhöhen. Gleichzeitig kann Künstliche Intelligenz die Content-Erstellung und -Distribution beschleunigen. Entscheidend bleibt jedoch die Qualität: Vertrauen entsteht nur, wenn Inhalte nachvollziehbar, konsistent und glaubwürdig sind.

Alle Maßnahmen werden dabei konsequent im Einklang mit regulatorischen Anforderungen wie MiFID II sowie den Vorgaben von BaFin und FINMA umgesetzt und individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt. Standardisierte Lösungen oder übertragene Modelle aus anderen Branchen kommen bewusst nicht zum Einsatz.

Generationswechsel als Chance – und Risiko zugleich

Wie entscheidend dieser Wandel ist, zeigt sich besonders im bevorstehenden Generationswechsel. Der Vermögensübergang stellt die Branche vor eine historische Zäsur: Bis 2048 werden weltweit rund 83,5 Billionen US-Dollar vererbt. Gleichzeitig wechseln etwa 81 Prozent der Erben innerhalb von zwei Jahren den Vermögensverwalter ihrer Eltern.

„Viele Unternehmen unterschätzen, dass Sichtbarkeit heute die Eintrittskarte in den Entscheidungsprozess potenzieller Mandanten ist“, betont Alexandra Weck.

„Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass bestehende Beziehungen allein nicht mehr ausreichen“, betont Alexandra Weck. Die neue Investorengeneration erwartet Transparenz, digitale Zugänglichkeit und eine klare Kommunikation. Unternehmen, die darauf nicht vorbereitet sind, verlieren Mandate – oft schleichend und unbemerkt. Wer die veränderten Erwartungen frühzeitig adressiert, sichert sich dagegen nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern steigert auch langfristig den Unternehmenswert.

Fazit: Sichtbarkeit entscheidet über Zukunftsfähigkeit

Die Vermögensverwaltung steht vor einem grundlegenden Wandel: Nicht mehr allein Performance oder Historie entscheiden über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, diese Stärken sichtbar zu machen und strategisch zu kommunizieren. Anbieter, die weiterhin auf Unsichtbarkeit oder rein beziehungsgetriebene Modelle setzen, verlieren im Zuge des Generationswechsels zunehmend den Anschluss – oft schleichend und ohne klare Signale.

Am Ende wird genau das zum entscheidenden Punkt. Nicht die beste Leistung allein gewinnt künftig das Mandat, sondern die Leistung, die sichtbar, verständlich und glaubwürdig wahrgenommen wird. Wer sich früh mit Themen wie Next-Gen-Vermögensnachfolge, klarer Positionierung und digitaler Mandatsgewinnung befasst, verschafft sich einen nachhaltigen Vorsprung. Wer dagegen an Unsichtbarkeit festhält, läuft Gefahr, im Markt Schritt für Schritt zu verschwinden.

In diesem Kontext begleitet Alexandra Weck mit A. Weck Consulting Vermögensverwalter, Family Offices und Finanzdienstleister mit ihrem Sales 4.0 Framework dabei, ihre Sichtbarkeit gezielt zu entwickeln, ihre Positionierung zu schärfen und Mandatsgewinnung strukturiert aufzubauen – als strategische Unterstützung, die unabhängig von Empfehlungen funktioniert und regulatorischen Anforderungen gerecht wird.

Du möchtest dich digital so positionieren, dass die Next Gen dich findet und bevorzugt?
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Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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